Welche Versicherungen brauche ich? Diese Frage stellen sich fast alle irgendwann, oft beim ersten Job, bei der ersten eigenen Wohnung oder wenn ein Kind kommt. Die ehrliche Antwort ist kürzer, als viele Prospekte vermuten lassen. Wenige Verträge sind unverzichtbar, einige sind wichtig, vieles ist verzichtbar.
Das Problem liegt selten bei dir. Versicherungen werden oft dort verkauft, wo es gerade passt, beim Handykauf oder bei der Reisebuchung. Die großen Risiken bleiben dabei häufig offen.
Hier bekommst du eine klare Ordnung nach den Maßstäben von Verbraucherzentrale und Stiftung Warentest. Du siehst, was in welche Stufe gehört, was sich je Lebenslage ändert, welche Verträge du dir sparen kannst und in welcher Reihenfolge du vorgehst.
Betrifft dich, wenn du ins Berufsleben startest ihr zusammenzieht ein Kind kommt du ein Zuhause kaufst
Das Wichtigste in Kürze
- Versichere zuerst, was dich finanziell ruinieren kann. Kleine Schäden, die du aus Rücklagen zahlen kannst, brauchst du nicht zu versichern.
- Existenziell für fast alle: Privathaftpflicht mit mindestens 10 Millionen Euro Deckung, eine Absicherung der Arbeitskraft, sobald du von deinem Einkommen lebst, und die Krankenversicherung, die ohnehin Pflicht ist.
- Wichtig je nach Lage: Kfz-Haftpflicht mit Auto, Wohngebäude und Elementarschutz mit Eigentum, Hundehalterhaftpflicht mit Hund, Risikoleben, wenn jemand von deinem Einkommen abhängt.
- Meist verzichtbar: Handy-, Brillen-, Glas- und Reisegepäckversicherung sowie Kasko für ein altes Auto.
- Prüfe deine Verträge alle zwei bis drei Jahre und bei jedem Umbruch im Leben.
Inhalt
- Welche Versicherungen brauche ich wirklich?
- Existenziell, wichtig, nice to have: so ordnest du jede Versicherung ein
- Alle Sachversicherungen im Vergleich
- Welche Versicherungen du in welcher Lebenslage brauchst
- Diese Versicherungen kannst du dir meist sparen
- Was zuerst? Die Reihenfolge für deinen Versicherungsschutz
- Alle Themen rund um Sachversicherungen im Überblick
- Was bei deinen Versicherungen als Nächstes zählt
- Häufig gestellte Fragen
Welche Versicherungen brauche ich wirklich?
Die kurze Antwort: Du brauchst eine Versicherung dann, wenn ein Schaden dich finanziell aus der Bahn werfen würde. Alles, was du notfalls aus eigener Tasche bezahlen kannst, darfst du selbst tragen.
Eine Versicherung ist ein Tausch: ein sicherer kleiner Beitrag gegen einen unsicheren großen Schaden. Bei kleinen Schäden lohnt er sich selten, denn im Beitrag stecken auch Verwaltung und Vertrieb.
Die Verbraucherzentrale sagt es klar: Die Absicherung existenzieller Risiken hat Vorrang. Gleichzeitig stellt sie fest, dass vielen genau diese Absicherung fehlt, während beliebte Produkte für die wenigsten echten Nutzen bringen. Ein durchschnittlicher Haushalt zahlt laut Stiftung Warentest rund 149 Euro im Monat für Versicherungen, Lebens-, Renten- und private Krankenversicherungen nicht eingerechnet, Stand Juli 2026.
Existenziell, wichtig, nice to have: so ordnest du jede Versicherung ein
Die Antwort vorweg: Jede Versicherung landet in einer von drei Stufen. Maßstab ist nicht, wie oft etwas passiert, sondern wie schwer die Folgen sind.
Stufe eins: existenzielle Risiken, die du immer absicherst
Hier geht es um Schäden, die in die Hunderttausende oder Millionen gehen. Nach § 823 BGB haftest du für Schäden, die du anderen fahrlässig zufügst, und zwar ohne Obergrenze, mit deinem heutigen Vermögen und deinem künftigen Einkommen. Darum gehört die Privathaftpflicht ganz oben hin. Stiftung Warentest empfiehlt mindestens 10 Millionen Euro Deckung, Stand Mai 2026.
