Zum Inhalt springen
Was zählt.Der Ratgeber von FemininFinance
Lebensphasen

Arbeit und Einkommen

BerufsstartJobwechselTeilzeitJobverlustAuszeitSelbstständig

Liebe und Partnerschaft

ZusammenziehenHeiratTrennungVerwitwetOhne Trauschein

Kinder und Familie

KinderwunschKindZweites KindKindervorsorgeAlleinerziehendPatchworkKinder und GeldVolljährigLeeres Nest

Gesundheit und Fürsorge

KrankLanger AusfallPflegeEigene Pflege

Rente und Alter

RenteRuhestandNachlass

Vermögen

VermögenMehr EinkommenEigenheimKapitalanlageErbe

Finanzorganisation

Finanzen im BlickBudgetplanerKontenmodell
Alle auf einen Blick
System trippelnSo ist der Ratgeber gedacht
Wenn ein Kind kommt
Was ein Kind im ersten Jahr wirklich kostet: Illustration zum Thema

Was ein Kind im ersten Jahr wirklich kostet

Samira HarkatSamira HarkatStand: 15. Oktober 2026

Wer ausrechnet, was ein Kind im ersten Jahr kostet, denkt an Kinderwagen, Windeln und Babykleidung. Diese Ausgaben sind real, aber sie sind nicht der größte Posten.

Der größte Posten steht auf keinem Kassenzettel. Es ist das Gehalt, das im ersten Jahr fehlt. Hier liest du, wie groß diese Lücke wirklich ist, was der Staat davon auffängt und wie du das Jahr so planst, dass es dich nicht überrascht.

Betrifft dich, wenn du dir ein Kind wünschst ein Kind kommt noch ein Kind kommt

Das Wichtigste in Kürze

  • Für ein kleines Kind gaben Familien im Schnitt 679 Euro im Monat aus (Stand 2018). Das Kindergeld von 259 Euro deckt davon gut ein Drittel.
  • Der größere Posten ist das fehlende Gehalt. Elterngeld ersetzt bei mittlerem Einkommen nur 65 Prozent deines Nettos und höchstens 1.800 Euro im Monat.
  • Bei 2.500 Euro Netto fehlen dir so rund 875 Euro im Monat, über zehn Monate Elterngeld also rund 8.750 Euro.
  • Elterngeld ist steuerfrei, erhöht aber den Steuersatz auf dein übriges Einkommen. Im Jahr danach kann eine Steuernachzahlung kommen.
  • Plane das erste Jahr als Budget mit zwei Seiten: was weniger reinkommt und was mehr rausgeht. Die Lücke deckt eine Rücklage, die Partnerin oder der Partner oder ein bewusst gekürztes Budget.

So gehst du vor

  • Rechne dein Elterngeld grob aus: 65 Prozent deines Nettos, höchstens 1.800 Euro. Die Differenz zum heutigen Netto ist deine Monatslücke.
  • Prüfe, ob sich dein Elterngeld vor der Geburt noch beeinflussen lässt: Elterngeld: der größte Hebel liegt vor der Schwangerschaft.
  • Leg für die Lücke und eine mögliche Steuernachzahlung eine eigene Rücklage an: Kontenmodell mit vier Konten.
  • Plane das Familienbudget für das erste Jahr neu: Budgetplaner in vier Schritten.
  • Kläre, welche Fristen bei Versicherungen in der Elternzeit laufen: die vier Fristen, die zählen. Oder sprich mit uns in der Beratung.
Inhalt
  1. Was kostet ein Kind im ersten Jahr wirklich?
  2. Beispiel: So sieht das bei Lisa aus
  3. Wie viel geben Familien für ein kleines Kind aus?
  4. Wie viel Einkommen fehlt im ersten Jahr?
  5. Was zahlt der Staat im ersten Jahr dazu?
  6. Warum kann nach dem Elterngeld eine Steuernachzahlung kommen?
  7. Wie planst du das erste Jahr, damit es dich nicht überrascht?
  8. Was tust du jetzt?
  9. Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Kind im ersten Jahr wirklich?

Die kurze Antwort: Die Ausgaben für das Kind sind der kleinere Teil. Der größere Teil ist das Einkommen, das wegfällt, solange du in Elternzeit bist und Elterngeld bekommst.

Ein Kind kommt. Damit ändern sich im ersten Jahr zwei Seiten deines Haushalts gleichzeitig. Auf der Ausgabenseite kommt etwas dazu: Windeln, Kleidung, Ausstattung, später die Betreuung. Auf der Einnahmenseite fällt etwas weg: ein Teil deines Gehalts.

