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Titelbild Berufsunfähigkeitsversicherung: Ein Schild mit Haken schützt eine Aktentasche, daneben wächst ein Stapel goldener Münzen weiter.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Klauseln, Kosten, Leistung

Samira HarkatSamira HarkatStand: 7. Oktober 2026

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dir jeden Monat eine Rente, wenn du deinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst. Der Auslöser ist selten ein Unfall. Meist sind es die Psyche, der Rücken oder eine Krebserkrankung.

Der Staat fängt diesen Bruch kaum auf. Wer ab dem 2. Januar 1961 geboren ist, hat keinen Anspruch mehr auf eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente. Geblieben ist die Erwerbsminderungsrente, und die fragt nicht nach deinem Beruf, sondern ob du überhaupt noch irgendeine Arbeit schaffst.

Hier steht, wann die BU zahlt, welche Klauseln zählen, was sie kostet und wie der Leistungsfall abläuft. Mit Paragrafen, Urteilen und Zahlen, Stand: Oktober 2026.

Betrifft dich, wenn du ins Berufsleben startest du länger ausfällst du dich selbstständig machst dein Einkommen steigt

Das Wichtigste in Kürze

  • Die BU zahlt, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich mindestens sechs Monate zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst. Ob Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall, ist egal.
  • Ohne BU bleibt meist nur die Erwerbsminderungsrente. Sie lag bei Neurenten 2025 im Schnitt bei rund 1.067 Euro im Monat und setzt voraus, dass du in keinem Job mehr sechs Stunden täglich arbeiten kannst.
  • Über die Qualität entscheiden die Bedingungen: Verzicht auf abstrakte Verweisung, rückwirkende Leistung, Nachversicherungsgarantie und eine Laufzeit bis 67.
  • Gesundheitsfragen beantwortest du vollständig und mit Unterlagen. Bei Vorerkrankungen kommt zuerst die anonyme Risikovoranfrage, dann der Antrag.
  • Rund 80 Prozent der Leistungsanträge werden anerkannt. Die Prüfung dauert im Schnitt aber gut ein halbes Jahr.
Inhalt
  1. Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
  2. Was der Staat zahlt, wenn du keine BU hast
  3. Wann du als berufsunfähig giltst
  4. Wann der Versicherer dich auf einen anderen Beruf verweisen darf
  5. Worauf es im Vertrag ankommt
  6. Teilzeit, Elternzeit, Studium, Selbständigkeit
  7. Wie hoch deine BU-Rente sein sollte
  8. Was eine BU kostet
  9. Steuern und Krankenkassenbeiträge
  10. So läuft der Abschluss ab
  11. So bekommst du im Ernstfall deine Rente
  12. BU oder eine andere Absicherung?
  13. Was jetzt zählt
  14. Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die kurze Antwort: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung, kurz BU, ersetzt einen Teil deines Einkommens, wenn du deinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen auf Dauer nicht mehr ausüben kannst. Die Höhe der Monatsrente legst du beim Abschluss fest. Sie fließt, bis du wieder arbeiten kannst oder das vereinbarte Endalter erreichst.

Den Rahmen setzt § 172 VVG, das Versicherungsvertragsgesetz. Berufsunfähig ist danach, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann.

Die Versicherer machen daraus zwei feste Größen: Eine Ärztin oder ein Arzt muss bestätigen, dass du deinen Beruf voraussichtlich mindestens sechs Monate zu mindestens 50 Prozent nicht ausüben kannst.

Die BU gibt es als eigenständigen Vertrag, als Zusatz zu einer Lebens- oder Rentenversicherung, in einer Basisrente und über den Arbeitgeber. Die Verbraucherzentrale rät zum eigenständigen Vertrag, denn Kombinationen mit Sparteil sind meist teurer und unflexibel.

Von ähnlichen Produkten unterscheidet sie der Maßstab. Erwerbsminderungsrente und Erwerbsunfähigkeitsversicherung fragen, ob du irgendeine Arbeit noch schaffst. Eine Grundfähigkeitsversicherung zahlt nur, wenn eine Fähigkeit wie Sehen oder Gehen verloren geht. Die BU fragt nach deinem Beruf.

Was der Staat zahlt, wenn du keine Berufsunfähigkeitsversicherung hast

Wenig, und oft gar nichts. Seit 2001 gibt es für alle, die ab dem 2. Januar 1961 geboren sind, keine gesetzliche Rente wegen Berufsunfähigkeit mehr. Geblieben ist die Erwerbsminderungsrente der Deutschen Rentenversicherung.

