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Gehalt verhandeln nach zwei Jahren Pause: Illustration zum Thema

Gehalt verhandeln nach zwei Jahren Pause

Samira HarkatSamira HarkatStand: 15. Oktober 2026

Zwei Jahre warst du raus. Jetzt sitzt du wieder am Schreibtisch, und dein Gehalt steht noch da, wo es vor der Pause stand. Wenn du jetzt Gehalt verhandeln nach der Pause willst, fehlt dir oft das Wichtigste: ein Gefühl dafür, was realistisch ist.

Hier bekommst du dieses Gefühl mit Zahlen. Was der Markt zahlt, was dir das Gesetz beim Rückweg garantiert und was nicht, und warum ein paar Euro mehr pro Monat über die Jahre viel Geld sind.

Betrifft dich, wenn du deine Arbeitszeit reduzierst ein Kind kommt du den Job wechselst

Das Wichtigste in Kürze

  • Frauen verdienen pro Stunde im Schnitt 16 Prozent weniger als Männer. Bereinigt um Beruf, Arbeitszeit und Karrierestufe bleiben 6 Prozent. Pausen wie die Elternzeit kann die Statistik dabei nicht herausrechnen.
  • Deinen Marktwert schätzt du kostenlos mit dem Gehaltsvergleich des Statistischen Bundesamts, nach Beruf, Branche und Bundesland.
  • Zurück zur alten Stundenzahl kommst du sicher nur mit Brückenteilzeit. Bei normaler Teilzeit hast du nur einen Vorrang bei freien Stellen.
  • Jede 100 Euro mehr im Monat sind 1.200 Euro im Jahr und 12.000 Euro in zehn Jahren, ohne jede spätere Erhöhung.
  • Die EU-Regeln zur Gehaltstransparenz sind in Deutschland noch nicht umgesetzt. Bis dahin gilt das alte Auskunftsrecht.

So gehst du vor

  • Schau im Gehaltsvergleich des Statistischen Bundesamts nach, was dein Beruf in deiner Region verdient. Notier die Zahl.
  • Prüf deinen Vertrag: Hast du Brückenteilzeit oder normale Teilzeit vereinbart? Das entscheidet, wie du später wieder aufstockst.
  • Zähl deinen Resturlaub von vor der Elternzeit. Er verfällt nicht einfach.
  • Lies, was dir beim Weg zurück zusteht: Teilzeit und Wiedereinstieg: Rechte, Netto und der Weg zurück. Und was Teilzeit deine Rente kostet: Was Teilzeit deine Rente kostet.
  • Gib dem Gehaltsplus eine feste Aufgabe, zum Beispiel deine Vorsorge: Kontenmodell mit vier Konten. Oder sprich mit uns in der Beratung.
Inhalt
  1. Was ändert sich nach zwei Jahren Pause bei deinem Gehalt?
  2. Womit kannst du beim Gehalt rechnen?
  3. Beispiel: So sieht das bei Lisa aus
  4. Warum zählt eine Pause beim Gehalt doppelt?
  5. Kannst du nach der Teilzeit wieder mehr Stunden verlangen?
  6. Darfst du fragen, was Kolleginnen und Kollegen verdienen?
  7. Was gilt für Urlaub und Kündigungsschutz rund um die Elternzeit?
  8. Was bedeutet die Pause, wenn der Job danach endet?
  9. Was tust du jetzt?
  10. Häufig gestellte Fragen

Was ändert sich nach zwei Jahren Pause bei deinem Gehalt?

Die kurze Antwort: Meist nichts von selbst. Dein Gehalt bleibt oft, wo es war, während der Markt sich weiterbewegt hat. Darum lohnt das Gespräch.

Du kommst aus der Elternzeit zurück, vielleicht in Teilzeit. Du hast in zwei Jahren viel organisiert, nur nicht deine Gehaltsentwicklung. Gehaltsrunden, Beförderungen, neue Kolleginnen und Kollegen: Das lief ohne dich.

Das ist kein persönliches Versäumnis. Es ist die Mechanik einer Pause. Wer nicht da ist, wird in keiner Runde mitgedacht. Die Lücke entsteht leise, und sie bleibt, wenn niemand sie anspricht.

