Die Krankenversicherung ist der Vertrag, über den du am wenigsten nachdenkst und den du am meisten nutzt. Gesetzlich, privat oder mit Zusatz: In Deutschland musst du immer versichert sein. Welcher Weg dir offensteht, hängt von deinem Status ab, nicht von deinem Wunsch.
Spannend wird es an den Übergängen. Erster Job, Selbständigkeit, Verbeamtung, ein Kind, die Rente. An diesen Stellen entscheidest du oft für Jahrzehnte, und manches lässt sich später kaum zurückdrehen.
Hier siehst du das ganze Bild: wie gesetzliche Kasse, private Vollversicherung und Zusatzversicherungen zusammenhängen, was 2026 gilt, was ab 2027 beschlossen ist und welche Seite dir im Detail weiterhilft.
Betrifft dich, wenn du ins Berufsleben startest du dich selbstständig machst ein Kind kommt die Rente näher rückt
Das Wichtigste in Kürze
- Fast neun von zehn Menschen sind gesetzlich versichert. Privat vollversichert waren Ende 2025 rund 8,79 Millionen, meldet der PKV-Verband, Stand: Februar 2026.
- In die private Krankenversicherung dürfen Angestellte über 77.400 Euro brutto im Jahr, Selbständige sowie Beamtinnen und Beamte. Stand: 2026.
- In der Kasse zählt dein Einkommen, Familie ohne Einkommen ist kostenlos dabei. Privat zählen Alter, Gesundheit und Tarif, jede Person braucht einen eigenen Vertrag.
- Zusatzversicherungen schließen einzelne Lücken der Kasse. Ab 1. Januar 2027 sind ein kleinerer Zuschuss zum Zahnersatz und höhere Zuzahlungen beschlossen. Das kann sich noch ändern.
- Ab 55 ist der Weg aus der privaten zurück in die gesetzliche Kasse meist versperrt.
Inhalt
- Was ist eine Krankenversicherung?
- Wie gesetzliche, private und Zusatzversicherung zusammenhängen
- Alle Krankenversicherungen im Vergleich
- Was zuerst? Die Reihenfolge bei der Krankenversicherung
- Was sich 2027 und 2028 bei der Krankenversicherung ändert
- Alle Themen rund um die Krankenversicherung
- Was bei der Krankenversicherung als Nächstes zählt
- Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Krankenversicherung?
Die kurze Antwort: Eine Krankenversicherung bezahlt deine Behandlung, wenn du krank wirst. Ärztinnen und Ärzte, Krankenhaus, Medikamente, Zahnarzt, Reha. In Deutschland gibt es dafür zwei Systeme nebeneinander, Fachleute sprechen vom dualen System.
Seit 2009 gilt für alle, die hier wohnen, eine Versicherungspflicht. Wer privat versichert ist, braucht nach § 193 VVG mindestens Schutz für ambulante und stationäre Behandlung, mit höchstens 5.000 Euro Selbstbehalt im Jahr. Wer sich zu spät versichert, zahlt nach Absatz 4 für jeden Monat ohne Schutz einen Monatsbeitrag als Zuschlag, ab dem sechsten Monat ein Sechstel davon.
Zur Krankenversicherung gehört immer die Pflegeversicherung. Sie folgt ihr: Wer in der Kasse ist, ist in der gesetzlichen Pflegeversicherung. Wer privat versichert ist, braucht eine private Pflege-Pflichtversicherung.
Wie gesetzliche, private und Zusatzversicherung zusammenhängen
Die kurze Antwort: Die gesetzliche oder die private Vollversicherung ist dein Fundament, du hast immer genau eine davon. Zusatzversicherungen setzen auf die gesetzliche Kasse auf. Bei Beamtinnen und Beamten teilen sich Beihilfe und private Versicherung die Kosten.
Die gesetzliche Krankenversicherung: Beitrag nach Einkommen
Die Kasse arbeitet nach dem Solidarprinzip. Du zahlst einen Prozentsatz deines Einkommens, und alle bekommen, was medizinisch nötig ist. 2026 sind das 14,6 Prozent plus Zusatzbeitrag, im Durchschnitt 2,9 Prozent, berechnet bis 5.812,50 Euro im Monat. Angestellte tragen die Hälfte. So steht es in den Rechengrößen der Bundesregierung, Stand: April 2026.
