Dein Kind fragt zum ersten Mal, warum es das Schokoei an der Kasse nicht haben darf. Spätestens dann beginnt Finanzbildung, ob du sie planst oder nicht. Das wichtigste Werkzeug dafür ist erstaunlich klein: ein fester Betrag Taschengeld, der verlässlich kommt.
Hier liest du, wie viel Taschengeld zu welchem Alter passt, was dein Kind damit rechtlich allein kaufen darf, wann ein eigenes Konto Sinn ergibt und wie aus Taschengeld nach und nach ein eigenes kleines Budget wird.
Betrifft dich, wenn dein Kind mit Geld groß wird du für dein Kind vorsorgen willst dein Kind 18 wird
Das Wichtigste in Kürze
- Taschengeld ist ein Lernbudget, kein Lohn und keine Belohnung. Es kommt regelmäßig, ohne dass dein Kind fragen muss, und wird nicht als Strafe gekürzt.
- Orientierung nach den Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts (Stand 2024): unter 6 Jahren 1 bis 2 Euro pro Woche, mit 10 Jahren 20 bis 22,50 Euro im Monat, mit 17 Jahren 60 bis 70 Euro im Monat.
- Bis 9 Jahre wöchentlich, ab 10 Jahren monatlich zahlen. Je länger der Zeitraum, desto mehr Planung lernt dein Kind.
- Was dein Kind ab 7 Jahren mit seinem Taschengeld bar bezahlt, ist auch ohne deine Zustimmung wirksam. Konto, Karte und Überweisungen brauchen dagegen fast immer die Eltern.
- Ab etwa 12 Jahren hilft ein Jugendgirokonto ohne Überziehung. Für Jugendliche können feste Budgets für Handy, Fahrkarte oder Kleidung dazukommen.
So gehst du vor
- Leg einen Betrag und einen festen Tag fest. Sprich vorher mit deinem Kind darüber, was es davon selbst bezahlt.
- Schreib auf, was weiter du bezahlst und was ab jetzt aus dem Taschengeld kommt. Das verhindert Streit an der Supermarktkasse.
- Plane den Wechsel auf monatliche Zahlung zum 10. Geburtstag und ein Jugendkonto um den 12. Geburtstag.
- Willst du zusätzlich für dein Kind sparen, lies vorher, was ein Konto auf seinen Namen bedeutet: Kinderdepot und Kindervorsorge: Erst absichern, dann für dein Kind sparen.
- Ordne dein eigenes Geld nach demselben Prinzip: Kontenmodell mit vier Konten. Oder sprich mit uns in der Beratung.
Inhalt
- Warum lernen Kinder mit Taschengeld mehr als mit Erklärungen?
- Beispiel: So sieht das bei Lisa aus
- Wie viel Taschengeld ist in welchem Alter üblich?
- Welche Regeln machen Taschengeld wirksam?
- Was darf dein Kind mit seinem Geld allein kaufen?
- Ab wann braucht dein Kind ein eigenes Konto?
- Wie wird aus Taschengeld ein eigenes Budget?
- Was passiert mit Geldgeschenken und dem ersten Nebenjob?
- Was tust du jetzt?
- Häufig gestellte Fragen
Warum lernen Kinder mit Taschengeld mehr als mit Erklärungen?
Die kurze Antwort: Weil dein Kind mit eigenem Geld echte Entscheidungen trifft und deren Folgen spürt, solange die Folgen noch klein sind. Kein Gespräch über Geld ersetzt diese Erfahrung.
Dein Kind wächst mit Geld auf, lange bevor es rechnen kann. Es sieht dich an der Kasse zahlen, mit Karte oder Handy. Was es dabei nicht sieht: dass das Geld eine Grenze hat.
Genau diese Grenze macht Taschengeld sichtbar. Ein fester Betrag, und wenn er weg ist, ist er weg. Bis zum nächsten Zahltag. Dein Kind lernt dabei drei Dinge: vergleichen, warten und verzichten.