Gleichzeitig ist der Wiedereinstieg ein guter Moment. Du sprichst ohnehin über Stunden, Aufgaben und Abläufe. Das Gehalt gehört in dasselbe Gespräch.

Womit kannst du beim Gehalt rechnen?

Die kurze Antwort: Mit dem, was dein Beruf in deiner Region zahlt. Die Durchschnittswerte des Statistischen Bundesamts geben dir einen ersten Rahmen.

Vollzeitbeschäftigte verdienten im April 2025 im Schnitt 4.784 Euro brutto im Monat. Das sind 28,19 Euro pro Stunde. Der mittlere Jahresverdienst 2025 lag bei 54.066 Euro, Sonderzahlungen eingerechnet.

Der mittlere Wert heißt Median. Die Hälfte verdient mehr, die Hälfte weniger. Er ist ehrlicher als der Durchschnitt, weil sehr hohe Gehälter ihn nicht nach oben ziehen.

KennzahlWertStand
Durchschnitt Vollzeit, brutto im Monat4.784 €April 2025
Durchschnitt Vollzeit, brutto pro Stunde28,19 €April 2025
Median Jahresverdienst mit Sonderzahlungen54.066 €2025
Lohnlücke pro Stunde, unbereinigt16 %2025
Lohnlücke pro Stunde, bereinigt6 %laut Statistischem Bundesamt

Diese Zahlen gelten für alle Berufe zusammen. Für dein Gespräch brauchst du den Wert für deinen Beruf. Das Statistische Bundesamt bietet dafür einen kostenlosen Gehaltsvergleich nach Beruf, Branche und Bundesland.

Wer tiefer schauen will, findet in der Datenbank GENESIS-Online Tabellen nach Beruf und Geschlecht. Die Nummern lauten 62361-0030 bis 62361-0032.

Beispiel: So sieht das bei Lisa aus

Lisa Logisch ist unsere Beispielperson. Sie ist erfunden, ihr Verlauf ist alltagsecht.

  • Mit 24Lisa startet als Projektmanagerin. Zum Berufsstart schließt sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit 1.500 Euro Monatsrente ab.
  • Mit 31Sie arbeitet Vollzeit für 3.850 Euro brutto, 2.500 Euro netto. Bei 40 Wochenstunden, einer Annahme im Beispiel, sind das 22,21 Euro pro Stunde.
  • Stell dir vor · 32Lisa bekommt ein Kind und nimmt zwei Jahre Elternzeit. Ihr Arbeitgeber hat im Beispiel 120 Beschäftigte. Für die Zeit danach beantragt sie rechtzeitig eine Brückenteilzeit.
  • Stell dir vor · 34Sie kommt mit 30 Wochenstunden zurück. Ihr Gehalt: 2.887,50 Euro brutto. Pro Stunde bekommt sie genau so viel wie vor der Pause.
  • Im Beispiel jetzt · 34Im ersten Gespräch nach der Rückkehr will Lisa über ihr Gehalt reden.

Lisa vergleicht zuerst. Ihre 22,21 Euro pro Stunde liegen unter dem Durchschnitt aller Vollzeitbeschäftigten von 28,19 Euro. Das sagt allein noch wenig, denn der Wert mischt alle Berufe. Darum schaut sie im Gehaltsvergleich nach Projektmanagement in ihrer Region.

Sie fragt nach 150 Euro mehr im Monat. Das sind bei 30 Stunden 3.037,50 Euro, also 23,37 Euro pro Stunde. Im Jahr macht das 1.800 Euro, in zehn Jahren 18.000 Euro, ohne jede weitere Erhöhung.

Und der Betrag wächst mit. Wenn Lisa nach der Brückenteilzeit auf 40 Stunden zurückgeht, gilt der neue Stundenlohn. Aus 3.850 Euro werden dann 4.050 Euro. Die 150 Euro von heute sind in Vollzeit 200 Euro.

Noch etwas fällt Lisa auf. Von vor der Elternzeit hat sie im Beispiel 8 Tage Resturlaub. Die muss ihr Arbeitgeber ihr jetzt oder im nächsten Urlaubsjahr gewähren. Auch das gehört in die Planung der ersten Monate.

Tipp

Rechne deine Forderung immer pro Stunde, bevor du ins Gespräch gehst. So vergleichst du Teilzeit und Vollzeit fair. Und du siehst sofort, ob ein Angebot wirklich mehr ist oder nur mehr Stunden.