Sie kennt zwei Stufen, geregelt in § 43 SGB VI. Voll erwerbsgemindert bist du, wenn du auf nicht absehbare Zeit weniger als drei Stunden täglich arbeiten kannst. Teilweise erwerbsgemindert bist du bei drei bis unter sechs Stunden. Wer sechs Stunden schafft, bekommt nichts, ganz gleich, wie die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist.

Geprüft wird jede Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Ausbildung und bisheriges Gehalt spielen keine Rolle.

Dazu kommen Hürden bei den Beiträgen. Du brauchst die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren. In den fünf Jahren vor der Erwerbsminderung müssen außerdem mindestens drei Jahre mit Pflichtbeiträgen belegt sein. Kindererziehungszeiten zählen mit, bis zu 36 Monate je Kind.

Für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger gibt es eine Erleichterung nach § 53 SGB VI. Tritt die volle Erwerbsminderung innerhalb von sechs Jahren nach dem Ende der Ausbildung ein, genügt ein Jahr Pflichtbeiträge in den letzten zwei Jahren. Lange Zeiten ohne Pflichtbeiträge, etwa als Selbständige oder im Ausland, können den Anspruch kosten.

Die 2025 neu bewilligten Renten wegen Erwerbsminderung lagen im Schnitt bei rund 1.067 Euro im Monat, ausgezahlt nach Abzug der Kranken- und Pflegeversicherung. Das meldet die Deutsche Rentenversicherung, Stand: August 2026. Deinen Wert zeigt deine Renteninformation.

Hinzuverdienen ist erlaubt, aber begrenzt. 2026 liegt die Grenze bei voller Erwerbsminderung bei 20.763,75 Euro im Jahr, bei teilweiser bei mindestens 41.527,50 Euro, Stand: Januar 2026. Eine private BU-Rente zählt nicht als Hinzuverdienst und wird nicht angerechnet.

„Lisa Logisch ist unsere Beispielperson. Sie ist erfunden, ihr Verlauf ist alltagsecht.“ Lisa ist 31, arbeitet als Projektmanagerin in Vollzeit und hat 2.500 Euro netto im Monat. Stell dir vor: Ein Bandscheibenvorfall setzt sie außer Gefecht. Nach sechs Wochen Lohnfortzahlung bekommt sie rund 1.980 Euro Krankengeld im Monat, insgesamt höchstens 78 Wochen.

Am Ende steht der Befund: Langes Sitzen, Reisen und eine Vollzeitstelle schafft Lisa dauerhaft nicht mehr, eine leichte Arbeit über sechs Stunden täglich aber schon. Für die Rentenversicherung ist sie damit nicht erwerbsgemindert. Ihr Einkommen fällt auf null. Diese Lücke schließt die BU, denn ihren eigenen Beruf schafft Lisa zu mehr als der Hälfte nicht mehr.

Krankengeld ab 2027

Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vom 24. Juli 2026 ist beschlossen, dass ab dem 1. Januar 2027 das Krankengeld auf 60 Prozent des Nettoentgelts sinkt, mit Kindern auf 67 Prozent, wenn dein Arbeitsverhältnis während der Krankschreibung endet. Das kann sich bis dahin noch ändern.

Wann du als berufsunfähig giltst: Beruf, Grad und Ursache

Du bist berufsunfähig, wenn dein konkreter Arbeitsalltag zu mindestens 50 Prozent nicht mehr geht und das voraussichtlich mindestens sechs Monate so bleibt.

Versichert ist dein zuletzt ausgeübter Beruf

Maßgeblich ist nicht der Beruf beim Abschluss, sondern der, den du zuletzt in gesunden Tagen ausgeübt hast. Wechselst du den Job, wandert der Schutz mit. Hast du den Beruf schon wegen der Krankheit gewechselt, zählt der Beruf davor.

Der BU-Grad wird an deinem echten Arbeitstag gemessen

Ob 50 Prozent erreicht sind, prüft der Versicherer anhand einer genauen Beschreibung deines Arbeitstags. Einzelne Aufgaben zählen nicht isoliert nach Minuten, wenn sie untrennbar zu einem Gesamtablauf gehören, so der Bundesgerichtshof im Juli 2017 unter IV ZR 535/15. Wer den Großeinkauf für eine Küche nicht schafft, kann auch nicht kochen.

Die sechs Monate sind eine Prognose, also eine ärztliche Vorhersage. Du musst nicht erst ein halbes Jahr ohne Geld durchhalten. Wagt niemand eine Prognose, gilt in vielen Bedingungen: Wer schon sechs Monate ununterbrochen berufsunfähig war, gilt als berufsunfähig von Anfang an.

