Im Angebot für eine Berufsunfähigkeitsversicherung stehen oft zwei Beiträge. Ein niedriger, den du zahlst, und ein höherer, der irgendwo kleiner gedruckt ist. Dazu Wörter wie BU-Beitrag brutto und netto, Überschuss und Karenzzeit.
Wer diese Begriffe kennt, sieht, was die BU wirklich kosten kann und ab wann sie zahlt. Hier steht, was hinter jedem Begriff steckt, mit einem durchgerechneten Beispiel, Stand 2026.
Betrifft dich, wenn du ins Berufsleben startest du deine Arbeitszeit reduzierst ein Kind kommt du deine Finanzen im Blick behalten möchtest
Hier geht es nur um den Beitrag
Diese Seite erklärt, wie sich der Beitrag einer BU zusammensetzt und was eine Karenzzeit ist. Alles Grundsätzliche zur Berufsunfähigkeitsversicherung steht auf der Hauptseite. Welche Klauseln bei Pause und Teilzeit zählen, erklärt BU-Klauseln: Diese drei zählen bei Pause und Teilzeit.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Bruttobeitrag, auch Tarifbeitrag, ist der höchste Beitrag, den der Versicherer laut Vertrag verlangen kann. Der Nettobeitrag, auch Zahlbeitrag, ist das, was du heute zahlst.
- Den Unterschied machen die Überschüsse. Der Versicherer verrechnet sie mit dem Beitrag. Sinken sie, steigt dein Zahlbeitrag bis zum Bruttobeitrag.
- Über den Bruttobeitrag hinaus darf der Versicherer nur unter strengen Bedingungen erhöhen, mit Prüfung durch einen unabhängigen Treuhänder (§ 163 VVG).
- Eine Karenzzeit ist eine Wartezeit, bevor die BU zahlt. Ohne verkürzte Prognose mit Leistung ab Beginn zahlt ein Vertrag laut Bund der Versicherten erst ab dem 7. Monat.
- Vergleiche Angebote immer auch über den Bruttobeitrag. Er ist der Preis im schlechtesten Fall.
So gehst du vor
- Such in deinem Versicherungsschein oder der letzten Beitragsmitteilung den Brutto- und den Zahlbeitrag und schreib beide auf.
- Prüfe in den Bedingungen, ob die BU bei einer Prognose von sechs Monaten rückwirkend ab Beginn zahlt. Fehlt das, plane die ersten sechs Monate mit Krankentagegeld oder Rücklage.
- Wenn du die Dynamik nutzt, prüfe, ob dein Vertrag auf eine rückwirkende Angemessenheitsprüfung verzichtet.
- Wird dir der Beitrag zu hoch, lass die Möglichkeiten prüfen, bevor du kündigst. Das machen wir mit dir in der Beratung.
Inhalt
- Was sind Brutto- und Nettobeitrag bei der BU?
- Was zahlst du, wenn die Überschüsse wegfallen?
- Kann der Beitrag über den Bruttobeitrag steigen?
- Was bedeutet Karenzzeit in der BU?
- Beispiel: So sieht das bei Lisa aus
- Wovon hängt der BU-Beitrag ab?
- Was macht die Dynamik mit deinem Beitrag?
- Kannst du den BU-Beitrag von der Steuer absetzen?
- Was passiert mit dem Beitrag, wenn es eng wird oder du berufsunfähig wirst?
- Was beim BU-Beitrag jetzt zählt
- Häufig gestellte Fragen
Was sind Brutto- und Nettobeitrag bei der BU?
Die kurze Antwort: Der Bruttobeitrag ist der Tarifbeitrag, den der Versicherer höchstens verlangen darf. Der Nettobeitrag ist der Zahlbeitrag: Bruttobeitrag minus die Überschüsse, die der Versicherer mit dem Beitrag verrechnet. Den Nettobeitrag zahlst du heute, garantiert ist er nicht.
