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Wie hoch die BU-Rente sein muss: Illustration zum Thema

Wie hoch die BU-Rente sein muss: mehr als 80 Prozent

Samira HarkatSamira HarkatStand: 15. Oktober 2026

Die meisten BU-Renten sind zu niedrig. Nicht ein bisschen, sondern deutlich. Die durchschnittliche private BU-Rente liegt laut Verbraucherzentrale bei rund 400 Euro im Monat. Davon lebt niemand.

Hier steht, wie hoch die BU-Rente sein muss, warum die bekannte Faustregel von 80 Prozent vom Netto nur ein Anfang ist und welche Kosten im Ernstfall dazukommen, an die beim Abschluss kaum jemand denkt. Mit einer Rechnung, die du für dich nachmachen kannst.

Betrifft dich, wenn du ins Berufsleben startest dein Einkommen steigt du deine Arbeitszeit reduzierst du länger ausfällst

Hier geht es nur um die Höhe der BU-Rente

Diese Seite erklärt, wie viel Rente deine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlen sollte. Wie die BU grundsätzlich funktioniert und welche Klauseln zählen, steht auf der Seite Berufsunfähigkeitsversicherung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Als grober Richtwert gelten etwa 80 Prozent deines Nettos. Das ist eine Untergrenze, kein Ziel.
  • Im Ernstfall kommen Kosten dazu, die heute dein Arbeitgeber mitträgt oder die vom Gehalt abgehen: Krankenversicherung, Altersvorsorge und Steuer. Rechnest du sie ein, kann dein Bedarf beim vollen Netto liegen.
  • Versicherer begrenzen die Rente nach oben, oft auf einen Anteil des Bruttos. Der Bund der Versicherten nennt als Beispiel 60 Prozent.
  • Ohne Dynamik verliert die Rente an Wert. Bei 2 Prozent Inflation sind 1.000 Euro nach 20 Jahren nur noch knapp 673 Euro wert.
  • Steigt dein Einkommen, erhöhst du mit der Nachversicherungsgarantie ohne neue Gesundheitsfragen, meist innerhalb von zwölf Monaten nach dem Anlass.

So gehst du vor

  • Schreib deine monatlichen Ausgaben auf: Fixkosten und Alltag. Ein Budgetplaner hilft: Budgetplaner in vier Schritten.
  • Rechne Krankenversicherung, Altersvorsorge und Steuer dazu, die bei Berufsunfähigkeit weiterlaufen.
  • Vergleiche das Ergebnis mit der Rente in deinem Versicherungsschein.
  • Ist die Rente zu niedrig, prüfe zuerst deine Nachversicherungsgarantie, bevor du an einen neuen Vertrag denkst.
  • Wir rechnen deine Lücke mit dir nach: in der Beratung.
Inhalt
  1. Wie hoch sollte die BU-Rente sein?
  2. Was bekommst du ohne BU vom Staat?
  3. Warum reichen 80 Prozent vom Netto meist nicht?
  4. Wie hoch darf die BU-Rente höchstens sein?
  5. Beispiel: So sieht das bei Lisa aus
  6. Was macht die Inflation mit deiner BU-Rente?
  7. Was gilt in Teilzeit, Elternzeit und beim Berufsstart?
  8. Was kostet eine höhere BU-Rente?
  9. So legst du die Höhe deiner BU-Rente beim Abschluss fest
  10. Wenn die BU-Rente gezahlt wird
  11. Was bei der Höhe der BU-Rente jetzt zählt
  12. Häufig gestellte Fragen

Wie hoch sollte die BU-Rente sein?

Die kurze Antwort: So hoch, dass du davon dein Leben weiter bezahlen kannst, einschließlich der Kosten, die im Ernstfall neu dazukommen. Rechnest du alles ein, liegt der Bedarf schnell näher am vollen Netto als an 80 Prozent.

Die BU-Rente ist der Betrag, den deine Berufsunfähigkeitsversicherung jeden Monat zahlt, wenn du deinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst. Sie ersetzt dein Gehalt. Und zwar oft für Jahrzehnte, bis zum vereinbarten Ende, meist mit 67.

Die Höhe legst du beim Abschluss fest. Später ändern geht nur nach oben, über eine Nachversicherungsgarantie oder einen zweiten Vertrag. Beides hat Grenzen. Deshalb lohnt es sich, die Zahl am Anfang einmal richtig zu rechnen.

Der Bund der Versicherten hält pauschale Werte wie „1.000 Euro reichen“ für wenig aussagekräftig. Die richtige Höhe hängt ab von deinen Lebenshaltungskosten, deiner Kranken- und Pflegeversicherung, deiner Altersvorsorge, Kindern, Steuern und eigenem Vermögen.

Was bekommst du ohne BU vom Staat?

Die kurze Antwort: Nur die gesetzliche Erwerbsminderungsrente, und die ist niedrig. Neue volle Erwerbsminderungsrenten lagen 2024 bei Frauen der Deutschen Rentenversicherung Bund im Schnitt bei 1.198 Euro im Monat, teilweise bei 621 Euro.