Krankheit, Unfall, Kräfteverfall und weitere Auslöser

Die Ursache ist egal, solange sie gesundheitlich ist. Beim Kräfteverfall zählt nur der, der über das Altersübliche hinausgeht. Verglichen wird mit einem durchschnittlichen Menschen gleichen Alters, nicht mit Kolleginnen und Kollegen im selben Beruf. Eine Uhrmacherin wird also nicht wegen normaler Alterssichtigkeit berufsunfähig.

Viele Verträge zahlen auch bei Pflegebedürftigkeit. Mit einer Arbeitsunfähigkeitsklausel fließt Geld schon nach sechs Monaten Krankschreibung, je nach Vertrag meist für 18 bis 24 Monate, in manchen bis zu 36 Monate.

Für einzelne Berufe gibt es Spezialklauseln. Die Infektionsklausel zahlt etwa Ärztinnen und Ärzten oder Pflegekräften, wenn das Gesundheitsamt ihnen die Arbeit für mindestens sechs Monate verbietet. Die Loss-of-License-Klausel schützt Pilotinnen und Piloten sowie anderes Flugpersonal, wenn die Fluglizenz aus gesundheitlichen Gründen entzogen wird.

Was Menschen tatsächlich berufsunfähig macht, zeigt das Analysehaus Morgen & Morgen, Stand: Mai 2026. Psychische Erkrankungen führen mit 32,34 Prozent, es folgen Skelett und Bewegungsapparat mit 17,61 Prozent und Krebs mit 16,3 Prozent. Nach einer Auswertung der Deutschen Aktuarvereinigung trifft eine Berufsunfähigkeit im Laufe des Erwerbslebens rund jede vierte Person.

Wann der Versicherer dich auf einen anderen Beruf verweisen darf

Nur, wenn dein Vertrag es erlaubt. § 172 Absatz 3 VVG lässt eine Verweisung zu: Der Versicherer zahlt dann nicht, wenn du einen anderen Beruf ausübst oder ausüben könntest, der zu deiner Ausbildung, deinen Fähigkeiten und deiner bisherigen Lebensstellung passt.

Bei der abstrakten Verweisung reicht es, dass du einen solchen Beruf theoretisch ausüben könntest, auch ohne Stelle. Gute Verträge verzichten heute darauf. Manche ältere Verträge verzichten erst ab einem bestimmten Alter, etwa ab 55.

Die konkrete Verweisung ist Standard. Sie greift erst, wenn du tatsächlich eine neue Arbeit aufnimmst, die deiner alten Lebensstellung entspricht: ähnliches Einkommen, ähnliche Verantwortung, ähnliches Ansehen. Wie viel weniger Einkommen zumutbar ist, hat der Bundesgerichtshof am 26. Juni 2019 unter IV ZR 19/18 offengelassen. Eine feste Quote gibt es nicht, es zählt der Einzelfall. Manche Bedingungen nennen selbst eine Grenze, das schafft Klarheit.

Für Lisa heißt das: Nimmt sie nach dem Bandscheibenvorfall eine Teilzeitstelle als Teamassistenz an, ohne Projektverantwortung und mit deutlich weniger Gehalt, läuft ihre BU-Rente weiter. Übernimmt sie dagegen eine Projektleitung im Homeoffice, mit ähnlicher Verantwortung und einem Gehalt nahe am alten, darf der Versicherer konkret verweisen und die Zahlung einstellen.

Für Selbständige gibt es eine Besonderheit, die Umorganisation. Der Versicherer darf prüfen, ob du deinen Betrieb so umbauen kannst, dass du weiterarbeitest. Gute Bedingungen verzichten darauf bei kleinen Betrieben.

Worauf es im Vertrag einer Berufsunfähigkeitsversicherung ankommt

Auf die Bedingungen, nicht auf den Namen des Tarifs. Stiftung Warentest hat im Mai 2026 genau diese Punkte geprüft und 56 Tarife bewertet. Die wichtigsten Klauseln im Überblick:

KlauselWas sie bedeutetDarauf achtest du
Verzicht auf abstrakte VerweisungEs zählt nur dein Beruf, nicht ein theoretischer andererGilt ab Vertragsbeginn, ohne Altersgrenze
50 Prozent und sechs Monate PrognoseLeistung ab 50 Prozent BU-Grad, Prognose sechs MonateKeine längere Prognose, keine höhere Grenze
Rückwirkende LeistungRente ab Beginn der Berufsunfähigkeit, nicht erst ab AntragBei verspäteter Meldung mindestens drei Jahre rückwirkend
NachversicherungsgarantieRente erhöhen ohne neue GesundheitsfragenAnlässe, Fristen, Höchstgrenzen, Erhöhung auch ohne Anlass
DynamikBeitragsdynamik erhöht Schutz vorab, Leistungsdynamik die laufende RenteBeides vereinbaren, Widerspruch gegen Erhöhungen möglich
BeitragsstundungBeiträge ruhen während der Leistungsprüfung oder in GeldnotZinslos, ausreichend lang
AnzeigepflichtKein Kündigen oder Anpassen bei schuldlos vergessenen AngabenVerzicht auf Rechte aus § 19 Absatz 3 und 4 VVG
Befristetes AnerkenntnisDer Versicherer erkennt nur auf Zeit anMöglichst ausgeschlossen, keine Rückforderung
LaufzeitBis wann Schutz und Rente laufenBis 67, Leistungsdauer gleich Versicherungsdauer
Weltweiter SchutzLeistung auch bei Wohnsitz im AuslandOhne Einschränkung
Teilzeit und ElternzeitWie Arbeitszeitwechsel bewertet werdenKlare Teilzeitregel, Stundung in Elternzeit

Oft übersehen: Zahlbeitrag und Bruttobeitrag. Der Versicherer verrechnet Überschüsse mit dem Beitrag, du zahlst also weniger als den Bruttobeitrag im Vertrag. Sinken die Überschüsse, darf der Zahlbeitrag bis dorthin steigen. Ein kleiner Abstand ist ein Qualitätsmerkmal.

Startertarife sind anfangs günstiger, kosten über die ganze Laufzeit laut Verbraucherzentrale aber meist mehr. Wie die Klauseln im Alltag wirken, erklären wir bei den wichtigen BU-Klauseln.

Teilzeit, Elternzeit, Studium und Selbständigkeit: welcher Beruf versichert ist

Immer der, den du zuletzt wirklich ausgeübt hast, mit wenigen Ausnahmen.

Teilzeit

Wer Teilzeit arbeitet, braucht beim BU-Grad unter Umständen mehr Einschränkung als eine Vollzeitkraft. Gerichte urteilen hier laut Stiftung Warentest nicht einheitlich. Eine klare Teilzeitregel im Vertrag sorgt dafür, dass der Inhalt deiner Arbeit zählt und nicht nur die Stundenzahl.

Mutterschutz, Elternzeit und Sabbatical

Mutterschutz und Elternzeit sind eine vorübergehende Pause. Wirst du in dieser Zeit berufsunfähig, zählt der Beruf davor. Das gilt auch, wenn sich die Elternzeit wegen eines zweiten Kindes auf mehr als drei Jahre verlängert. Für Väter gilt dasselbe. Viele Verträge erlauben in der Elternzeit eine Beitragsstundung.

Steigst du bewusst und auf Dauer aus, länger als drei Jahre, zählt eine Tätigkeit, die zu deiner Lebensstellung beim Ausstieg passt. Ein Sabbatical mit fester Rückkehr ist in der Regel nur eine Pause.

Hausfrauen und Hausmänner

Hausfrauen und Hausmänner lassen sich bei vielen Versicherern absichern. Versichert ist dann die Haushaltsführung als Beruf. Die mögliche Rente ist begrenzt, jeder Versicherer hat dafür eigene Grenzen.

Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende

Früh abschließen spart Geld, weil Alter und Gesundheit beim Start den Beitrag bestimmen. Bei Studierenden ist oft das Studium versichert. Ohne Einkommen ist die Rente gedeckelt, die Nachversicherungsgarantie passt sie später an.

Selbständige, Beamtinnen und Beamte

Selbständige ohne Rentenversicherungspflicht haben oft gar keinen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente. Für sie ist die BU meist die einzige Einkommenssicherung. Beamtinnen und Beamte brauchen eine BU mit echter Dienstunfähigkeitsklausel, mehr dazu bei der Dienstunfähigkeitsversicherung. Für Kinder gibt es keine echte BU, aber bei einigen Versicherern Optionen auf einen späteren Vertrag.

Wie hoch deine BU-Rente sein sollte

So hoch, dass deine laufenden Ausgaben gedeckt sind, nach Steuern und Kassenbeiträgen. Verbraucherzentrale und viele Ratgeber nennen 80 Prozent vom Netto als Richtwert. Das ist nur eine grobe Orientierung. Jeder Versicherer prüft selbst, wie viel Rente zu deinem Einkommen angemessen ist, und hat eigene Grenzen. Besser ist der Blick auf deine echten Ausgaben.