Die meisten Kostenlisten zeigen nur die erste Seite. Das ist verständlich, denn Ausgaben sieht man. Ein fehlendes Gehalt sieht man nicht. Es taucht auf keinem Kassenbon auf, sondern nur als Zahl, die auf dem Konto nicht mehr ankommt.

In unserer Finanzplanung zählt eine Schwangerschaft darum zu den lebensverändernden Risiken. Das ist keine Wertung. Es heißt nur: Einkommen, Kosten und Zuständigkeiten verschieben sich auf einmal. Die finanzielle Seite ist dabei die einzige, die du vorher planen kannst.

Beispiel: So sieht das bei Lisa aus

Lisa Logisch ist unsere Beispielperson. Sie ist erfunden, ihr Verlauf ist alltagsecht.

  • Mit 24Lisa startet als Projektmanagerin und schließt zum Berufsstart eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit 1.500 Euro Monatsrente ab.
  • Mit 31Sie arbeitet Vollzeit für 3.850 Euro brutto, das sind 2.500 Euro netto. Ihre Fixkosten liegen bei 1.600 Euro im Monat.
  • Stell dir vor · 31Lisa bekommt ein Kind und plant ein Jahr Elternzeit. Die ersten zwei Monate nach der Geburt läuft der Mutterschutz.
  • Im Beispiel jetzt · 31Lisa setzt sich mit ihrem Budget hin und rechnet das erste Jahr durch, Monat für Monat.

Zuerst rechnet Lisa ihr Elterngeld aus, vereinfacht mit 65 Prozent ihres Nettos. Wie sich dieser Satz ergibt, steht weiter unten. Das sind 1.625 Euro im Monat. Ihr fehlen damit 875 Euro gegenüber ihrem Gehalt.

Dann rechnet sie die Ausgaben für das Kind. Sie nimmt den amtlichen Durchschnitt für Kinder bis 6 Jahre: 679 Euro im Monat, Stand 2018. Davon zieht sie das Kindergeld von 259 Euro ab. Es bleiben 420 Euro, die ihr Kind sie im Monat netto kostet.

Jetzt legt sie beides nebeneinander. In einem Monat mit Elterngeld kommen 1.625 Euro Elterngeld und 259 Euro Kindergeld rein, zusammen 1.884 Euro. Raus gehen 1.600 Euro Fixkosten und 679 Euro für das Kind, zusammen 2.279 Euro.

Lisa fehlen also 395 Euro in jedem Elterngeld-Monat, ohne dass sie einen Euro für sich selbst ausgegeben hat. Kleidung, Lebensmittel und alles andere sind in ihren Fixkosten noch gar nicht drin.

Lisas erstes JahrRechnungBetrag
Fehlendes Gehalt, 10 Monate Elterngeld10 × 875 €8.750 €
Ausgaben für das Kind, 12 Monate12 × 679 €8.148 €
minus Kindergeld, 12 Monate12 × 259 €− 3.108 €
Wirkung auf Lisas Haushalt13.790 €

Von den 13.790 Euro sind 8.750 Euro fehlendes Gehalt. Das ist deutlich mehr als die 5.040 Euro, die das Kind selbst nach Kindergeld kostet. Genau das ist der Punkt, den Lisa vorher nicht gesehen hätte.

In den zwei Monaten Mutterschutz sieht ihre Rechnung anders aus, denn dann gibt es Mutterschaftsgeld und einen Zuschuss vom Arbeitgeber.

Wie viel geben Familien für ein kleines Kind aus?

Die kurze Antwort: Für ein Kind bis 6 Jahre lagen die Ausgaben im Schnitt bei 679 Euro im Monat. Das ist der Stand von 2018.

Die Zahlen stammen vom Statistischen Bundesamt. Paare mit einem Kind gaben 2018 im Schnitt 763 Euro im Monat für das Kind aus. Alleinerziehende gaben 710 Euro aus. Für sie war das gut ein Drittel ihrer gesamten Konsumausgaben, genau 35 Prozent.

Mit dem Alter steigt der Betrag. Bei Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren waren es 953 Euro im Monat. Das erste Jahr ist also nicht das teuerste Jahr. Es ist aber das Jahr, in dem sich die meisten Dinge auf einmal ändern.