Genauso existenziell ist deine Arbeitskraft. Wer von seinem Einkommen lebt, verliert bei einer langen Krankheit über Jahrzehnte gerechnet schnell eine Million Euro und mehr. Dafür gibt es die Berufsunfähigkeitsversicherung. Pflicht ist ohnehin die Krankenversicherung, gesetzlich oder privat. Hängen andere Menschen finanziell von dir ab, kommt die Risikolebensversicherung dazu.
Stufe zwei: wichtige Versicherungen, sobald die Lage passt
Diese Verträge werden existenziell, sobald ein bestimmter Umstand eintritt. Wer ein Auto hält, muss eine Kfz-Haftpflicht haben, sonst gibt es keine Zulassung. Das Pflichtversicherungsgesetz schreibt mindestens 7,5 Millionen Euro für Personenschäden, 1,3 Millionen Euro für Sachschäden und 50.000 Euro für reine Vermögensschäden vor. Die Verbraucherzentrale rät zu deutlich mehr, möglichst 100 Millionen Euro, Stand November 2025.
Wer ein Haus besitzt, braucht eine Wohngebäudeversicherung und sollte Elementarschäden einschließen. Wer einen Hund oder ein Pferd hält, braucht eine eigene Tierhalterhaftpflicht. Und wer viel reist, sollte eine Auslandsreisekrankenversicherung haben, weil die gesetzliche Krankenkasse einen Rücktransport nach Deutschland nicht zahlt.
Stufe drei: nice to have, wenn das Budget es hergibt
Hausrat, Rechtsschutz, Zahnzusatz oder eine Tierkrankenversicherung können sinnvoll sein. Stiftung Warentest ordnet sie als je nach Situation sinnvoll ein. Ein Schaden ärgert hier, ruiniert dich aber in aller Regel nicht. Wer eine solide Rücklage hat, kann viele dieser Risiken auch selbst tragen.
In unserem Kurs nennen wir das die drei Wege mit Risiken umzugehen: Absichern, also das Risiko an eine Versicherung abgeben. Puffern, also Geld zurücklegen und den Schaden selbst zahlen. Oder bewusst ignorieren und die Folgen in Kauf nehmen. Alle drei Wege sind gültig, solange du bewusst entscheidest.
Alle Sachversicherungen im Vergleich
Die Tabelle zeigt, wofür jede Sachversicherung da ist und wo ihre Grenze liegt. Beiträge nennen wir nur, wo eine belastbare Quelle sie ausweist.
| Versicherung | Wofür | Für wen | Kosten grob | Stärke | Grenze |
|---|---|---|---|---|---|
| Privathaftpflicht | Schäden, die du anderen zufügst | Für alle, Stufe eins | Sehr gute Tarife ab 48 Euro im Jahr, Schnitt 99 Euro, Stand Mai 2026 | Wehrt unberechtigte Forderungen ab und zahlt berechtigte | Kein Schutz bei Vorsatz, nicht für Auto, Hund oder Pferd |
| Hausrat | Einrichtung bei Feuer, Leitungswasser, Sturm, Einbruch | Wer viel oder Wertvolles besitzt | Abhängig von Wohnort und Versicherungssumme | Zahlt den Neuwert | Unterversicherung kürzt die Leistung |
| Elementarschaden | Starkregen, Hochwasser, Erdrutsch, Schneedruck | Eigentümerinnen und Eigentümer, auch Mieterinnen und Mieter für den Hausrat | Zuschlag je nach Gefährdung des Wohnorts | Schließt die größte Lücke im Grundschutz | Nur als Zusatz zu Gebäude oder Hausrat |
| Rechtsschutz | Anwalts- und Gerichtskosten | Wer Streit im Job, als Mieterin oder Mieter oder im Verkehr fürchtet | Abhängig von Bausteinen und Selbstbeteiligung | Hilft, Recht auch durchzusetzen | Wartezeit, oft Scheidung und Baurecht ausgeschlossen |
| Kfz | Schäden mit dem Auto, Haftpflicht ist Pflicht | Halterinnen und Halter | Abhängig von Fahrzeug, Region und Schadenfreiheit | Haftpflicht schützt vor Millionenforderungen | Kasko für alte Autos selten sinnvoll |