Lisa hat ihre BU 2019 zum Berufsstart abgeschlossen, mit 24 und 1.500 Euro Monatsrente. Damals passte das. Heute hat sie Fixkosten von 1.600 Euro. Wäre sie im Leistungsfall freiwillig gesetzlich versichert, gingen von der Rente noch rund 315 Euro an Kranken- und Pflegekasse. Das ist unsere Rechnung mit den Beitragssätzen 2026 für Kinderlose. Es blieben knapp 1.200 Euro.

  • Mit 24 · 2019Lisa schließt zum Berufsstart eine BU über 1.500 Euro Monatsrente ab. Danach prüft sie den Vertrag nie wieder.
  • Mit 31 · 2026Lisa verdient 2.500 Euro netto, ihre Fixkosten liegen bei 1.600 Euro. Die Rente deckt nicht einmal die Fixkosten.
  • Der nächste SchrittMit der Nachversicherungsgarantie kann sie die Rente nach einer Gehaltserhöhung ohne neue Gesundheitsfragen anheben, solange die Frist nach dem Anlass läuft.
Samira Harkat, Versicherungsmaklerin

Samiras Blick

Samira Harkat

„In fast jeder BU, die wir prüfen, ist die Rente zu niedrig.“

Dazu kommt die Inflation. Bei 2 Prozent Teuerung im Jahr sind 1.000 Euro nach 20 Jahren nur noch rund 673 Euro wert, rechnet die Verbraucherzentrale vor. Dagegen helfen Beitrags- und Leistungsdynamik.

Endet der Vertrag mit 60 statt mit 67, fehlen bei 1.500 Euro Bedarf sieben Jahre lang 18.000 Euro, zusammen 126.000 Euro. „Je früher, desto besser“ stimmt beim Preis. Ein früher Vertrag wird ohne regelmäßige Überprüfung aber zu klein.

Was eine Berufsunfähigkeitsversicherung kostet und wovon der Preis abhängt

Die Verbraucherzentrale nennt mit Stand Januar 2025 diese Spannen: Eine 30 Jahre alte kaufmännische Angestellte zahlt für 1.000 Euro Rente bis 67 etwa 50 bis über 100 Euro im Monat. Für einen 20-jährigen Dachdecker mit 1.000 Euro Rente bis 65 sind es etwa 100 bis über 200 Euro.

Den Preis bestimmen vor allem dein Alter beim Abschluss, dein Beruf und deine Gesundheit. Versicherer teilen Berufe in Risikogruppen ein. Eine Maurerin kann bis zu viermal so viel zahlen wie ein Mathematiker. Eine genaue Berufsangabe mit Anteil Schreibtischarbeit zahlt sich aus. Dazu kommen Rauchen, Hobbys, Rentenhöhe, Endalter und Zusatzbausteine. Eine Arbeitsunfähigkeitsklausel kostet oft 4 bis 10 Euro im Monat extra.

Im Leistungsfall zahlst du keine Beiträge mehr. Diese Beitragsbefreiung ist eingebaut.

Steuern und Krankenkassenbeiträge rund um die BU-Rente

Eine private BU-Rente ist nicht steuerfrei. Wie viel anfällt, hängt von der Schicht der Altersvorsorge ab, in der der Vertrag steckt.

Bei der eigenständigen BU, der dritten Schicht, zählt nur der Ertragsanteil, also ein pauschaler Zinsanteil der Rente. Er hängt von der Laufzeit ab, geregelt in § 55 der Einkommensteuer-Durchführungsverordnung. Läuft die Rente 20 Jahre, sind 21 Prozent steuerpflichtig, bei 30 Jahren sind es 30 Prozent. Die Beiträge zählen zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen. Der Höchstbetrag von 1.900 Euro für Angestellte und 2.800 Euro für Selbständige ist meist schon durch die Krankenversicherung ausgeschöpft.

Steckt die BU in einer Basisrente, der ersten Schicht, kannst du die Beiträge 2026 bis 30.826 Euro als Alleinstehende absetzen. Mehr als die Hälfte des Beitrags muss dann in die Altersvorsorge fließen. Die Rente wird nachgelagert besteuert, bei Rentenbeginn 2026 zu 84 Prozent. Bei der betrieblichen BU, der zweiten Schicht, ist die Rente voll steuerpflichtig. Dafür sind Beiträge bis 676 Euro im Monat steuerfrei.

Bei der Krankenkasse kommt es auf deinen Status an. Pflichtversicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen auf eine private BU-Rente in der Regel keine Beiträge. Freiwillig Versicherte zahlen den vollen Satz. Eine betriebliche BU-Rente gilt als Versorgungsbezug und ist auch für Pflichtversicherte beitragspflichtig, oberhalb eines Freibetrags von 197,75 Euro im Monat.