Lebensversicherer, und dazu zählen BU-Versicherer, müssen dich an ihren Überschüssen beteiligen. So steht es in § 153 VVG, und für die BU gilt das über § 176 VVG genauso. Überschüsse entstehen, wenn es für den Versicherer besser läuft als in seiner Kalkulation angenommen.
Bei der BU werden diese Überschüsse meist direkt mit dem Beitrag verrechnet. Stiftung Warentest beschreibt es so: Die Überschüsse reduzieren den Bruttobeitrag auf den Nettobeitrag. Weil ihre Höhe schwankt, ist der Nettobeitrag „keine feste Größe“.
| Begriff | Auch genannt | Was er bedeutet |
|---|---|---|
| Bruttobeitrag | Tarifbeitrag | Obergrenze laut Vertrag |
| Nettobeitrag | Zahlbeitrag | Bruttobeitrag minus verrechnete Überschüsse, kann steigen |
| Überschuss | Überschussbeteiligung | Anteil am Ergebnis des Versicherers, nicht garantiert |
Was zahlst du, wenn die Überschüsse wegfallen?
Die kurze Antwort: Dann zahlst du den Bruttobeitrag. Mehr darf der Versicherer allein wegen gesunkener Überschüsse nicht verlangen. Wie groß dieser Sprung werden kann, siehst du am Abstand zwischen beiden Zahlen in deinem Angebot.
Der Abstand ist von Tarif zu Tarif verschieden. Ein Tarif mit niedrigem Zahlbeitrag und großem Abstand zum Bruttobeitrag kann später teurer werden als ein Tarif, der heute etwas mehr kostet, aber knapp unter seinem Bruttobeitrag liegt.
Die Überschussbeteiligung darf der Versicherer nur durch ausdrückliche Vereinbarung ausschließen, und dann nur ganz. Steht dazu nichts im Vertrag, bist du beteiligt. Wie hoch die Beteiligung ausfällt, ist nicht garantiert.
Kann der Beitrag über den Bruttobeitrag steigen?
Die kurze Antwort: Nur unter engen Voraussetzungen. Der Versicherer muss nachweisen, dass sich der Leistungsbedarf dauerhaft und unvorhersehbar geändert hat. Ein unabhängiger Treuhänder muss das bestätigen. Statt höher zu zahlen, kannst du verlangen, dass die Leistung entsprechend sinkt.
Das regelt § 163 VVG, der über § 176 VVG auch für die BU gilt. Die neue Prämie muss angemessen und nötig sein, damit der Versicherer seine Leistungen dauerhaft erfüllen kann. Hat er von Anfang an zu knapp kalkuliert, obwohl ein sorgfältiger Aktuar das hätte erkennen müssen, darf er nicht erhöhen.
Wirksam wird eine Erhöhung zu Beginn des zweiten Monats, nachdem du die Mitteilung mit den Gründen bekommen hast. Für dich heißt das: Der Bruttobeitrag ist keine ewige Garantie, aber eine hohe Hürde.
Was bedeutet Karenzzeit in der BU?
Die kurze Antwort: Eine Karenzzeit ist eine Wartezeit zwischen Beginn der Berufsunfähigkeit und erster Zahlung. Fehlt im Vertrag die verkürzte Prognose von sechs Monaten mit Leistung ab Beginn, zahlt die BU laut Bund der Versicherten erst ab dem 7. Monat einer ununterbrochenen Berufsunfähigkeit. Das wirkt wie eine Karenzzeit von sechs Monaten.
Der Prognosezeitraum legt fest, wie lange eine Ärztin oder ein Arzt die Berufsunfähigkeit voraussichtlich erwarten muss. Ohne Verkürzung gilt sie laut Bund der Versicherten erst bei einer Prognose von drei Jahren als dauerhaft. Das kann kaum jemand sicher bescheinigen.