| Reiseversicherungen | Krankheit im Ausland, Rücktritt von der Reise | Wer reist | Auslandsreisekranken für Singles ab 8 Euro im Jahr, Stand Juli 2026 | Zahlt Behandlung und Rücktransport | Gepäckversicherung meist lückenhaft |
| Tierhalterhaftpflicht | Schäden durch Hund oder Pferd | Hunde- und Pferdehalterinnen und -halter | Abhängig von Tier, Rasse und Deckung | Deckt die Haftung ohne eigenes Verschulden | Katzen und Kleintiere laufen über die Privathaftpflicht |
| Tierkrankenversicherung | Tierarzt- und OP-Kosten | Wer hohe Tierarztrechnungen nicht puffern kann | Abhängig von Tierart, Alter und Umfang | Planbare Kosten statt Schock-Rechnung | Wartezeiten, Vorerkrankungen oft ausgeschlossen |
Welche Versicherungen du in welcher Lebenslage brauchst
Die Antwort vorweg: Die Grundausstattung bleibt gleich, die Ergänzungen wandern mit deinem Leben. Jeder Umzug, jede Beziehung, jedes Kind und jeder Jobwechsel verschiebt etwas.
In Ausbildung, im Studium und beim Berufsstart
Auszubildende und Studierende sind in der Privathaftpflicht der Eltern meist mitversichert, bis die erste Ausbildung oder das erste Studium endet. Entscheidend ist dabei nicht ein festes Alter, sondern das Ende der ersten Ausbildung. Danach brauchst du eine eigene Police. Studierende können bis 25 in der Familienversicherung der Krankenkasse bleiben, wenn sie höchstens 603 Euro im Monat verdienen, Stand 2026.
Mit dem ersten Gehalt rückt die Berufsunfähigkeitsversicherung nach vorn. Jung und gesund abgeschlossen ist sie günstiger und leichter zu bekommen. Eine Hausratversicherung ist für die erste kleine Wohnung laut Verbraucherzentrale meist noch nicht so wichtig.
Allein in der Mietwohnung
Hier zählen Privathaftpflicht und Arbeitskraft am meisten. Achte bei der Haftpflicht auf Mietsachschäden, also Schäden an der gemieteten Wohnung selbst, etwa am Parkett oder am Waschbecken. Stiftung Warentest verlangt im Grundschutz dafür mindestens 1 Million Euro, Stand Mai 2026. Eine Hausratversicherung lohnt sich, sobald deine Einrichtung so viel wert ist, dass du sie nach einem Brand nicht aus Rücklagen ersetzen könntest.
Als Paar in einer gemeinsamen Wohnung
Wer zusammenzieht, kann oft sparen. Für einen gemeinsamen Haushalt reichen eine Privathaftpflicht und eine Hausratversicherung. Unverheiratete Paare müssen darauf achten, dass die Partnerin oder der Partner im Vertrag ausdrücklich genannt ist. Doppelte Verträge kündigst du zum Ablauf, nicht vorher, damit keine Lücke entsteht.
Mit Kindern in der Familie
Kinder machen die Arbeitskraft beider Eltern noch wichtiger, egal wer gerade mehr verdient oder in Elternzeit ist. Dazu kommt eine Risikolebensversicherung, wenn die Familie von einem Einkommen abhängt. In der Haftpflicht zählt eine Klausel für deliktunfähige Kinder. Nach § 828 BGB haften Kinder unter sieben Jahren nicht, bei Unfällen mit Auto oder Bahn bis zum zehnten Geburtstag. Ohne diese Klausel bleibt der Schaden bei den Geschädigten.
Mit eigenem Haus oder eigener Wohnung
Mit Eigentum wird die Wohngebäudeversicherung Pflicht im übertragenen Sinn, bei einer Finanzierung verlangt die Bank sie fast immer. Der Elementarschutz ist dabei nicht automatisch enthalten. Laut Stiftung Warentest fehlt er etwa jedem zweiten Gebäude, Stand Juli 2026. Wer eine Wohnung vermietet oder ein Haus besitzt, prüft zusätzlich die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht.