So läuft der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ab

Erst kommt deine Gesundheitsgeschichte, dann der Antrag. Im Leistungsfall vergleicht der Versicherer deine Angaben mit Arztberichten und Abrechnungen.

Typische Fragen reichen bei ambulanten Behandlungen fünf Jahre zurück, bei Krankenhausaufenthalten zehn Jahre, so Stiftung Warentest. Nach § 19 VVG musst du nur angeben, wonach der Versicherer in Textform fragt. Das aber vollständig, auch Bagatellen und Behandlungen ohne Diagnose. Mehr dazu auf unserer Seite zu Gesundheitsfragen und Anzeigepflicht.

Bevor du antwortest, sammelst du Unterlagen:

  • die Patientenquittung oder einen Leistungsauszug deiner Krankenkasse für die abgefragten Jahre
  • Arztbriefe, Befunde und Entlassberichte zu allem, was dort auftaucht
  • kurze ärztliche Atteste: was es war, wann, warum, wie behandelt und seit wann ausgeheilt
  • eine Liste deiner Hobbys, Reisen und Medikamente

Falsche Diagnosen in Abrechnungen klärst du vorher mit der Praxis und lässt sie schriftlich bestätigen. Gesundheitsfragen gehören nicht in einen schnellen Termin mit sofortiger Unterschrift. Fehlt etwas, droht im Leistungsfall Leistungsfreiheit, also 0 Euro.

Bei Vorerkrankungen folgt die anonyme Risikovoranfrage. Deine Angaben gehen ohne Namen an mehrere Versicherer. Sie antworten mit Annahme, Risikozuschlag, Ausschluss einzelner Erkrankungen, Zurückstellung oder Ablehnung. Ein abgelehnter Antrag mit Namen landet im Hinweis- und Informationssystem der Versicherer, die anonyme Anfrage nicht.

Die Chancen stehen gut. Laut Morgen & Morgen, Stand: Mai 2026, werden 79,88 Prozent der Anträge ohne Erschwernis angenommen, 10,51 Prozent mit einem Ausschluss und 2,75 Prozent abgelehnt. Nach dem Abschluss hast du 30 Tage Widerrufsrecht nach § 152 VVG.

Vergisst du etwas, kommt es auf das Verschulden an. Bei leichter Fahrlässigkeit darf der Versicherer nur mit Monatsfrist kündigen oder den Vertrag anpassen, gute Bedingungen verzichten sogar darauf. Bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz kann er zurücktreten. Dieses Recht erlischt nach § 21 VVG fünf Jahre nach Abschluss, bei Vorsatz oder Arglist nach zehn Jahren. Für einen Leistungsfall innerhalb dieser Fristen gilt das nicht.

Wenn du berufsunfähig wirst: so bekommst du deine BU-Rente

Du meldest den Fall, belegst ihn und wartest auf eine schriftliche Entscheidung. Die Prüfung dauert im Schnitt 201 Tage, bei psychischen Erkrankungen bis zur Anerkennung im Schnitt 286 Tage. Das zeigt die Leistungspraxisstudie von Franke und Bornberg mit Fällen aus 2024, Stand: Juni 2026. Knapp 80 Prozent der Anträge werden anerkannt.

1

Früh melden und Formulare anfordern

Melde dich, sobald eine längere Einschränkung absehbar ist. Der Versicherer schickt Fragebögen an dich und deine Ärztinnen und Ärzte. Statt einer pauschalen Schweigepflichtentbindung kannst du je Einzelfall einwilligen.

2

Deinen Arbeitstag genau beschreiben

Die Tätigkeitsbeschreibung ist das wichtigste Dokument. Schreibe Stunde für Stunde auf, was ein typischer Tag in gesunden Zeiten enthielt und was davon heute nicht mehr geht.

3

Medizinische Nachweise und Gutachten

Fachärztliche Berichte zeigen, welche Einschränkungen wie lange bestehen. Oft beauftragt der Versicherer ein eigenes Gutachten. Du musst mitwirken und Unterlagen liefern. Während der Prüfung kannst du die Beiträge oft stunden.

4

Die Entscheidung in Textform

Nach § 173 VVG muss der Versicherer in Textform erklären, ob er leistet. Er darf sein Anerkenntnis nur einmal befristen. Wird abgelehnt, liegt es laut Franke und Bornberg in rund 60 Prozent der Fälle daran, dass der BU-Grad nicht erreicht war. Dann helfen der kostenlose Versicherungsombudsmann oder eine Fachanwältin oder ein Fachanwalt für Versicherungsrecht.