Ausgaben für ein Kind im MonatBetragStand
Kind bis 6 Jahre679 €2018
Paar mit einem Kind, Durchschnitt763 €2018
Alleinerziehend, Durchschnitt710 €2018
Kind von 12 bis 17 Jahren953 €2018

Seit 2018 sind die Preise gestiegen. Rechne die 679 Euro deshalb als Untergrenze, nicht als Obergrenze. Wie viel es bei dir wird, hängt stark daran, was ihr gebraucht kauft, was ihr geschenkt bekommt und wann die Betreuung beginnt.

Wie viel Einkommen fehlt im ersten Jahr?

Die kurze Antwort: Bei einem mittleren Einkommen ersetzt das Elterngeld 65 Prozent deines Nettos. Rund ein Drittel deines Gehalts fehlt also in jedem Monat mit Elterngeld.

Das Elterngeld ist der Lohnersatz des Staates für die Zeit, in der du dein Kind betreust und weniger oder gar nicht arbeitest. Es richtet sich nach deinem Nettoeinkommen vor der Geburt.

Der Grundsatz lautet 67 Prozent. Über 1.200 Euro Netto sinkt der Satz schrittweise und liegt ab rund 1.240 Euro bei 65 Prozent. Unter 1.000 Euro Netto steigt er, bis auf 100 Prozent. Das Basiselterngeld beträgt mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro im Monat.

Der Höchstbetrag ist die Stelle, an der es für viele teuer wird. Bei 3.000 Euro Netto würden 65 Prozent 1.950 Euro ergeben. Ausgezahlt werden aber höchstens 1.800 Euro. Es fehlen also 1.200 Euro im Monat, nicht nur ein Drittel.

Netto vor der GeburtElterngeld (vereinfacht)Fehlt im Monat
2.000 €1.300 €700 €
2.500 €1.625 €875 €
3.000 €1.800 € (Höchstbetrag)1.200 €
3.500 €1.800 € (Höchstbetrag)1.700 €

Die Tabelle ist eine Näherung. Die Elterngeldstelle rechnet nicht mit dem Netto auf deiner Gehaltsabrechnung, sondern mit einem eigenen, pauschal ermittelten Netto. Für die Planung reicht die Näherung aus.

Eine Sache wird oft übersehen. Die Monate mit Mutterschaftsgeld direkt nach der Geburt zählen als Elterngeldmonate der Mutter. Sie gehen also von den Elterngeldmonaten ab, auch wenn in dieser Zeit meist kein Elterngeld ausgezahlt wird.

Was zahlt der Staat im ersten Jahr dazu?

Die kurze Antwort: Kindergeld von 259 Euro im Monat, Elterngeld als Lohnersatz und steuerliche Freibeträge. Zusammen fangen sie einen Teil auf, aber nicht die ganze Lücke.

1

Kindergeld

Das Kindergeld beträgt 2026 für jedes Kind 259 Euro im Monat. Es ist für alle Eltern gleich hoch, egal wie viel ihr verdient. Im ersten Jahr sind das 3.108 Euro.

2

Kinderfreibetrag

Statt des Kindergelds kann steuerlich der Kinderfreibetrag wirken. Das ist ein Betrag, auf den du keine Einkommensteuer zahlst. Je Elternteil sind es 3.414 Euro, dazu 1.464 Euro für Betreuung, Erziehung oder Ausbildung. Bei gemeinsamer Veranlagung verdoppeln sich beide auf zusammen 9.756 Euro im Jahr.

3

Elterngeld

Das Elterngeld ersetzt einen Teil deines Gehalts, zwischen 300 und 1.800 Euro im Monat. Es ist der größte staatliche Baustein im ersten Jahr. Wie viel du bekommst, hängt fast nur an deinem Einkommen vor der Geburt.

4

Kinderbetreuungskosten

Kommt dein Kind in die Kita oder zur Tagesmutter, kannst du 80 Prozent der Kosten von der Steuer absetzen, höchstens 4.800 Euro je Kind. Das gilt für Kinder unter 14 Jahren. Kosten für Unterricht, Sport oder Freizeit zählen nicht dazu.

Dazu kommt die Rente. Für Kinder ab Geburtsjahr 1992 schreibt dir die Rentenversicherung bis zu 36 Monate Kindererziehungszeit gut. Ihr könnt die Zeit zwischen euch aufteilen, auch Väter können sie bekommen. Das kostet dich nichts, aber du solltest wissen, bei wem die Zeit landet.

Rechner: Was kostet ein Kind wirklich?