Warum zählt eine Pause beim Gehalt doppelt?

Die kurze Antwort: Weil die Pause selbst Geld kostet und das Gehalt danach oft langsamer wächst. Ein großer Teil der Lohnlücke entsteht genau hier.

Frauen verdienten 2025 pro Stunde im Schnitt 16 Prozent weniger als Männer. Rechnet man Unterschiede bei Beruf, Branche, Arbeitszeit, Qualifikation und Karrierestufe heraus, bleiben 6 Prozent. Das nennt man den bereinigten Gender Pay Gap.

Das Statistische Bundesamt kann Erwerbspausen wie die Elternzeit dabei nicht berücksichtigen. Die 6 Prozent sind deshalb eine Obergrenze für direkte Lohnbenachteiligung. Der größere Teil der Lücke entsteht über Teilzeit, Pausen und langsamere Karriereschritte.

Daraus folgt eine einfache Überlegung: Jeder Euro, um den dein Gehalt beim Wiedereinstieg niedriger liegt, ist die Basis jeder späteren Erhöhung. Prozentuale Gehaltsrunden rechnen auf diesen Betrag. Und weniger Gehalt bedeutet weniger Rentenpunkte. Mehr dazu in Warum Frauen 433 Euro weniger Rente bekommen.

Der häufigste Denkfehler: „Ich war zwei Jahre weg, da kann ich jetzt nicht fordern.“ Die Pause ändert nichts am Wert deiner Arbeit heute. Du verhandelst nicht über die zwei Jahre. Du verhandelst über das, was du ab jetzt leistest, gemessen an dem, was dein Beruf am Markt bringt.

Kannst du nach der Teilzeit wieder mehr Stunden verlangen?

Die kurze Antwort: Mit Brückenteilzeit ja, automatisch. Mit normaler Teilzeit nur bevorzugt, wenn eine passende Stelle frei ist.

Die Brückenteilzeit ist eine Teilzeit mit festem Ende. Du reduzierst für 1 bis 5 Jahre und kehrst danach automatisch zur alten Stundenzahl zurück. Voraussetzung: Dein Arbeitgeber hat mehr als 45 Beschäftigte, und du bist mehr als 6 Monate im Betrieb.

Bei 46 bis 200 Beschäftigten darf der Arbeitgeber ablehnen, wenn schon eine bestimmte Zahl anderer in Brückenteilzeit ist. Frag also früh.

Hast du normale, unbefristete Teilzeit vereinbart, gibt es kein Recht auf Rückkehr. Du kannst dem Arbeitgeber in Textform sagen, dass du länger arbeiten willst. Dann muss er dich bei freien, passenden Stellen bevorzugen, wenn du mindestens gleich geeignet bist.

Für die Verhandlung heißt das: Bei normaler Teilzeit sind die Stunden selbst Verhandlungssache. Bring sie zusammen mit dem Gehalt auf den Tisch. Mehr zu den Wegen zurück steht in Teilzeit und Wiedereinstieg.

Samira Harkat, Versicherungsmaklerin

Samiras Blick

Samira Harkat

„Viele kommen nach der Elternzeit mit einer Liste zurück, was sie nicht mehr können: nicht mehr so spät, nicht mehr so flexibel. Selten steht auf der Liste, was sie dazugewonnen haben. Wer zwei Jahre ein kleines Kind organisiert hat, priorisiert schneller und verhandelt geduldiger. Ich würde nicht mit dem anfangen, was fehlt. Sondern mit dem, was du ab Montag lieferst, und mit der Zahl, die dafür am Markt gezahlt wird.“

Darfst du fragen, was Kolleginnen und Kollegen verdienen?

Die kurze Antwort: In Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten ja, nach dem Entgelttransparenzgesetz. Die neuen, weiter reichenden EU-Regeln sind in Deutschland noch nicht umgesetzt.

Die EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz hätte bis zum 7. Juni 2026 in deutsches Recht umgesetzt sein müssen. Sie bringt Auskunft über das durchschnittliche Gehalt deiner Vergleichsgruppe, also von Beschäftigten mit gleicher oder gleichwertiger Arbeit.