Dann bleibt der Weg über sechs Monate ununterbrochene Berufsunfähigkeit, und gezahlt wird erst danach. Gute Bedingungen zahlen dagegen rückwirkend ab Beginn. Die Verbraucherzentrale empfiehlt genau das: Leistung ab 50 Prozent, wenn die Berufsunfähigkeit voraussichtlich sechs Monate dauert oder schon sechs Monate bestanden hat, rückwirkend ab Beginn.
In den ersten Wochen zahlt als Angestellte zuerst dein Arbeitgeber dein Gehalt weiter, danach die Krankenkasse Krankengeld. Das ist weniger als dein Netto. Eine Karenzzeit in der BU fällt genau in diese Phase.
Beispiel: So sieht das bei Lisa aus
Lisa Logisch ist unsere Beispielperson. Sie ist erfunden, ihr Verlauf ist alltagsecht.
- Mit 24Lisa schließt 2019 zum Berufsstart eine BU über 1.500 € Monatsrente ab. Als Annahme im Beispiel: Laufzeit bis 67, Bruttobeitrag 92 €, Zahlbeitrag 64 €.
- Mit 30Lisa ist Projektmanagerin in Vollzeit, 2.500 € netto. Ihre Beitragsmitteilung zeigt weiter 64 €.
- Im Beispiel jetzt · 31Lisa rechnet aus, was ihre BU im schlechtesten Fall kostet und ab wann sie zahlt.
Zuerst der Beitrag. Fallen die Überschüsse ganz weg, zahlt Lisa 92 € statt 64 €. Das sind 28 € mehr im Monat und 336 € mehr im Jahr. Bis 67 bleiben ihr 36 Beitragsjahre.
| Fall | pro Monat | pro Jahr | in 36 Jahren |
|---|---|---|---|
| Zahlbeitrag bleibt | 64 € | 768 € | 27.648 € |
| Überschüsse fallen ganz weg | 92 € | 1.104 € | 39.744 € |
| Unterschied | 28 € | 336 € | 12.096 € |
Der schlechteste Fall ist unwahrscheinlich, aber er zeigt die Spanne. Lisa nimmt in ihr Budget nicht 64 €, sondern plant mit Luft bis 92 €. Dann bringt sie eine Beitragsmitteilung nicht aus dem Gleichgewicht.
Dann die Karenzzeit. Stell dir vor, Lisas Vertrag zahlt erst ab dem 7. Monat. Dann fehlen ihr im Ernstfall sechs Monatsrenten, also 9.000 €. Das sind rund drei Viertel des gesamten möglichen Beitragsunterschieds bis 67, und es fehlt auf einen Schlag. Für Lisa zählt die Klausel darum mehr als ein paar Euro im Beitrag.
Tipp
Schreib Brutto- und Zahlbeitrag in deine Budgetplanung und plane mit dem Bruttobeitrag. Wie du laufende Verträge im Budget sortierst, zeigt Budgetplaner: So planst du dein Geld in vier Schritten.
Wovon hängt der BU-Beitrag ab?
Die kurze Antwort: Vor allem von deinem Beruf. Dazu kommen Alter beim Abschluss, Gesundheit, ob du rauchst, die Höhe der Rente und wie lange sie laufen soll. Für die gleiche Leistung unterscheiden sich die Beiträge laut Verbraucherzentrale um bis zu 200 Prozent.
Der Bund der Versicherten beobachtet innerhalb einer Berufsgruppe Prämienspannen von bis zu etwa 300 Prozent. Zwischen der günstigsten und der teuersten Berufsgruppe liegen 400 bis 800 Prozent.
Aus seiner eigenen Recherche, Stand Dezember 2024: Eintritt mit 30, Laufzeit bis 67, 2.000 € Rente, kostete für eine Versicherungsmathematikerin 69 bis 98 € im Monat, für eine Gerüstbauerin 417 bis 610 €.