Hier rechnest du bald selbst nach: wie groß deine Lücke im ersten Jahr ist, wenn du Elterngeld, Kindergeld und deine eigenen Ausgaben einträgst.

Lücke berechnen

Warum kann nach dem Elterngeld eine Steuernachzahlung kommen?

Die kurze Antwort: Elterngeld ist steuerfrei, erhöht aber den Steuersatz auf dein übriges Einkommen. Das heißt Progressionsvorbehalt, und er führt oft zu einer Nachzahlung.

So funktioniert es: Das Finanzamt rechnet dein Elterngeld zum Einkommen dazu, nur um deinen Steuersatz zu bestimmen. Dieser höhere Satz gilt dann für dein Gehalt aus den Monaten, in denen du gearbeitet hast. Das Elterngeld selbst bleibt steuerfrei.

Dasselbe gilt für Mutterschaftsgeld und den Zuschuss vom Arbeitgeber. Im Jahr der Geburt kommen also oft mehrere solcher Leistungen zusammen.

Die Nachzahlung kommt nicht im ersten Jahr, sondern mit dem Steuerbescheid danach. Genau dann, wenn das Elterngeld schon ausgelaufen ist. Plane sie darum gleich mit ein.

Tipp

Leg vom ersten Elterngeld-Monat an einen kleinen festen Betrag auf ein eigenes Konto für die Steuer. Wie hoch die Nachzahlung wird, hängt an deinem übrigen Einkommen und dem deiner Partnerin oder deines Partners. Ein Probelauf in einer Steuersoftware zeigt es dir, bevor der Bescheid kommt.

Wie planst du das erste Jahr, damit es dich nicht überrascht?

Die kurze Antwort: Mit einer Rechnung auf zwei Seiten und einer klaren Antwort darauf, wer die Lücke trägt. Für jedes Risiko gibt es drei Wege: absichern, puffern oder bewusst in Kauf nehmen.

Beim fehlenden Gehalt heißt puffern: eine Rücklage, die du vor der Geburt aufbaust und die nur für dieses Jahr da ist. Sie liegt auf einem eigenen Tagesgeldkonto, getrennt von deinem Alltag. So siehst du jeden Monat, wie viel noch da ist.

Lebt ihr zu zweit, kommt die Frage dazu, wer die Lücke trägt. Ein Weg, der sich in unserer Beratung bewährt hat: Gemeinsame Kosten laufen über ein gemeinsames Konto, und jede Person zahlt im Verhältnis zu ihrem Einkommen ein. Sinkt dein Einkommen im Elternjahr, sinkt auch dein Anteil.

Ein Beispiel: Gemeinsame Fixkosten von 1.500 Euro, du hast 1.625 Euro Elterngeld, dein Partner oder deine Partnerin 2.500 Euro netto. Zusammen sind das 4.125 Euro. Dein Anteil liegt dann bei rund 39 Prozent, also gut 590 Euro statt 750 Euro bei halbe-halbe.

Was dabei nicht unter den Tisch fallen darf, ist deine eigene Vorsorge. Sie bleibt deine, auch im Elternjahr. Was Teilzeit und Pausen langfristig für deine Rente bedeuten, steht in Was Teilzeit deine Rente kostet.

Der häufigste Denkfehler: „Wir sparen schon für die Erstausstattung, dann passt das.“ Die Erstausstattung kaufst du einmal. Das fehlende Gehalt fehlt jeden Monat, bei Lisa zehn Monate lang. Wer nur für den Kinderwagen spart, hat für den größeren Posten noch keinen Plan.

Darum gehört die Monatslücke an den Anfang jeder Planung, nicht ans Ende. Erst wenn klar ist, wovon ihr im Elternjahr lebt, lohnt sich die Liste mit den Einkäufen.

Samira Harkat, Versicherungsmaklerin

Samiras Blick

Samira Harkat

„In der Beratung höre ich oft: Wir haben genau ausgerechnet, was das Baby kostet. Und dann zeigt sich, dass die Liste nur die Einkäufe enthält. Ich finde das sehr menschlich. Ausgaben fühlen sich wie Vorbereitung an, ein fehlendes Gehalt nicht. Darum frage ich nie zuerst nach dem Kinderzimmer. Ich frage: Von welchem Konto lebt ihr im siebten Monat? Wenn darauf eine ruhige Antwort kommt, ist das erste Jahr gut geplant.“

Was tust du jetzt?

Die kurze Antwort: Das hängt davon ab, wie groß deine Monatslücke ist und wer sie tragen kann. Lege das fest, bevor das Kind da ist.