Gesundheitsfragen gibt es nicht, ablehnen darf keine Kasse. Ehe- und eingetragene Lebenspartner und Kinder ohne eigenes Einkommen über 565 Euro im Monat sind kostenlos mitversichert, mit Minijob bis 603 Euro. Die Leistungen sind weitgehend gesetzlich festgelegt und müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein.
Die private Krankenversicherung: Beitrag nach Risiko
Die private Vollversicherung ersetzt die Kasse ganz. Dein Beitrag hängt von Eintrittsalter, Gesundheit und Tarif ab, nicht vom Einkommen. Die Leistung steht im Vertrag und kann später nicht gekürzt werden.
Wählen darf nicht jede Person. Angestellte brauchen 2026 mehr als 77.400 Euro brutto im Jahr, das ist die Versicherungspflichtgrenze. Selbständige dürfen unabhängig vom Einkommen wechseln. Beamtinnen und Beamte bekommen von ihrem Dienstherrn Beihilfe und versichern privat nur den Rest. Ab 55 ist die Rückkehr in die Kasse nach § 6 Abs. 3a SGB V meist ausgeschlossen.
Zusatzversicherungen: einzelne Lücken der Kasse schließen
Wer gesetzlich versichert ist, kann private Bausteine dazunehmen: für Zähne, Brille und Heilpraktiker, das Krankenhaus, das Ausland oder das Einkommen bei langer Krankheit. Rund 32 Millionen solcher Verträge gab es Ende 2025 laut PKV-Verband. Die Grundversorgung bleibt immer bei der Kasse.
Alle Krankenversicherungen im Vergleich
Die Tabelle zeigt alle Bausteine dieser Rubrik auf einen Blick. Preise stehen nur dort, wo es eine belastbare Quelle gibt. Sonst hängt der Beitrag zu stark von Alter, Gesundheit und Umfang ab.
| Baustein | Wofür | Für wen | Grobe Kosten | Stärke | Grenze |
|---|---|---|---|---|---|
| Gesetzliche Krankenversicherung | Grundversorgung | Angestellte unter der Grenze, Studierende, viele Rentnerinnen und Rentner, freiwillig auch andere | 14,6 % plus Zusatzbeitrag vom Einkommen, Angestellte zahlen die Hälfte | Familie kostenlos, keine Gesundheitsfragen | Zuzahlungen, Festzuschuss beim Zahnersatz |
| Private Krankenversicherung | Vollschutz statt Kasse | Angestellte über 77.400 €, Selbständige | nach Alter, Gesundheit, Tarif, Arbeitgeber zahlt höchstens 508,59 € dazu | Vertraglich garantierte Leistung | Beiträge steigen, jedes Kind kostet extra |
| Beihilfe und PKV | Restkosten neben der Beihilfe | Beamtinnen und Beamte | nur der Anteil, den die Beihilfe nicht trägt | Bund trägt 50 bis 80 % der Kosten | Regeln je Bundesland verschieden |
| Zahnzusatz | Zahnersatz, Implantat, Zahnreinigung | Alle mit gesunden Zähnen | 9 bis 15 € im Monat für Basisschutz, Stiftung Warentest, Stand: August 2026 | Lücke wächst ab 2027 | Begrenzte Leistung in den ersten Jahren |
| Ambulant | Heilpraktiker, Brille, Vorsorge | Wer diese Leistungen gezielt nutzt | je nach Umfang | Viele Extras in einem Vertrag | Oft niedrige Jahreshöchstbeträge |
| Stationär | Ein- oder Zweibettzimmer, Chefärztin oder Chefarzt | Wer im Krankenhaus mehr Wahl will | ab rund 31 € im Monat mit 32 Jahren, Stiftung Warentest, Stand: März 2026 | Freie Arzt- und Klinikwahl | Komfort, keine Grundversorgung |
| Krankentagegeld | Einkommen bei langer Krankheit | Angestellte mit Lücke, Selbständige | nach Tagessatz und Beginn | Sichert die Fixkosten | Nur bei voller Arbeitsunfähigkeit |
| Krankenhaustagegeld | Fester Betrag je Kliniktag | Wenige, etwa ohne Rücklagen | nach Tagessatz | Geld frei verwendbar | Ersetzt kein Einkommen |
| Auslandsreise | Behandlung und Rücktransport im Ausland | Alle, die reisen | ab rund 8 € im Jahr, Stiftung Warentest, Stand: Juli 2026 | Großer Schutz für wenig Geld | Reisen meist bis 6 bis 10 Wochen |
| Betriebliche Krankenversicherung | Zusatzbausteine über den Job | Beschäftigte mit Angebot | zahlt der Arbeitgeber | Oft ohne Gesundheitsfragen | Hängt am Arbeitsplatz |
Stand der Tabelle: Oktober 2026. Grenzwerte nach den Rechengrößen 2026, Beihilfesätze für den Bund laut dbb. Die Pflegezusatzversicherung gehört zur Rubrik Pflege und steht auf ihrer eigenen Seite.