Außerdem verpflichtet sie Arbeitgeber, schon im Bewerbungsverfahren über das Gehalt zu informieren.

Im Juli 2026 bereitete das Familienministerium den Gesetzentwurf erst vor. Bis das neue Gesetz kommt, gelten die bisherigen Regeln. Danach hast du einen Auskunftsanspruch, wenn dein Betrieb in der Regel mehr als 200 Beschäftigte bei demselben Arbeitgeber hat (§ 12 Entgelttransparenzgesetz).

Lisas Arbeitgeber hat im Beispiel 120 Beschäftigte. Sie hat heute also keinen Anspruch auf diese Auskunft. Ihr bleibt der Gehaltsvergleich des Statistischen Bundesamts als Maßstab.

Was gilt für Urlaub und Kündigungsschutz rund um die Elternzeit?

Die kurze Antwort: Alter Resturlaub bleibt dir erhalten. Für die Elternzeit selbst darf der Arbeitgeber den Urlaub kürzen. Und während der Elternzeit darf er nicht kündigen.

Der Arbeitgeber darf deinen Jahresurlaub für jeden vollen Kalendermonat Elternzeit um ein Zwölftel kürzen. Bei zwei vollen Jahren Elternzeit kann so für diese Zeit der gesamte Urlaub entfallen. Das gilt nicht, wenn du in der Elternzeit bei ihm in Teilzeit arbeitest.

Urlaub, den du vor der Elternzeit nicht genommen hast, verfällt nicht. Der Arbeitgeber muss ihn im laufenden oder im nächsten Urlaubsjahr gewähren. Endet das Arbeitsverhältnis, wird er ausgezahlt.

Beim Kündigungsschutz gilt: Ab der Anmeldung der Elternzeit, frühestens 8 Wochen vor Beginn, und während der Elternzeit darf der Arbeitgeber nicht kündigen. Für Elternzeit nach dem 3. Geburtstag sind es 14 Wochen. Ausnahmen erlaubt nur die zuständige Landesbehörde. Der Schutz gilt auch bei Teilzeit beim selben Arbeitgeber.

Was bedeutet die Pause, wenn der Job danach endet?

Die kurze Antwort: Elternzeit drückt dein Arbeitslosengeld in der Regel nicht. Fehlen aber zu viele Tage mit Gehalt, rechnet die Agentur mit einem fiktiven Wert.

Manchmal führt eine gescheiterte Verhandlung zu der Frage, ob du gehst. Dann ist gut zu wissen, wie die Agentur für Arbeit dein Arbeitslosengeld berechnet.

Zeiten mit Elterngeld, mit Erziehung eines Kindes unter 3 oder mit Pflegezeit bleiben bei der Berechnung außen vor, wenn sie dein Gehalt gesenkt haben. Unter Bedingungen gilt das auch für eine Teilzeit, die dauerhaft um mindestens 5 Stunden auf unter 80 Prozent gesenkt wurde.

Hast du aber in zwei Jahren keine 150 Tage mit Gehalt, rechnet die Agentur mit einem fiktiven Entgelt. Es richtet sich nach deiner Qualifikation, nicht nach deinem letzten Gehalt. Das kann deutlich weniger sein als früher. Mehr zur Lage nach einem Jobverlust in Wenn du deinen Job verlierst.

Was tust du jetzt?

Die kurze Antwort: Das hängt davon ab, wo dein Gehalt im Vergleich liegt und welche Teilzeit du vereinbart hast.

1

Das kannst du so lassen

Dein Stundenlohn liegt im Gehaltsvergleich für deinen Beruf und deine Region im üblichen Rahmen, und du hast Brückenteilzeit. Dann reicht es, das Gehalt in der nächsten regulären Runde anzusprechen.

2

Wenn dein Stundenlohn unter dem Vergleichswert liegt

Geh mit der Zahl aus dem Gehaltsvergleich ins Gespräch. Rechne deine Forderung pro Stunde und zeig, was sie über zehn Jahre bedeutet. Fang mit dem an, was du ab jetzt leistest.

3

Wenn du normale Teilzeit ohne Rückkehrrecht hast

Verhandle Stunden und Gehalt zusammen. Teile schriftlich mit, dass du später wieder mehr arbeiten willst. Dann muss dein Arbeitgeber dich bei freien, passenden Stellen bevorzugen, wenn du mindestens gleich geeignet bist.