Auch die Gesundheit wirkt unterschiedlich. Die gleichen Angaben führen laut Verbraucherzentrale je nach Versicherer zu normaler Annahme, Zuschlag oder Ablehnung. Bei Vorerkrankungen hilft eine anonyme Risikovoranfrage.
Wie hoch die Rente sein sollte
Als grober Richtwert gelten laut Verbraucherzentrale etwa 80 Prozent deines Nettos. Rechne Krankenversicherung, Steuern und Altersvorsorge mit ein, die bei Berufsunfähigkeit weiterlaufen. Die durchschnittliche private BU-Rente liegt laut Verbraucherzentrale bei etwa 400 € im Monat. Das reicht meist nicht.
Nach oben setzen die Versicherer eine Grenze. Die versicherbare Rente darf laut Bund der Versicherten einen Anteil deines Einkommens nicht übersteigen, zum Beispiel 60 Prozent des Bruttogehalts. Wer in Teilzeit oder Elternzeit abschließt, bekommt deshalb oft nur eine kleine Rente.
Starter-Tarife
Starter-Tarife sind in den ersten Jahren günstiger, später teurer als normale Tarife und kosten laut Verbraucherzentrale insgesamt mehr. Prüfe, ob die Leistungsbedingungen gleich gut sind und die Laufzeit bis zur Rente reicht.
Der häufigste Denkfehler: „Der günstigste Zahlbeitrag ist die günstigste BU.“ Der Zahlbeitrag ist nur der heutige Preis. Wie teuer die BU über die Jahre werden kann, zeigt der Bruttobeitrag. Und ob sie im Ernstfall ab dem ersten oder erst ab dem siebten Monat zahlt, steht in keinem Beitrag, sondern in den Bedingungen.
Was macht die Dynamik mit deinem Beitrag?
Die kurze Antwort: Die Dynamik erhöht Beitrag und Rente regelmäßig, damit deine BU-Rente mit Einkommen und Preisen mitwächst. Dein Beitrag steigt dadurch planbar. Ohne Dynamik verliert die Rente bis zum Ernstfall an Wert.
Wie stark Inflation wirkt, rechnet die Verbraucherzentrale vor: Bei 2 Prozent Inflation sind 1.000 € nach 20 Jahren nur noch etwa 673 € wert. Eine Beitragsdynamik erhöht deshalb Jahr für Jahr Beitrag und versicherte Rente.
Als Annahme im Beispiel: Steigen Lisas Beitrag und Rente fünf Jahre lang um je 3 Prozent, zahlt sie danach rund 74 € statt 64 € und ist mit rund 1.739 € statt 1.500 € versichert.
Eine Falle nennt der Bund der Versicherten. Fehlt der Verzicht auf eine rückwirkende Angemessenheitsprüfung, kann der Versicherer im Leistungsfall prüfen, ob die Erhöhungen zu deinem damaligen Einkommen passten, etwa 60 Prozent des Bruttogehalts. Passten sie nicht, kann er die Leistung aus den Erhöhungen verweigern. Das trifft besonders, wer zwischendurch in Teilzeit oder Elternzeit war.
Steigt dein Einkommen stärker, etwa nach einer Beförderung, hilft die Nachversicherungsgarantie. Mit ihr erhöhst du die Rente zu bestimmten Anlässen ohne neue Gesundheitsprüfung.
Kannst du den BU-Beitrag von der Steuer absetzen?
Die kurze Antwort: Theoretisch ja, praktisch bringt es meist wenig. Beiträge zu einer selbstständigen BU zählen zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen. Sie teilen sich einen Höchstbetrag von 2.800 € im Jahr, für Angestellte 1.900 €, mit der Kranken- und Pflegeversicherung.