Das Besondere an dieser Phase: Dein Kind trägt nicht die volle Verantwortung. Ist das Taschengeld aufgebraucht, gibt es trotzdem Essen, ein Bett und ein Zuhause. Es kann also Fehler machen, die nichts kosten außer ein bisschen Enttäuschung.
Als Erwachsene haben wir dieselbe Grenze. Sie heißt nur nicht mehr zehn Euro, sondern Gehalt. Wer als Kind gelernt hat, mit einem festen Betrag zu planen, hat es später mit Miete, Rücklage und Altersvorsorge leichter.
Beispiel: So sieht das bei Lisa aus
Lisa Logisch ist unsere Beispielperson. Sie ist erfunden, ihr Verlauf ist alltagsecht.
- Mit 24Lisa startet als Projektmanagerin. Zum Berufsstart schließt sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit 1.500 Euro Monatsrente ab.
- Stell dir vor · 25Lisas Tochter Mia kommt zur Welt. Lisa arbeitet nach der Elternzeit wieder als Projektmanagerin.
- Mit 31Lisa verdient 3.850 Euro brutto, das sind 2.500 Euro netto. Ihr eigenes Geld hat sie längst in feste Töpfe aufgeteilt: Fixkosten, Alltag, Rücklage, Sparziele.
- Im Beispiel jetzt · 31Mia wird 6 und kommt in die Schule. Sie will an der Kasse selbst bezahlen. Lisa will ihr Taschengeld geben, aber nicht irgendeinen Betrag.
Lisa schaut in die Orientierungswerte. Für 6 Jahre sind 2 bis 2,50 Euro pro Woche üblich. Sie entscheidet sich für 2,50 Euro, jeden Samstag. Im Jahr sind das 130 Euro.
Dann legt sie fest, was Mia davon selbst kauft: Süßigkeiten, Sammelkarten, kleine Spielsachen. Schulsachen, Kleidung und Geburtstagsgeschenke für Freundinnen und Freunde zahlt weiter Lisa.
Lisa erkennt ihr eigenes System wieder. Mias Taschengeld ist ein kleines Alltagskonto, so wie ihr eigenes Konto für spontane Ausgaben. Ist es leer, ist es leer. Das ist kein Versagen. Das ist das System.
Wie viel Taschengeld ist in welchem Alter üblich?
Die kurze Antwort: Für Grundschulkinder ein paar Euro pro Woche, für Jugendliche zwischen 20 und 70 Euro im Monat. Die Werte sind Orientierung, keine Pflicht.
Die bekannteste Orientierung kommt vom Deutschen Jugendinstitut, kurz DJI. Jugendämter veröffentlichen die Werte als Taschengeldtabelle. Die aktuellen Zahlen stammen aus 2024.
| Alter | Taschengeld | Rhythmus |
|---|---|---|
| unter 6 Jahren | 1,00 bis 2,00 € | pro Woche |
| 6 Jahre | 2,00 bis 2,50 € | pro Woche |
| 7 Jahre | 2,50 bis 3,00 € | pro Woche |
| 8 Jahre | 3,00 bis 3,50 € | pro Woche |
| 9 Jahre | 3,50 bis 4,00 € | pro Woche |
| 10 Jahre | 20,00 bis 22,50 € | pro Monat |
| 11 Jahre | 22,50 bis 25,00 € | pro Monat |
| 12 Jahre | 25,00 bis 27,50 € | pro Monat |
| 13 Jahre | 27,50 bis 30,00 € | pro Monat |
| 14 Jahre | 30,00 bis 40,00 € | pro Monat |
| 15 Jahre | 40,00 bis 50,00 € | pro Monat |
| 16 Jahre | 50,00 bis 60,00 € | pro Monat |
| 17 Jahre | 60,00 bis 70,00 € | pro Monat |
| ab 18 Jahren | 70,00 bis 75,00 € | pro Monat |
Quelle: Taschengeldtabelle 2025 des Kreisjugendamts Ebersberg nach den Empfehlungen des DJI, Stand der Zahlen 2024.