Auch nach der Anerkennung bleibt der Versicherer dran. Er darf in der Nachprüfung regelmäßig fragen, ob du noch berufsunfähig bist. Will er die Zahlung einstellen, muss er dir das nach § 174 VVG in Textform begründen. Die Rente endet frühestens mit Ablauf des dritten Monats nach dieser Mitteilung.

Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine andere Absicherung?

Wenn du eine BU bekommst, ist sie der umfassendste Schutz für dein Einkommen. Die Alternativen sichern andere Fälle ab.

AbsicherungZahlt, wennLeistungGrenze
Berufsunfähigkeitsversicherungdein Beruf zu 50 Prozent nicht mehr gehtMonatsrente bis EndalterGesundheitsprüfung, Preis je nach Beruf
Erwerbsminderungsrentedu in keinem Job mehr sechs Stunden schaffstim Schnitt rund 1.067 EuroBeitragszeiten nötig, kein Berufsschutz
Erwerbsunfähigkeitsversicherungdu weniger als drei Stunden täglich arbeiten kannstMonatsrenteHohe Hürde, Beruf egal
Grundfähigkeitsversicherungdu Sehen, Gehen, Hände oder Ähnliches verlierstMonatsrentePsyche meist nicht versichert
Schwere-Krankheiten-Versicherungeine versicherte Diagnose wie Krebs gestellt wirdEinmalbetragKein laufendes Einkommen
Unfallversicherungein Unfall bleibende Schäden hinterlässtEinmalbetrag, teils RenteNur Unfälle, keine Krankheiten
Krankengelddu arbeitsunfähig krankgeschrieben bistrund 70 Prozent vom Brutto, gedeckeltHöchstens 78 Wochen

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist oft die erste Wahl, wenn die BU an Vorerkrankungen oder einem körperlich harten Beruf scheitert. Eine Unfallversicherung ergänzt die BU, ersetzt sie aber nicht, denn laut Morgen & Morgen gehen nur rund 6 Prozent der Berufsunfähigkeiten auf einen Unfall zurück.

Was bei der Berufsunfähigkeitsversicherung jetzt zählt

Eine BU ist kein Vertrag zum Abschließen und Vergessen. Gehalt, Arbeitszeit und Ausgaben ändern sich, die Rente von damals wächst nicht von allein mit.

Ohne Vertrag zählt Sorgfalt vor dem Antrag: Gesundheitsgeschichte aufbereiten, anonym anfragen, Bedingungen statt Preise vergleichen. Mit Vertrag zählt, ob die Rente noch zu deinen Ausgaben passt, bis wann sie läuft und welche Nachversicherung offen ist.

Im Ernstfall entscheiden eine genaue Tätigkeitsbeschreibung, vollständige Arztberichte und gute Begleitung oft mehr als die Diagnose. Wenn du das gemeinsam angehen möchtest, findest du uns in der Beratung.

Lass uns deine Berufsunfähigkeitsversicherung einmal durchgehen.

Die Prüfung ist unabhängig davon, ob am Ende ein neuer Vertrag steht. Oft ist der alte Vertrag mit Lücken besser als ein neuer mit neuen Gesundheitsfragen.

Vertrag prüfen lassen

Rückrufbitte

Beratung durch die FemininFinance GmbH & Co. KG, Versicherungsmaklerin nach § 34d Abs. 1 GewO, Register-Nr. D-TAJS-4I8JO-48, und ihre Kooperationspartner:innen mit eigener Erlaubnis und eigener Registrierung bei der IHK.

Häufig gestellte Fragen

Ich bin seit fünf Monaten wegen Burnout krankgeschrieben. Kann ich schon BU-Leistungen beantragen?

Ja. Es reicht eine ärztliche Prognose, dass du voraussichtlich mindestens sechs Monate zu mindestens 50 Prozent nicht arbeiten kannst. Melde dich früh, denn bei psychischen Erkrankungen dauert die Prüfung bis zur Anerkennung im Schnitt 286 Tage, laut Franke und Bornberg, Stand Juni 2026.

Ich bin Friseurin und kann nach einer Schulter-OP nicht mehr über Kopf arbeiten. Bin ich berufsunfähig?

Das hängt vom Anteil dieser Arbeit an deinem Tag ab. Schneiden, Föhnen und Färben über Kopf sind meist der Kern des Berufs. Beschreibe deinen typischen Tag Stunde für Stunde. Fallen mehr als 50 Prozent voraussichtlich sechs Monate weg, bist du berufsunfähig. Mit Verzicht auf abstrakte Verweisung darf der Versicherer dich nicht auf einen Verkaufsjob verweisen, den du gar nicht hast.