1

Das kannst du so lassen

Deine Einnahmen im Elternjahr, also Elterngeld, Kindergeld und das Einkommen deiner Partnerin oder deines Partners, decken eure Fixkosten und die Ausgaben für das Kind. Dann prüfe nur noch, ob eine Rücklage für die Steuernachzahlung da ist.

2

Wenn dein Netto über rund 2.770 Euro liegt

Dann greift beim Elterngeld der Höchstbetrag von 1.800 Euro, und deine Lücke wächst mit jedem Euro mehr Gehalt. Rechne mit deinem echten Netto, nicht mit 65 Prozent. Plane die Rücklage entsprechend größer.

3

Wenn ihr zu zweit seid und unterschiedlich viel verdient

Klärt vor der Geburt, wie ihr die gemeinsamen Kosten im Elternjahr aufteilt. Eine Aufteilung nach Einkommen ist fair und lässt sich in einem gemeinsamen Haushaltskonto einfach umsetzen.

4

Wenn du allein erziehst

Dann trägst du die Lücke allein. Die Rücklage ist hier dein wichtigster Baustein. Plane sie vor der Geburt und rechne ehrlich mit dem Betrag, der dir jeden Monat fehlt.

5

Wenn du die Lücke nicht schließen kannst

Kürze bewusst und rechtzeitig, statt aus Versehen ins Minus zu laufen. Oder verkürze die Zeit ohne Gehalt. Beides ist eine Entscheidung, die dir zusteht. Du sollst nur wissen, was sie kostet.

Wo steckt Geld für dein Elternjahr in deinen Versicherungen?

Im Jahr mit Kind zählt jeder Euro. Wir prüfen deine Verträge auf Beiträge, die du senken oder stunden kannst, ohne den Schutz zu verlieren, den du mit Kind brauchst. Die Prüfung ist unabhängig davon, ob am Ende ein neuer Vertrag steht.

Beiträge prüfen lassen

Rückrufbitte

Beratung durch die FemininFinance GmbH & Co. KG, Versicherungsmaklerin nach § 34d Abs. 1 GewO, Register-Nr. D-TAJS-4I8JO-48, und ihre Kooperationspartner:innen mit eigener Erlaubnis und eigener Registrierung bei der IHK.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel kostet ein Baby im ersten Jahr insgesamt?

Für ein Kind bis 6 Jahre gaben Familien 2018 im Schnitt 679 Euro im Monat aus, über ein Jahr also 8.148 Euro. Davon deckt das Kindergeld 3.108 Euro. Dazu kommt das fehlende Gehalt: Bei 2.500 Euro Netto sind das über zehn Monate Elterngeld rund 8.750 Euro.

Reicht das Elterngeld zum Leben?

Das hängt an deinem Gehalt und deinen Fixkosten. Elterngeld ersetzt bei mittlerem Einkommen 65 Prozent deines Nettos, höchstens 1.800 Euro. Rechne aus, ob Elterngeld und Kindergeld deine Fixkosten und die Ausgaben fürs Kind decken.

Muss ich auf Elterngeld Steuern zahlen?

Nein, Elterngeld ist steuerfrei. Es erhöht aber den Steuersatz auf dein übriges Einkommen. Deshalb kommt nach dem Elternjahr oft eine Steuernachzahlung.

Ist das Kindergeld vom Einkommen abhängig?

Nein. Das Kindergeld beträgt 2026 für jedes Kind 259 Euro im Monat, egal wie viel du verdienst.

Ab wann kann ich Kita-Kosten von der Steuer absetzen?

Sobald du für die Betreuung zahlst. Absetzbar sind 80 Prozent der Kosten, höchstens 4.800 Euro je Kind, für Kinder unter 14 Jahren. Unterricht, Sport und Freizeit zählen nicht dazu.

Quellen: §§ 2, 4 BEEG, Höhe des Elterngeldes und Bezugsdauer, dejure.org, Stand 2026, geprüft am 11.10.2026 · § 32b EStG, Progressionsvorbehalt, dejure.org, Stand 2026, geprüft am 11.10.2026 · §§ 10, 32 EStG, Kinderbetreuungskosten und Kinderfreibetrag, dejure.org, Fassung ab 01.01.2026, geprüft am 11.10.2026 · Kindergeld, Leistungsbeschreibung, FIM-Portal, freigegeben 31.03.2026, geprüft am 11.10.2026 · 763 Euro im Monat geben Paare mit einem Kind für den Nachwuchs aus, Statistisches Bundesamt, Daten 2018, geprüft am 11.10.2026 · FAQ Mütterrente III und Kindererziehungszeiten, Deutsche Rentenversicherung, Stand 16.01.2026, geprüft am 11.10.2026

Haftungsausschluss: Dieser Artikel ist allgemeine Information und ersetzt keine persönliche Beratung. Welche Lösung zu dir passt, hängt von deiner Situation ab. Darüber sprechen wir am besten direkt. Alles Weitere steht im Haftungsausschluss.