Zwei Dinge stehen nicht in der Tabelle, sind aber wichtig. Erstens: Die Werte passen sich an eure Lage an. Was ihr euch leisten könnt und wie weit dein Kind ist, zählt mehr als ein Euro mehr oder weniger.
Zweitens: Die Höhe hängt daran, was dein Kind davon bezahlen soll. 30 Euro für ein Kind, das nur Süßes kauft, sind viel. 30 Euro für ein Kind, das davon auch Kinokarten und Fahrkarten zahlt, sind knapp.
Tipp
Haltet eure Regel schriftlich fest: Betrag, Zahltag und was dein Kind davon selbst bezahlt. Ein Zettel am Kühlschrank genügt. Dann gibt es später nichts neu zu verhandeln, auch nicht mit Großeltern oder dem anderen Elternteil.
Welche Regeln machen Taschengeld wirksam?
Die kurze Antwort: Regelmäßig, verlässlich und frei verfügbar. Taschengeld ist kein Erziehungsmittel und kein Lohn für Mithilfe.
Pünktlich und ohne Bitten
Das Geld kommt immer am selben Tag, ohne dass dein Kind fragen muss. Nur so kann es planen. Ein Taschengeld, das mal kommt und mal nicht, lehrt vor allem eines: nachfragen statt einteilen.
Erst wöchentlich, dann monatlich
Bis 9 Jahre ist eine Woche ein überschaubarer Zeitraum. Ab 10 Jahren kommt das Geld monatlich. Dein Kind muss dann vier Wochen mit einem Betrag auskommen. Das ist der erste echte Schritt zur Planung.
Nicht kürzen, nicht als Belohnung erhöhen
Die Empfehlung ist klar: Taschengeld hängt nicht an Noten oder Verhalten. Wird es als Strafe gekürzt, lernt dein Kind, dass Geld ein Druckmittel ist. Dann geht es um Gehorsam, nicht mehr um Planung.
Mithilfe im Haushalt wird nicht bezahlt
Tisch decken oder das eigene Zimmer aufräumen gehören zum Familienleben. Dafür gibt es kein Geld. Besondere Zusatzdienste, die über das Übliche hinausgehen, dürfen klein entlohnt werden. Etwa das Auto der Nachbarin waschen.
Nicht kommentieren, was gekauft wird
Das Geld gehört deinem Kind. Kauft es davon etwas, das du für Unsinn hältst, gehört auch das zum Lernen. Leben getrennte Eltern, hilft es, sich auf Höhe und Regeln zu einigen und Zusatzzahlungen zu vermeiden.
Der häufigste Denkfehler: „Wenn mein Kind sein Taschengeld am ersten Tag ausgibt, hat es nichts gelernt.“ Das Gegenteil stimmt. Die Woche ohne Geld danach ist die eigentliche Lektion. Springst du mit einem Vorschuss ein, nimmst du deinem Kind genau diese Erfahrung.
Was darf dein Kind mit seinem Geld allein kaufen?
Die kurze Antwort: Ab 7 Jahren alles Übliche, was es bar vom Taschengeld bezahlt. Bankgeschäfte und Kredite gehören nicht dazu.
Rechtlich hängt das am Alter. Kinder unter 7 Jahren sind geschäftsunfähig. Sie können keine wirksamen Verträge schließen, auch keinen Kauf am Kiosk. Von 7 bis 17 Jahren sind sie beschränkt geschäftsfähig. Ein Vertrag gilt dann in drei Fällen.
1
Mit Zustimmung der Eltern
Stimmst du vorher zu oder genehmigst du den Kauf danach, ist er wirksam. Fehlt die Zustimmung, hängt der Vertrag in der Schwebe, bis du dich entscheidest.