Als Selbständige, als Beamtinnen und Beamte, im Ruhestand
Selbständige haben keine Lohnfortzahlung. Für sie wird ein Krankentagegeld genauso wichtig wie die Absicherung der Arbeitskraft, dazu oft eine Berufs- oder Betriebshaftpflicht. Beamtinnen und Beamte sichern statt der Berufsunfähigkeit die Dienstunfähigkeit ab. Im Ruhestand fällt die Berufsunfähigkeit weg. Dafür werden Pflege, Zähne und eine Auslandsreisekrankenversicherung ohne hohe Alterszuschläge wichtiger.
Diese Versicherungen kannst du dir meist sparen
Die Antwort vorweg: Alles, was nur kleine, gut bezahlbare Schäden abdeckt, ist meist zu teuer für das, was es leistet. Stiftung Warentest und Verbraucherzentrale raten bei diesen Policen in der Regel ab:
- Handy- und Tabletversicherung: Sie kostet laut Verbraucherzentrale oft 10 bis 30 Prozent des Kaufpreises im Jahr, dazu kommen Selbstbeteiligung und viele Ausschlüsse, Stand Juli 2023.
- Brillenversicherung: Die Leistung ist niedrig gedeckelt, der Beitrag über die Laufzeit vergleichsweise hoch.
- Reisegepäckversicherung: Teuer und lückenhaft. Bargeld, Karten und Tickets sind meist ausgeschlossen.
- Glasversicherung: Viele Kleinschäden, hohe Verwaltungskosten, darum ein teurer Beitrag.
- Krankenhaustagegeld für Angestellte: Den Verdienstausfall decken Lohnfortzahlung und Krankengeld besser ab.
- Sterbegeldversicherung: Laut Stiftung Warentest zu teuer. Eine Rücklage oder eine Risikolebensversicherung leisten dasselbe günstiger.
- Vollkasko für ein altes Auto: Der Schaden am eigenen, wenig wertvollen Wagen führt kaum zum finanziellen Ruin.
Umstritten ist die private Unfallversicherung. Sie zahlt nur nach einem Unfall, die meisten Fälle von Berufsunfähigkeit entstehen aber durch Krankheit. Als Ergänzung kann sie sinnvoll sein, als Ersatz für die Absicherung der Arbeitskraft taugt sie nicht.
Was zuerst? Die Reihenfolge für deinen Versicherungsschutz
Die Antwort vorweg: erst die Haftpflicht, dann die Arbeitskraft, dann eine Rücklage, danach alles, was deine Lage verlangt. So schließt du die teuersten Lücken zuerst.
Ein Beispiel macht das greifbar. „Lisa Logisch ist unsere Beispielperson. Sie ist erfunden, ihr Verlauf ist alltagsecht.“ Lisa ist 31, Projektmanagerin in Vollzeit und verdient 2.500 Euro netto im Monat. Sie wohnt zur Miete, ist gesetzlich krankenversichert und hat seit 2019 eine Berufsunfähigkeitsversicherung über 1.500 Euro Monatsrente.
Lisas erster Baustein ist die Privathaftpflicht. An einem Samstag hilft sie einer Freundin beim Umzug. Ein Karton rutscht ihr aus der Hand, darin ein Laptop, Schaden rund 1.200 Euro. Das ist ein Gefälligkeitsschaden, also ein Schaden bei unbezahlter Hilfe, und nicht jeder Tarif zahlt ihn. Ein paar Wochen später übersieht Lisa mit dem Fahrrad eine Fußgängerin. Behandlung, Reha, Verdienstausfall und Schmerzensgeld summieren sich auf über 120.000 Euro. Bei bleibenden Schäden wären es schnell Millionen.
Ihr zweiter Baustein steht schon, aber er ist zu klein. Die 1.500 Euro aus ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung hat Lisa mit 24 zum Berufsstart vereinbart. Ihre Fixkosten liegen heute bei 1.600 Euro, ihr Netto bei 2.500 Euro. Eine Erhöhung über die Nachversicherungsgarantie, also ohne neue Gesundheitsfragen, wäre jetzt wichtiger als jede neue Sachversicherung.