Ich habe mir beim Skifahren das Knie verdreht und bin seit drei Wochen krankgeschrieben. Zahlt jetzt die BU?

Noch nicht. Solange mit Heilung innerhalb von sechs Monaten gerechnet wird, bist du arbeitsunfähig, aber nicht berufsunfähig. Dann zahlen Arbeitgeber und Krankenkasse. Zieht sich die Heilung hin, beantragst du die BU später. Mit rückwirkender Leistung zahlt sie ab Beginn der Berufsunfähigkeit.

Ich arbeite nach der Elternzeit nur noch 20 Stunden. Welcher Beruf ist versichert?

Dein Beruf so, wie du ihn zuletzt ausgeübt hast, also auch in Teilzeit. Während der Elternzeit selbst zählt der Beruf davor. Ob Teilzeit beim BU-Grad Nachteile bringt, regelt die Teilzeitklausel in deinen Bedingungen.

Mir ist eingefallen, dass ich beim Abschluss eine Physiotherapie nicht angegeben habe. Was jetzt?

Melde sie nach, bevor ein Leistungsfall eintritt. Bei leichter Fahrlässigkeit darf der Versicherer höchstens kündigen oder den Vertrag anpassen. Bei grober Fahrlässigkeit kann er zurücktreten, nach § 21 VVG aber nur in den ersten fünf Jahren, bei Vorsatz oder Arglist in den ersten zehn.

Lohnt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit 45 noch?

Oft ja, denn das Risiko steigt mit dem Alter und bis 67 sind es noch über 20 Jahre. Der Beitrag ist höher als mit 25, und es gibt meist mehr Gesundheitsangaben. Darum lohnt zuerst eine anonyme Risikovoranfrage. Klappt die BU nicht, kann eine Erwerbsunfähigkeits- oder Grundfähigkeitsversicherung helfen.

Quellen: Versicherungsvertragsgesetz: §§ 19, 21, 152, 172 bis 174 VVG, Stand 2026, geprüft am 07.10.2026 · Deutsche Rentenversicherung: Erwerbsminderungsrente: Hinzuverdienstgrenzen, Arbeitserprobung, Stand 22.01.2026, geprüft am 07.10.2026 · Deutsche Rentenversicherung: Jahresbericht 2025 in Zahlen, Stand August 2026, geprüft am 07.10.2026 · Verbraucherzentrale: Berufsunfähigkeit: Wie Sie sich gegen Verlust des Einkommens absichern, Stand 02.01.2025, geprüft am 07.10.2026 · Stiftung Warentest: Berufsunfähigkeitsversicherungen im Vergleich, Stand 19.05.2026, geprüft am 07.10.2026 · Morgen & Morgen: Marktblick Berufsunfähigkeit 2026, Stand 05.05.2026, geprüft am 07.10.2026

Was sich geändert hat: 07.10.2026 – erste Fassung.

Haftungsausschluss: Dieser Artikel ist allgemeine Information und ersetzt keine persönliche Beratung. Welche Lösung zu dir passt, hängt von deiner Situation ab. Darüber sprechen wir am besten direkt. Alles Weitere steht im Haftungsausschluss.

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Unsere Beratung: Wir sind Versicherungsmaklerin. Vermitteln wir dir einen Vertrag, bekommen wir vom Versicherer eine Vergütung, die Courtage. Sie steckt im Beitrag. Vermittelt eine unserer Kooperationspartner:innen, bekommt sie die Courtage. Ob wir davon einen Anteil bekommen, ist unterschiedlich. Die Prüfung deines Vertrags ist unabhängig davon, ob am Ende ein neuer Vertrag steht. Mehr dazu: So verdienen wir Geld.

Tipps unter Fachkolleg:innen: Berufsunfähigkeitsversicherung

Für Versicherungsvermittlerinnen und -vermittler, Finanzberaterinnen und -berater mit IHK-Registrierung

  • Bestandsverträge aus dem Berufsstart lohnen einen Anruf: Rente, Fixkosten und offene Nachversicherungsfristen gemeinsam nebeneinanderlegen.
  • Anlässe wie Gehaltssprung, Heirat, Kind oder Selbständigkeit aktiv erfragen, denn die Fristen für die Nachversicherung sind oft kurz.
  • Vor Elternzeit oder Teilzeit kurz die Stundungs- und Teilzeitregel im Bedingungswerk anschauen und das Ergebnis weitergeben.

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