2
Mit dem Taschengeld bezahlt
Das regelt der Taschengeldparagraf, § 110 BGB. Bezahlt dein Kind einen Kauf vollständig mit Geld, das ihm dafür oder zur freien Verfügung überlassen wurde, gilt der Vertrag als von Anfang an wirksam. Wichtig ist, dass der Kauf sofort vollständig bezahlt ist.
3
Nur mit rechtlichem Vorteil
Ein Geschenk darf dein Kind allein annehmen, auch gegen deinen Willen. Es bringt ihm nur Vorteile.
Für Bankgeschäfte gilt der Taschengeldparagraf meist nicht. Das gilt sogar für kostenlose Konten. Einen Kredit kann ein Kind nie mit Taschengeld wirksam abschließen. Dafür braucht es neben den Eltern auch das Familiengericht.
Ab wann braucht dein Kind ein eigenes Konto?
Die kurze Antwort: Ab etwa 12 Jahren ist ein Jugendgirokonto ohne Überziehung sinnvoll, auf das das Taschengeld fließt. Vorher reicht Bargeld.
Bargeld ist für jüngere Kinder das bessere Werkzeug. Münzen in der Hand zeigen, wie viel noch da ist. Eine Zahl in einer App ist abstrakter.
Mit 12 oder 13 ändert sich das. Dein Kind kauft online, fährt allein Bus und zahlt mit Karte. Ein Jugendgirokonto ist ein Girokonto für Minderjährige, das nicht ins Minus gehen kann. Dorthin kommt das Taschengeld per Dauerauftrag.
Für die Eröffnung braucht dein Kind die Zustimmung der Eltern. Lehnt ein Elternteil ab, kommt der Vertrag nicht zustande. Ein Elternteil kann den anderen dazu bevollmächtigen.
Auch Überweisungen, Abhebungen und eine Bankkarte brauchen die Zustimmung der Eltern. Die Erlaubnis zur Kontoeröffnung deckt nicht automatisch alles Weitere ab.
Ins Minus darf dein Kind allein nicht gehen. Eine Überziehung braucht die Zustimmung der Eltern und zusätzlich die des Familiengerichts. Für Reisen ins Ausland oder Einkäufe im Netz kann eine Prepaid-Karte helfen. Sie gibt nur aus, was vorher aufgeladen wurde.
Wie wird aus Taschengeld ein eigenes Budget?
Die kurze Antwort: Indem Jugendliche Schritt für Schritt feste Kosten selbst übernehmen, mit eigenem Geld dafür. So lernen sie, mit größeren Beträgen umzugehen.
Taschengeld ist Geld für Wünsche. Ein Budget ist Geld für eine Aufgabe. Bei Jugendlichen kannst du beides trennen. Dein Kind bekommt dann zusätzlich zum Taschengeld feste Monatsbeträge, zum Beispiel für Handy oder Kleidung, und verwaltet sie selbst.
| Budget für Jugendliche | Orientierung pro Monat |
|---|---|
| Schulmaterial | 5 bis 15 € |
| Körperpflege | 5 bis 15 € |
| Handy | 15 bis 25 € |
| Nahverkehr | 20 bis 25 € |
| Essen außer Haus | 25 bis 40 € |
| Kleidung und Schuhe | 40 bis 60 € |
Quelle: Taschengeldtabelle 2025 nach den Empfehlungen des DJI, Stand der Zahlen 2024.
Stell dir vor, Mia ist 14. Lisa zahlt ihr dann 35 Euro Taschengeld, 20 Euro Handybudget und 50 Euro Kleidungsbudget. Das sind 105 Euro im Monat, 1.260 Euro im Jahr. Die Beträge sind eine Annahme im Beispiel und liegen in den Spannen der Tabelle.
Das Geld gibt Lisa ohnehin aus. Neu ist nur, wer entscheidet. Kauft Mia im März die teuren Turnschuhe, bleibt für den Rest des Frühjahrs weniger übrig. Das ist dieselbe Rechnung, die sie mit 25 bei der ersten eigenen Wohnung machen muss.