4

Wenn sich nichts bewegt

Prüf, ob ein Wechsel mehr bringt. Rechne vorher durch, was ein Jobende für dein Arbeitslosengeld hieße. Und gib jedem Gehaltsplus eine feste Aufgabe, damit es nicht im Alltag verschwindet.

Wohin mit dem Gehaltsplus?

Steigt dein Gehalt, lohnt ein Blick auf Vorsorge und Absicherung, etwa ob deine Berufsunfähigkeitsrente noch zu deinem Einkommen passt. Wir prüfen mit dir, wo das Plus am meisten bewirkt. Die Prüfung ist unabhängig davon, ob am Ende ein neuer Vertrag steht.

Absicherung prüfen lassen

Rückrufbitte

Beratung durch die FemininFinance GmbH & Co. KG, Versicherungsmaklerin nach § 34d Abs. 1 GewO, Register-Nr. D-TAJS-4I8JO-48, und ihre Kooperationspartner:innen mit eigener Erlaubnis und eigener Registrierung bei der IHK.

Häufig gestellte Fragen

Ich komme nach zwei Jahren Elternzeit zurück. Darf ich sofort mehr Gehalt verlangen?

Fragen darfst du jederzeit. Einen Anspruch auf eine Erhöhung gibt es nicht. Gute Grundlage ist der Gehaltsvergleich des Statistischen Bundesamts für deinen Beruf, deine Branche und dein Bundesland.

Kann ich nach der Teilzeit einfach wieder Vollzeit arbeiten?

Nur mit Brückenteilzeit kehrst du automatisch zur alten Stundenzahl zurück. Bei normaler Teilzeit musst du bei freien passenden Stellen bevorzugt werden, wenn du dem Arbeitgeber in Textform mitteilst, dass du mehr arbeiten willst.

Verfällt mein Urlaub, wenn ich in Elternzeit gehe?

Resturlaub von vor der Elternzeit bleibt erhalten. Der Arbeitgeber muss ihn im laufenden oder nächsten Urlaubsjahr gewähren. Für die Elternzeit selbst darf er pro vollem Monat ein Zwölftel kürzen, außer du arbeitest bei ihm in Teilzeit.

Darf ich erfahren, was meine Kolleginnen und Kollegen verdienen?

In Betrieben mit in der Regel mehr als 200 Beschäftigten hast du nach dem Entgelttransparenzgesetz einen Auskunftsanspruch. Die EU-Richtlinie mit weiter reichenden Rechten ist in Deutschland noch nicht umgesetzt. Im Juli 2026 lag noch kein abgestimmter Gesetzentwurf vor.

Wie viel bringt mir eine kleine Gehaltserhöhung wirklich?

100 Euro mehr im Monat sind 1.200 Euro im Jahr und 12.000 Euro in zehn Jahren, ohne weitere Erhöhungen. Weil spätere Erhöhungen oft prozentual auf das Gehalt aufsetzen, wirkt der Betrag zusätzlich weiter.

Quellen: Gesetzestexte § 9 und § 9a TzBfG (Verlängerung der Arbeitszeit, Brückenteilzeit), § 17 und § 18 BEEG (Urlaub, Kündigungsschutz), § 150 und § 152 SGB III (Bemessung des Arbeitslosengelds), dejure.org, Stand 2026, geprüft am 11.10.2026 · § 12 Entgelttransparenzgesetz, lxgesetze.de, Stand 2026, geprüft am 11.10.2026 · Gender Pay Gap, Statistisches Bundesamt, Stand 16.12.2025, geprüft am 11.10.2026 · Verdienste nach Branchen und Berufen, Statistisches Bundesamt, Stand 2025, geprüft am 11.10.2026 · Drucksache 21/7026, Antwort der Bundesregierung zur Entgelttransparenzrichtlinie, Deutscher Bundestag, Stand 08.07.2026, geprüft am 11.10.2026

Haftungsausschluss: Dieser Artikel ist allgemeine Information und ersetzt keine persönliche Beratung. Welche Lösung zu dir passt, hängt von deiner Situation ab. Darüber sprechen wir am besten direkt. Alles Weitere steht im Haftungsausschluss.

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