Werbung: Dieser Artikel kann Werbelinks enthalten. Sie sind mit * markiert. Schließt du darüber etwas ab, bekommen wir vielleicht eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.

Unsere Beratung: Wir sind Versicherungsmaklerin. Vermitteln wir dir einen Vertrag, bekommen wir vom Versicherer eine Vergütung, die Courtage. Sie steckt im Beitrag. Vermittelt eine unserer Kooperationspartner:innen, bekommt sie die Courtage. Ob wir davon einen Anteil bekommen, ist unterschiedlich. Die Prüfung deines Vertrags ist unabhängig davon, ob am Ende ein neuer Vertrag steht. Mehr dazu: So verdienen wir Geld.

Tipps unter Fachkolleg:innen: Das erste Jahr mit Kind

Für Versicherungsvermittlerinnen und -vermittler, Finanzberaterinnen und -berater mit IHK-Registrierung

  • Wenn Kundinnen oder Kunden ein Kind erwarten, lohnt neben der Erstausstattung ein gemeinsamer Blick auf die Monatslücke im Elternjahr.
  • Im Jahresgespräch nach der Geburt passt die Frage nach der Steuernachzahlung durch den Progressionsvorbehalt. Sie kommt oft überraschend.
  • Bei Paaren hilft es, die Aufteilung der gemeinsamen Kosten im Elternjahr offen anzusprechen.

So arbeiten wir mit Berater:innen zusammen

Nächster Artikel

Inhalt

    Vertrag prüfen lassen ›

    Hier findest du uns

    Finanzberatung für dichRückrufbitteFür Berater:innenInstagramLinkedIn
    FemininFinance

    Freie Finanz- und Versicherungsberatung für Frauen, die selbst verstehen und selbst entscheiden wollen.

    Beratung

    • Berufsunfähigkeitsversicherung
    • Dienstunfähigkeitsversicherung
    • Grundfähigkeitsversicherung
    • Krankentagegeld
    • Private Krankenversicherung
    • Krankenzusatzversicherung
    • Pflegezusatzversicherung
    • Altersvorsorge & Rente
    • Vermögensaufbau
    • Immobilie & Finanzierung

    Lebensphasen

    • Elternzeit & Teilzeit
    • Jobwechsel
    • Selbstständigkeit
    • Eigenheim
    • Trennung
    • Pflege
    • Weitere Lebensphasen

    Zweitmeinung

    • Berufsunfähigkeit
    • Dienstunfähigkeit
    • Private Krankenversicherung
    • Altersvorsorge
    • Alle Policen

    Rechner & Tools

    • Unabhängigkeits-Check
    • Rentenlücken-Rechner
    • Gehaltsausgleich- & Care-Rechner
    • Finanzcheck-PDF
    • Alle Rechner und Tools

    Ratgeber „Was zählt.“

    • Zum Ratgeber
    • Arbeit und Einkommen
    • Liebe und Partnerschaft
    • Kinder und Familie
    • Gesundheit und Fürsorge
    • Rente und Alter
    • Vermögen und Wohnen
    • Finanzorganisation
    • So ist der Ratgeber gedacht

    Unternehmen

    • Über uns
    • Wissen
    • Kontakt
    • FAQ
    • Rückrufbitte
    • So verdienen wir Geld
    • Instagram
    • LinkedIn

    Rechtliches

    • Impressum
    • Datenschutz
    • AGB
    • Widerrufsbelehrung
    • Haftungsausschluss
    • Erstinformation
    • Transparenzverordnung
    • Beschwerdemanagement
    Du bist Maklerin oder Makler? → Für Maklerinnen und Makler

    FemininFinance GmbH & Co. KG · § 34d GewO · Reg.-Nr. D-TAJS-4I8JO-48 · HRA 28456, Amtsgericht Düsseldorf

    © 2026 FemininFinance. Konzept des Ratgebers „Was zählt.“ und der Ansatz „Lage, Zahl, Entscheidung“ von Samira Harkat und Susanne Bartels.