Liegen allein deine Beiträge zur Basis-Krankenversicherung über diesem Höchstbetrag, wirkt sich die BU steuerlich nicht mehr aus (§ 10 Abs. 4 EStG). Bei Lisa ist das so: Allein ihr Anteil am allgemeinen Beitragssatz der Krankenkasse, 7,3 Prozent ihres Bruttos, sind rund 3.373 € im Jahr (§ 241 SGB V).
Dafür wird eine spätere BU-Rente aus einer selbstständigen BU nur mit dem Ertragsanteil besteuert, je nach Laufzeit etwa 12 bis 30 Prozent (§ 55 EStDV). Anders ist es, wenn die BU in einer Rürup-Rente oder Betriebsrente steckt. Dann sind die Beiträge absetzbar, die Rente aber höher steuerpflichtig.
Was passiert mit dem Beitrag, wenn es eng wird oder du berufsunfähig wirst?
Die kurze Antwort: Wird das Geld knapp, frag zuerst nach Stundung, bevor du kündigst. Im Leistungsfall empfiehlt die Verbraucherzentrale Verträge, die die Beiträge während der Prüfung auf Wunsch stunden. Stiftung Warentest bewertet, ob das zinslos geschieht. Ab Anerkennung solltest du keine Beiträge mehr zahlen müssen, prüfe das in deinen Bedingungen.
Stiftung Warentest bewertet, ob ein Tarif bei Zahlungsschwierigkeiten eine Stundung von mindestens zwölf Monaten erlaubt. Das hilft etwa in der Elternzeit oder nach einem Jobverlust. Was in der Elternzeit konkret zählt, steht in Deine BU in der Elternzeit.
Beitragsfrei stellen ist bei einer reinen BU selten eine Lösung. Für die BU gelten die Regeln der Lebensversicherung entsprechend (§ 176 VVG). Beitragsfrei geht nur, wenn die vereinbarte Mindestleistung erreicht wird (§ 165 VVG). Bei einer reinen BU bleibt dann oft wenig Schutz übrig.
Und ein Wechsel in einen günstigeren Tarif lohnt meist nicht. Beim neuen Vertrag zählen dein höheres Alter und deine heutige Gesundheit, und die Fristen von fünf bzw. zehn Jahren für die Prüfung deiner Gesundheitsangaben beginnen neu (§ 21 VVG).

Samiras Blick
Samira Harkat
„Viele schauen beim Abschluss nur auf die Zahl, die jeden Monat abgeht. Ich zeige in jeder Beratung beide Beiträge nebeneinander und frage: Kannst du auch den höheren zahlen, in Teilzeit, mit Kind, mit weniger Einkommen? Eine BU, die du in einer schwierigen Phase kündigen musst, schützt dich genau dann nicht, wenn du sie brauchst.“
Was beim BU-Beitrag jetzt zählt
Der BU-Beitrag hat zwei Zahlen. Der Zahlbeitrag ist dein heutiger Preis, der Bruttobeitrag dein Preis im schlechtesten Fall. Plane mit dem Bruttobeitrag, dann bleibt deine BU auch bezahlbar, wenn die Überschüsse sinken oder dein Einkommen eine Zeit lang kleiner ist.
Mindestens so wichtig wie der Preis ist die Frage, ab wann gezahlt wird. Eine Prognose von sechs Monaten mit Leistung ab Beginn erspart dir eine Karenzzeit, die schnell mehr kostet als jeder Beitragsunterschied. Hast du schon eine BU, prüf diese Zeile und deinen Bruttobeitrag, bevor du an einen Wechsel denkst.
Was zahlst du wirklich für deine BU?
Wir legen Brutto- und Zahlbeitrag nebeneinander, prüfen Karenzzeit und Dynamik und sagen dir, ob dein Beitrag zu deinem Leben passt. Die Prüfung ist unabhängig davon, ob am Ende ein neuer Vertrag steht. Oft ist der alte Vertrag mit Lücken besser als ein neuer mit neuen Gesundheitsfragen.