Samiras Blick
Samira Harkat
„Viele Erwachsene, die zu mir kommen, haben nie gelernt, Geld einzuteilen. Sie haben gelernt, dass es irgendwie reicht oder eben nicht. Taschengeld ist der Ort, an dem dieser Unterschied entsteht. Kinder übernehmen dabei weniger, was wir über Geld sagen, als das, was wir vorleben. Wer als Mutter oder Vater selbst ein klares System hat, muss Finanzbildung kaum erklären. Das Kind sieht sie jeden Monat.“
Was passiert mit Geldgeschenken und dem ersten Nebenjob?
Die kurze Antwort: Geldgeschenke besprecht ihr gemeinsam und teilt sie am besten auf. Lohn aus einem Nebenjob steht Jugendlichen in der Regel frei zur Verfügung.
Geldgeschenke in drei Teile
Zum Geburtstag kommen von Großeltern, Patinnen und Paten schnell größere Beträge zusammen. Eine bewährte Aufteilung hat drei Teile: ein Teil zum Ausgeben, ein Teil zum Ansparen für etwas Größeres und ein Teil für langfristiges Sparen.
Stell dir vor, Mia bekommt zum 8. Geburtstag 60 Euro. 20 Euro gibt sie gleich aus, 20 Euro spart sie fürs neue Fahrrad, 20 Euro kommen auf ihr Sparkonto. So lernt sie früh, dass Geld verschiedene Aufgaben haben kann.
Sparen auf den Namen deines Kindes
Legst du ein Sparkonto, einen Sparplan oder ein Kinderdepot auf den Namen deines Kindes an, gehört das Geld dem Kind. Es nutzt dann seinen eigenen Sparerpauschbetrag: 1.000 Euro Kapitalerträge im Jahr bleiben steuerfrei.
Hat dein Kind sonst keine Einkünfte, kann zusätzlich der Grundfreibetrag greifen. Das ist der Teil des Einkommens, auf den keine Einkommensteuer anfällt, 2026 sind das 12.348 Euro. Mehr dazu in Steuern auf Kapitalerträge.
Die Kehrseite: Bis zur Volljährigkeit verwaltest du das Geld und musst es wirtschaftlich anlegen. Mit 18 entscheidet dein Kind selbst. Willst du darüber bestimmen, wofür das Geld später verwendet wird, spar auf deinen eigenen Namen.
Der erste Nebenjob
Kinder unter 13 Jahren dürfen grundsätzlich nicht arbeiten. Ab 13 sind leichte, für Kinder geeignete Tätigkeiten erlaubt, wenn die Eltern einwilligen. Höchstens zwei Stunden am Tag, nicht zwischen 18 und 8 Uhr und nicht vor oder während des Unterrichts.
Jugendliche ab 15, die noch vollzeitschulpflichtig sind, dürfen außerdem in den Schulferien arbeiten, höchstens vier Wochen im Kalenderjahr. Beides regelt § 5 des Jugendarbeitsschutzgesetzes.
Den Lohn darf dein Kind in der Regel frei verwenden. Du kannst beraten, aber nicht bestimmen. Hast du dem Arbeitsvertrag zugestimmt, darf es allein ein Konto für den Lohn eröffnen und den Lohn bar abheben. Überweisungen brauchen weiter deine Zustimmung.
Was tust du jetzt?
Die kurze Antwort: Das hängt davon ab, wie alt dein Kind ist und was es schon selbst zahlt. Jede Stufe hat ihren nächsten Schritt.
1
Das kannst du so lassen
Dein Kind bekommt regelmäßig einen festen Betrag, ihr habt besprochen, was es davon zahlt, und du springst nicht ein, wenn es leer ist. Dann passt das System. Prüfe die Höhe einmal im Jahr, am besten zum Geburtstag.
2
Wenn dein Kind noch kein Taschengeld bekommt
Fang mit einem kleinen Betrag pro Woche an, bar und an einem festen Tag. Zum Schulstart ist ein guter Zeitpunkt, weil dein Kind dann zählen lernt.