Samiras Blick
Samira Harkat
„Verträge werden nach dem Abschluss fast nie geprüft.“
Der dritte Baustein ist kein Vertrag, sondern Geld auf dem Konto. Die Verbraucherzentrale empfiehlt zwei bis drei Nettogehälter als Rücklage. Für Lisa sind das 5.000 bis 7.500 Euro. Mit diesem Puffer kann sie eine kaputte Brille, ein geklautes Handy oder eine Tierarztrechnung selbst zahlen und braucht dafür keine eigene Police.
Erst danach kommt der Rest. Lisa reist gern, also gehört eine Auslandsreisekrankenversicherung dazu, sie kostet wenig und deckt ein großes Risiko. Eine Hausratversicherung prüft sie nach dem Wert ihrer Einrichtung. Die Verbraucherzentrale nennt als Richtwert 650 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, Stand November 2025. Bei angenommenen 55 Quadratmetern wären das 35.750 Euro.
Alle Themen rund um Sachversicherungen im Überblick
Zu jeder Sachversicherung gibt es eine eigene Seite mit allen Klauseln und Sonderfällen.
Privathaftpflichtversicherung: Die wichtigste Police für alle, mit allen Klauseln von Gefälligkeitsschäden bis Forderungsausfall.
Hausratversicherung: Wie du die richtige Versicherungssumme findest und was der Unterversicherungsverzicht bringt.
Elementarschadenversicherung: Warum der Schutz gegen Starkregen und Hochwasser im Grundvertrag fehlt.
Rechtsschutzversicherung: Bausteine, Wartezeit, Selbstbeteiligung und typische Ausschlüsse.
Kfz-Versicherung: Haftpflicht, Teilkasko, Vollkasko und wann sich Kasko nicht mehr lohnt.
Reiseversicherungen: Auslandsreisekranken, Reiserücktritt und warum Gepäckschutz selten lohnt.
Tierhalterhaftpflicht: Warum du für Hund oder Pferd auch ohne Verschulden haftest.
Tierkrankenversicherung: OP-Schutz oder Vollschutz, und wann eine Rücklage reicht.
Einkommen und Familie findest du in eigenen Rubriken, etwa bei der Risikolebensversicherung.
Was bei deinen Versicherungen als Nächstes zählt
Die meisten Menschen haben nicht zu wenige Versicherungen, sondern die falschen. Darum zählt als Nächstes nicht ein neuer Vertrag, sondern ein ehrlicher Blick in die Unterlagen, die du schon hast. Welche Police schützt vor einem großen Risiko, welche nur vor einem kleinen Ärger?
Die Verbraucherzentrale rät, den eigenen Schutz alle zwei bis drei Jahre zu prüfen und immer dann, wenn sich dein Leben ändert. Ein Umzug, ein Kind, eine Trennung oder eine Auszeit sind gute Anlässe. Viele Sachversicherungen kannst du mit drei Monaten Frist zum Ablauf kündigen. Lange laufende Verträge wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung kündigst du dagegen nie, bevor ein neuer Schutz sicher steht.
Eine gute Absicherung ist schlank und wächst mit deinem Leben mit. Wenn du eine zweite Meinung möchtest, sprechen wir gern darüber.
Lass uns deine Versicherungen einmal gemeinsam sortieren.
Die Prüfung ist unabhängig davon, ob am Ende ein neuer Vertrag steht. Oft ist der alte Vertrag mit Lücken besser als ein neuer mit neuen Gesundheitsfragen.
Beratung durch die FemininFinance GmbH & Co. KG, Versicherungsmaklerin nach § 34d Abs. 1 GewO, Register-Nr. D-TAJS-4I8JO-48, und ihre Kooperationspartner:innen mit eigener Erlaubnis und eigener Registrierung bei der IHK.
Häufig gestellte Fragen
Das hängt vom Alter ab. Kinder unter sieben Jahren haften nach § 828 BGB nicht. Habt ihr eure Aufsichtspflicht nicht verletzt, muss rechtlich niemand zahlen. Eine gute Privathaftpflicht mit einer Klausel für deliktunfähige Kinder ersetzt den Schaden trotzdem, meist bis zu einer festen Summe. Ist dein Kind älter, kann es selbst haften, dann zahlt eure Familienhaftpflicht.