Was zuerst? Die Reihenfolge bei der Krankenversicherung
Die kurze Antwort: Zuerst klärst du, ob du gesetzlich oder privat versichert bist und ob das zu deinem Status passt. Danach sicherst du ab, was teuer werden kann und wenig kostet. Komfort kommt zuletzt.
„Lisa Logisch ist unsere Beispielperson. Sie ist erfunden, ihr Verlauf ist alltagsecht.“ Lisa ist 31, Projektmanagerin in Vollzeit und verdient 3.850 Euro brutto. Damit liegt sie unter der Grenze und ist pflichtversichert. Bei durchschnittlichem Zusatzbeitrag zahlt sie rund 337 Euro für die Kasse und 92,40 Euro für die Pflege, zusammen rund 429 Euro im Monat.
Lisa reist gern, darum steht die Auslandsreisekrankenversicherung bei ihr ganz vorn. Als Zweites schaut sie auf ihr Einkommen. Ihr Krankengeld läge bei rund 1.980 Euro netto statt 2.500 Euro. Die Lücke von rund 520 Euro schließt ein Krankentagegeld von rund 17,30 Euro am Tag. Erst danach kommen Zähne und Krankenhauskomfort.
Stell dir vor: Lisa macht sich mit 33 selbständig, mit 4.000 Euro Gewinn im Monat. Freiwillig gesetzlich versichert zahlt sie mit Anspruch auf Krankengeld 17,5 Prozent plus 4,2 Prozent Pflege, rund 868 Euro, und zwar allein. Jetzt darf sie in die private Krankenversicherung. Ob das klug ist, hängt davon ab, ob sie Kinder plant, Pausen einlegt und für höhere Beiträge im Alter sparen kann.

Samiras Blick
Samira Harkat
„Verträge werden nach dem Abschluss fast nie geprüft.“
Bei der Krankenversicherung kostet das doppelt. Der Status ändert sich mit dem Leben, und Zusatzverträge vom Berufsstart passen zehn Jahre später oft nicht mehr. Ein Blick nach jedem Jobwechsel, jeder Erhöhung und jeder Familienänderung lohnt sich.
Was sich 2027 und 2028 bei der Krankenversicherung ändert
Die kurze Antwort: Gesetzlich Versicherte zahlen ab 2027 mehr selbst. Bundestag und Bundesrat haben dazu im Juli 2026 das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen. Die meisten Teile gelten ab 1. Januar 2027, einige ab 2028. Alle Werte hier sind beschlossen, können sich bis zum Start aber noch ändern.
Ab 1. Januar 2027 steigen die Zuzahlungen. Ein Krankenhaustag kostet dann 15 statt 10 Euro, ein Medikament mindestens 7,50 und höchstens 15 Euro. Der Festzuschuss für Zahnersatz sinkt von 60, 70 und 75 auf 50, 60 und 65 Prozent. Endet dein Job während einer Krankschreibung, beträgt das Krankengeld danach 60 Prozent.
Auch die Grenzen steigen 2027 stärker als üblich, die Beitragsbemessungsgrenze zusätzlich um 300 Euro im Monat. Die genauen Werte legt eine Verordnung fest, die Anfang Oktober 2026 noch nicht beschlossen war. Ab 1. Januar 2028 kostet die Familienversicherung für viele Ehepaare ohne kleine Kinder einen Zuschlag von 2,5 Prozent. Was das für Teilzeit heißt, steht im Artikel GKV-Reform 2027.
Alle Themen rund um die Krankenversicherung
Jede dieser Seiten geht tief in ein Thema. Hier liest du, worum es jeweils geht.
Gesetzlich und privat: die beiden Systeme
Gesetzliche Krankenversicherung: Beiträge, Leistungen, Zuzahlungen, Familienversicherung, Kassenwechsel und wie du zu deinem Recht kommst, wenn die Kasse ablehnt.