3
Wenn das Geld immer sofort weg ist
Bleib beim Betrag und beim Tag. Frag dein Kind nach einer Woche, was es anders machen würde. Eine Spardose für ein Ziel, das es sich selbst aussucht, hilft beim Warten.
4
Wenn dein Kind 12 oder älter ist
Stell auf ein Jugendgirokonto ohne Überziehung um und richte einen Dauerauftrag ein. Danach übergib Schritt für Schritt ein erstes Budget, zum Beispiel für das Handy.
5
Wenn größere Geldgeschenke kommen
Teilt sie gemeinsam auf. Bevor du langfristig auf den Namen deines Kindes sparst, kläre, ob dein Kind mit 18 frei darüber verfügen soll. Und ob eure eigene Absicherung und Rücklage schon stehen.
Steht das Fundament eurer Familie, während dein Kind sparen lernt?
Bevor Geld für dein Kind angelegt wird, sollten Haftpflicht, Einkommensschutz und Rücklage der Familie passen. Wir schauen mit dir, ob eure Verträge noch zu eurem Leben mit Kind passen. Die Prüfung ist unabhängig davon, ob am Ende ein neuer Vertrag steht.
Beratung durch die FemininFinance GmbH & Co. KG, Versicherungsmaklerin nach § 34d Abs. 1 GewO, Register-Nr. D-TAJS-4I8JO-48, und ihre Kooperationspartner:innen mit eigener Erlaubnis und eigener Registrierung bei der IHK.
Häufig gestellte Fragen
Nach den Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts, Stand 2024, sind mit 8 Jahren 3 bis 3,50 Euro pro Woche üblich. Die Werte sind Orientierung. Entscheidend ist, was dein Kind davon selbst bezahlen soll und was ihr euch leisten könnt.
Die Empfehlung lautet nein. Taschengeld ist kein Erziehungsmittel. Es soll verlässlich kommen und nicht an Noten oder Verhalten hängen. Sonst lernt dein Kind, dass Geld ein Druckmittel ist, und nicht, wie man es einteilt.
Ist dein Kind mindestens 7 Jahre alt und hat es den Kauf sofort und vollständig mit seinem Taschengeld bezahlt, ist der Kauf wirksam. Das regelt § 110 BGB. Bei Kindern unter 7 Jahren ist ein Kauf ohne Zustimmung der Eltern nicht wirksam.
Ein Jugendgirokonto ohne Überziehung ist ab etwa 12 Jahren sinnvoll. Für die Eröffnung, für Überweisungen, Abhebungen und eine Bankkarte braucht dein Kind die Zustimmung der Eltern. Ins Minus gehen kann es allein nicht.
In der Regel ihr. Einkünfte aus einem Nebenjob stehen Jugendlichen zur freien Verfügung. Du kannst beraten, wie sie das Geld einteilt, zum Beispiel in Ausgeben, Ansparen und langfristiges Sparen.
Quellen: § 110 BGB, Bewirken der Leistung mit eigenen Mitteln, dejure.org, Stand 2026, geprüft am 11.10.2026 · § 5 JArbSchG, Verbot der Beschäftigung von Kindern, lxgesetze.de, Stand 2026, geprüft am 11.10.2026 · § 32a EStG, Einkommensteuertarif, dejure.org, Stand 2026, geprüft am 11.10.2026 · Die Taschengeldtabelle 2025 nach den Empfehlungen des DJI, Kreisjugendamt Ebersberg, Stand 2025, geprüft am 11.10.2026 · Bankgeschäfte mit Minderjährigen: Eltern müssen meistens zustimmen, Verbraucherzentrale, Stand 10.12.2025, geprüft am 11.10.2026 · Sinnvoll für Kinder und Enkelkinder sparen, Verbraucherzentrale, Stand 04.07.2025, geprüft am 11.10.2026
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