Das sind Leitungswasserschäden, und sie verteilen sich auf mehrere Verträge. Deine Hausratversicherung zahlt deine eigenen Möbel und Geräte. Der fest verlegte Boden gehört zum Gebäude, dafür ist die Wohngebäudeversicherung der Eigentümerin oder des Eigentümers zuständig. Läuft Wasser in die Wohnung darunter und trifft dich ein Verschulden, springt deine Privathaftpflicht ein.
Nur, wenn dein Vertrag Fahrraddiebstahl ausdrücklich einschließt. Der Grundschutz zahlt meist nur, wenn das Rad aus deiner Wohnung oder einem abgeschlossenen Kellerraum gestohlen wird. Unterwegs brauchst du die Zusatzklausel, und das Rad muss in der Regel abgeschlossen gewesen sein.
Eine Privathaftpflicht für Paare reicht. Behaltet den Vertrag mit den besseren Bedingungen und lasst die zweite Person ausdrücklich eintragen, das ist bei unverheirateten Paaren wichtig. Den anderen Vertrag kündigt ihr zum Ablauf. So entsteht keine Lücke. Bei der Hausratversicherung geht ihr genauso vor und passt die Versicherungssumme an die gemeinsame Wohnung an.
Meist nicht. Laut Verbraucherzentrale kostet sie oft 10 bis 30 Prozent des Kaufpreises im Jahr, dazu kommen Selbstbeteiligung und viele Ausschlüsse. Für Mängel gibt es ohnehin die gesetzliche Gewährleistung. Günstiger ist es meist, das Geld für eine Reparatur in deiner Rücklage zu halten.
In der Privathaftpflicht deiner Eltern bist du in der Regel mitversichert, bis deine erste Ausbildung oder dein erstes Studium endet. In der gesetzlichen Krankenversicherung kannst du bis 25 familienversichert bleiben, wenn du höchstens 603 Euro im Monat verdienst, Stand 2026. Mit dem ersten Job brauchst du eine eigene Haftpflicht.
Quellen: Stiftung Warentest: Versicherungs-Check: Welche Versicherung wichtig ist, Stand 05.08.2026, geprüft am 07.10.2026 · Stiftung Warentest: Versicherung je nach Lebenslage, Stand 15.07.2026, geprüft am 07.10.2026 · Stiftung Warentest: Private Haftpflichtversicherungen im Vergleich, Stand 20.05.2026, geprüft am 07.10.2026 · Verbraucherzentrale: Check: Welche Versicherungen brauche ich?, Stand 24.11.2025, geprüft am 07.10.2026 · Verbraucherzentrale: Hausratversicherung: Auf den Wert der Einrichtung kommt es an, Stand 10.11.2025, geprüft am 07.10.2026 · Verbraucherzentrale: Geräteversicherung für Smartphone und Tablet: teuer und oft überflüssig, Stand 21.07.2023, geprüft am 07.10.2026 · Verbraucherzentrale: Kfz-Versicherung: Pflicht für alle Halterinnen und Halter, Stand 04.11.2025, geprüft am 07.10.2026 · dejure.org: § 4 Pflichtversicherungsgesetz mit Anlage zu den Mindestversicherungssummen, Stand Oktober 2026, geprüft am 07.10.2026
Was sich geändert hat: 07.10.2026 – erste Fassung.
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Tipps unter Fachkolleg:innen: Welche Versicherungen brauche ich?
Für Versicherungsvermittlerinnen und -vermittler, Finanzberaterinnen und -berater mit IHK-Registrierung
- Ladet eure Kundinnen und Kunden nach jedem Umzug, Zusammenzug oder Kind zu einem kurzen Ordner-Check ein. Doppelte Haftpflicht- und Hausratverträge finden sich fast immer.
- Fragt beim Sach-Check auch nach der Höhe der BU-Rente. Ein alter Vertrag vom Berufsstart passt selten noch zum heutigen Netto.
- Sprecht offen an, welche Policen verzichtbar sind. Das schafft Vertrauen für die wichtigen.