Beratung durch die FemininFinance GmbH & Co. KG, Versicherungsmaklerin nach § 34d Abs. 1 GewO, Register-Nr. D-TAJS-4I8JO-48, und ihre Kooperationspartner:innen mit eigener Erlaubnis und eigener Registrierung bei der IHK.
Häufig gestellte Fragen
Ja, wenn du bisher unter dem Bruttobeitrag gezahlt hast und die Überschüsse gesunken sind. Dann steigt der Zahlbeitrag bis höchstens zum Bruttobeitrag. Darüber hinaus darf er nur unter den strengen Voraussetzungen des § 163 VVG erhöhen, mit Bestätigung durch einen unabhängigen Treuhänder. Hast du eine Dynamik, steigt der Beitrag außerdem planmäßig.
Im Versicherungsschein und in der jährlichen Beitrags- oder Standmitteilung. Er heißt dort oft Tarifbeitrag. Der Betrag, der abgebucht wird, ist der Zahlbeitrag.
Eine Wartezeit zwischen Beginn der Berufsunfähigkeit und erster Zahlung. Fehlt im Vertrag eine Prognose von sechs Monaten mit Leistung ab Beginn, zahlt die BU laut Bund der Versicherten erst ab dem 7. Monat. Gute Bedingungen zahlen rückwirkend ab Beginn.
Frag deinen Versicherer nach einer Stundung, bevor du kündigst oder beitragsfrei stellst. Stiftung Warentest bewertet, ob ein Tarif bei Zahlungsschwierigkeiten eine Stundung von mindestens zwölf Monaten erlaubt. Eine gekündigte BU bekommst du später nur mit neuer Gesundheitsprüfung und höherem Eintrittsalter zurück.
Meist nicht. Beim neuen Vertrag zählen dein höheres Alter und deine heutige Gesundheit, und die Prüffristen für deine Gesundheitsangaben beginnen neu. Vergleiche außerdem Bruttobeiträge, nicht nur Zahlbeiträge.
Quellen: Berufsunfähigkeitsversicherungen im Vergleich, Stiftung Warentest, Stand 19.05.2026, geändert 15.09.2026, geprüft am 12.10.2026 · §§ 153, 163, 165, 176 VVG, lxgesetze.de, Stand zuletzt geändert 26.05.2026, geprüft am 12.10.2026 · Infoblatt Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsversicherung, Bund der Versicherten, Stand 25.03.2025, geprüft am 12.10.2026 · Berufsunfähigkeit – Wie Sie sich gegen Verlust des Einkommens absichern, Verbraucherzentrale, Stand 02.01.2025, geprüft am 11.10.2026 · § 10 EStG und § 55 EStDV, lxgesetze.de, Stand 2026, geprüft am 12.10.2026
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Unsere Beratung: Wir sind Versicherungsmaklerin. Vermitteln wir dir einen Vertrag, bekommen wir vom Versicherer eine Vergütung, die Courtage. Sie steckt im Beitrag. Vermittelt eine unserer Kooperationspartner:innen, bekommt sie die Courtage. Ob wir davon einen Anteil bekommen, ist unterschiedlich. Die Prüfung deines Vertrags ist unabhängig davon, ob am Ende ein neuer Vertrag steht. Mehr dazu: So verdienen wir Geld.
Tipps unter Fachkolleg:innen: BU-Beitrag brutto und netto
Für Versicherungsvermittlerinnen und -vermittler, Finanzberaterinnen und -berater mit IHK-Registrierung
- Brutto- und Zahlbeitrag nebeneinander zu zeigen, macht ein Angebot ehrlich und schützt vor Überraschungen bei der nächsten Beitragsmitteilung.
- Steht bei einer Kundin eine Beitragserhöhung an, ist das ein guter Anlass, Stundung, Dynamik und Rentenhöhe gemeinsam anzuschauen.
- Vor Elternzeit oder Teilzeit lohnt ein kurzer Blick auf die Stundungsregel im Vertrag.