Private Krankenversicherung: wer darf, wie Alterungsrückstellung und Beitragserhöhungen funktionieren, der Tarifwechsel nach § 204 VVG und der Weg zurück.
Private Krankenversicherung für Angestellte: wann du die Grenze überschreitest, wie der Arbeitgeberzuschuss funktioniert und was bei Teilzeit oder Elternzeit passiert.
Beihilfe und PKV für Beamtinnen und Beamte: Bemessungssätze, Beihilfetarife, die Öffnungsaktion für Menschen mit Vorerkrankungen und die pauschale Beihilfe einiger Länder.
Krankenversicherung in besonderen Lebenslagen
Krankenversicherung für Selbständige: freiwillig gesetzlich oder privat, Mindestbeitrag auf 1.318,33 Euro im Monat, Stand: 2026, und wie du Krankengeld oder Krankentagegeld absicherst.
Krankenversicherung für Kinder: wann Kinder kostenlos in der Kasse sind, wann sie privat versichert werden müssen und warum die Anmeldung binnen zwei Monaten nach der Geburt zählt.
Krankenversicherung für Studierende: Familienversicherung bis 25, studentische Pflichtversicherung, die einmalige Befreiung zu Studienbeginn und was für Nebenjobs und duale Studiengänge gilt.
Krankenversicherung im Ruhestand: die Krankenversicherung der Rentner mit ihrer Neun-Zehntel-Regel, Beiträge auf Betriebsrenten und der Zuschuss der Rentenversicherung für privat Versicherte.
Zusatzversicherungen für gesetzlich Versicherte
Krankenzusatzversicherung: alle Bausteine im Überblick, die Regeln, die für jeden Vertrag gelten, und welche Reihenfolge sinnvoll ist.
Zahnzusatzversicherung: was die Kasse beim Zahnersatz zahlt, was sich 2027 ändert und welche Klauseln im Vertrag den Unterschied machen.
Ambulante Zusatzversicherung: Heilpraktikerin und Heilpraktiker, Brille, Vorsorge, Impfungen und die ambulante Kostenerstattung.
Stationäre Zusatzversicherung: Ein- oder Zweibettzimmer, Wahlärztin oder Wahlarzt, Privatklinik und worauf es bei den Gebührensätzen ankommt.
Krankenhaustagegeld und Kurtagegeld: ein fester Betrag pro Tag in der Klinik und für wen sich das trotz Kritik der Verbraucherzentralen lohnen kann.
Auslandsreisekrankenversicherung: warum die Kasse einen Rücktransport nie zahlt und was ein guter Jahresvertrag enthält.
Betriebliche Krankenversicherung: Zusatzschutz, den der Arbeitgeber bezahlt, oft ohne Gesundheitsfragen, und wie die 50-Euro-Grenze für Sachbezüge wirkt.
Was bei der Krankenversicherung als Nächstes zählt
Bei der Krankenversicherung zählt weniger der einzelne Vertrag als der Moment, in dem sich dein Leben ändert. Der erste Job, eine Selbständigkeit, eine Verbeamtung, ein Kind, ein Sabbatical oder die Rente stellen die Frage neu, ob du richtig versichert bist.
Dazu kommt, dass das System gerade mehr von dir verlangt. Zuzahlungen steigen, Zuschüsse sinken, Kassen müssen nicht mehr einzeln über höhere Zusatzbeiträge informieren. Das ist eine Schwäche der Regeln, nicht deine. Wer die eigenen Lücken kennt, entscheidet in Ruhe und nicht unter Druck. Gern schauen wir sie gemeinsam an.
Lass uns deine Krankenversicherung einmal durchgehen.
Die Prüfung ist unabhängig davon, ob am Ende ein neuer Vertrag steht. Oft ist der alte Vertrag mit Lücken besser als ein neuer mit neuen Gesundheitsfragen.
Beratung durch die FemininFinance GmbH & Co. KG, Versicherungsmaklerin nach § 34d Abs. 1 GewO, Register-Nr. D-TAJS-4I8JO-48, und ihre Kooperationspartner:innen mit eigener Erlaubnis und eigener Registrierung bei der IHK.
Häufig gestellte Fragen
Ja, kurz. Du nennst deinem Arbeitgeber eine Krankenkasse, er meldet dich an. Wählst du keine, meldet er dich bei deiner bisherigen Kasse an. Prüfe dabei den Zusatzbeitrag, denn die Unterschiede zwischen den Kassen sind spürbar. Liegt zwischen Studium und Job eine Pause, läuft die Versicherung automatisch weiter, dann aber mit eigenem Beitrag.
Als Angestellte oder Angestellter nicht. Die Versicherungspflichtgrenze liegt 2026 bei 6.450 Euro im Monat, also 77.400 Euro im Jahr. Darunter bist du pflichtversichert. Bist du selbständig, gilt keine Einkommensgrenze, und du kannst wählen.
Teilweise. Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte wirst du behandelt wie Versicherte im Gastland, mit den dortigen Eigenanteilen. Privatpraxen und einen Rücktransport nach Hause zahlt die Kasse nicht. Das übernimmt eine Auslandsreisekrankenversicherung, laut Stiftung Warentest ab rund 8 Euro im Jahr, Stand: Juli 2026.
Das hängt vom Einkommen ab. Verdient der privat versicherte Elternteil mehr als der andere und liegt über der Versicherungspflichtgrenze, ist das Kind nicht kostenlos in der Kasse versichert. Dann braucht es einen privaten Vertrag. Meldet ihr es binnen zwei Monaten nach der Geburt an, geht das ohne Gesundheitsfragen. Sonst ist es bei dir familienversichert.
Meist privat. Der Dienstherr zahlt über die Beihilfe einen Teil der Kosten, beim Bund 50 Prozent für Aktive. Den Rest versicherst du privat. In der Kasse trägst du den Beitrag dagegen meist allein. Einige Länder zahlen inzwischen eine pauschale Beihilfe für gesetzlich Versicherte. Mit Vorerkrankungen hilft die Öffnungsaktion zu Beginn der Laufbahn.
Nur, wenn du vor deinem 55. Geburtstag wieder versicherungspflichtig wirst, etwa durch ein Gehalt unter der Grenze oder Arbeitslosengeld I. Ab 55 bleibst du meist versicherungsfrei, wenn du die letzten fünf Jahre nicht gesetzlich versichert warst. Eine Rückkehr nach Wunsch gibt es nicht.
Nicht für die Grundversorgung, die zahlt die Kasse. Für fast alle sinnvoll ist eine Auslandsreisekrankenversicherung. Danach lohnt der Blick auf das Einkommen bei langer Krankheit und auf den Zahnersatz, weil dort der Zuschuss der Kasse ab 2027 laut beschlossenem Gesetz sinkt. Komfort wie das Einbettzimmer kommt zuletzt.
Quellen: Bundesregierung: Rechengrößen in der Sozialversicherung, Stand 29.04.2026, geprüft am 07.10.2026 · PKV-Verband: PKV-Branchenzahlen 2025, Stand 04.02.2026, geprüft am 07.10.2026 · Verbraucherzentrale: Krankenkasse: Pflichtversichert, freiwillig oder privat?, Stand 23.01.2026, geprüft am 07.10.2026 · Stiftung Warentest: Gesetzlich oder privat? So entscheiden Sie richtig, Stand 01.01.2026, geprüft am 07.10.2026 · dbb beamtenbund und tarifunion: Beihilfe, Stand 2026, geprüft am 07.10.2026 · Versicherungsvertragsgesetz über dejure.org: § 193 VVG, geltende Fassung, geprüft am 07.10.2026
Was sich geändert hat: 07.10.2026 – erste Fassung.
Haftungsausschluss: Dieser Artikel ist allgemeine Information und ersetzt keine persönliche Beratung. Welche Lösung zu dir passt, hängt von deiner Situation ab. Darüber sprechen wir am besten direkt. Alles Weitere steht im Haftungsausschluss.
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Tipps unter Fachkolleg:innen: Krankenversicherung
Für Versicherungsvermittlerinnen und -vermittler, Finanzberaterinnen und -berater mit IHK-Registrierung
- Statuswechsel sind der beste Anlass, von dir aus nachzufragen: erster Job, Selbständigkeit, Verbeamtung, Elternzeit, Rente.
- Gesetzlich Versicherte mit geplantem Zahnersatz jetzt auf die sinkenden Festzuschüsse ab 2027 ansprechen.
- Alte Zusatzverträge vom Berufsstart gemeinsam durchsehen. Oft fehlt das Krankentagegeld, während Komfortbausteine laufen.