Die Erwerbsminderungsrente fragt nicht, ob du deinen Beruf noch ausüben kannst, sondern ob du überhaupt noch arbeiten kannst. Volle Rente gibt es erst, wenn du weniger als drei Stunden am Tag schaffst. Wer nach dem 1. Januar 1961 geboren ist, hat keinen gesetzlichen Berufsschutz mehr.

Die Zahlen stammen von der Deutschen Rentenversicherung Bund (Stand: Bundestag, Drucksache 21/1792). Im Bestand, also bei allen, die schon eine Rente bekommen, waren es bei Frauen im Schnitt 1.148 Euro voll und 649 Euro teilweise. Bei den Regionalträgern liegen die Werte niedriger. Laut Verbraucherzentrale liegt die Erwerbsminderungsrente im Schnitt unter dem Niveau der Grundsicherung.

Wie hoch deine eigene Rente wäre, hängt von deinen Beiträgen ab. Jahre in Teilzeit oder im Minijob senken sie, auch die Zeit bis zur Regelaltersgrenze, die hochgerechnet wird. Was davon bei dir ankommt, zeigt Erwerbsminderungsrente: wie viel wirklich kommt.

Warum reichen 80 Prozent vom Netto meist nicht?

Die kurze Antwort: Weil im Ernstfall neue Kosten entstehen. Die Verbraucherzentrale nennt 80 Prozent als Richtwert und zählt die Altersvorsorge zu den Ausgaben, die weiterlaufen. Der Bund der Versicherten nennt dazu Kranken- und Pflegeversicherung und die Steuer auf die Rente.

Die 80 Prozent gehen von einer einfachen Idee aus: Wer nicht arbeitet, spart Fahrtkosten, Kantine und Kleidung fürs Büro. Das stimmt. Gleichzeitig fallen drei Dinge an, die heute fast unsichtbar von deinem Bruttolohn abgehen.

1. Kranken- und Pflegeversicherung

Heute teilt sich dein Arbeitgeber den Beitrag mit dir. Ohne Gehalt bist du je nach Lage freiwillig gesetzlich versichert. Dann zählt deine gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (§ 240 SGB V), also auch die BU-Rente. Den Beitrag zahlst du allein. Bist du privat versichert, läuft dein Beitrag ohnehin voll weiter.

2. Altersvorsorge

Ohne Gehalt fließen keine Pflichtbeiträge mehr in deine gesetzliche Rente. Deine Rentenlücke im Alter wächst mit jedem Jahr. Die Verbraucherzentrale rechnet deshalb die eigene Altersvorsorge ausdrücklich zu den Kosten, die die BU-Rente decken soll. Wie groß diese Lücke heute schon ist, zeigt Deine Rentenlücke.

3. Steuer

Eine Rente aus einer selbstständigen BU ist eine abgekürzte Leibrente. Steuerpflichtig ist nur der Ertragsanteil. Er hängt davon ab, wie lange die Rente laufen kann: Bei 20 Jahren sind es 21 Prozent, bei 36 Jahren 35 Prozent (§ 55 EStDV). Ob am Ende Steuer anfällt, hängt von deinen übrigen Einkünften ab.

Der häufigste Denkfehler: „80 Prozent vom Netto, dann bin ich auf der sicheren Seite.“ Die Faustregel rechnet mit deinem heutigen Netto. Im Ernstfall zahlst du Krankenversicherung allein, deine Altersvorsorge stoppt, und die Rente wird besteuert. Wer das einrechnet, braucht fast immer mehr als 80 Prozent.

Wie hoch darf die BU-Rente höchstens sein?

Die kurze Antwort: Das legt jeder Versicherer in seinen Annahmerichtlinien fest. Meist darf die Rente einen bestimmten Anteil deines Bruttoeinkommens nicht überschreiten. Der Bund der Versicherten nennt 60 Prozent als Beispiel.

Die Grenze soll verhindern, dass du mit BU-Rente mehr hast als mit Gehalt. Für dich heißt sie: Die richtige Rente ist oft die höchste Rente, die du bekommst. Sie ist selten zu hoch.

Für Schülerinnen, Azubis und Studierende gibt es oft eine pauschale Rente ohne Prüfung des Einkommens, zum Beispiel 1.500 Euro im Monat (Stand: Bund der Versicherten, 25.03.2025). Später musst du diese Rente aktiv an dein Gehalt anpassen.

Beispiel: So sieht das bei Lisa aus

Lisa Logisch ist unsere Beispielperson. Sie ist erfunden, ihr Verlauf ist alltagsecht.

Lisa ist 31, Projektmanagerin in Vollzeit. Sie verdient 3.850 Euro brutto und 2.500 Euro netto. Ihre Fixkosten liegen bei 1.600 Euro im Monat. Ihre BU hat sie mit 24 zum Berufsstart abgeschlossen, mit 1.500 Euro Monatsrente. Damals schien das viel.

Lisa rechnet nach, was sie bräuchte, wenn sie ab morgen berufsunfähig wäre. Die Werte für Alltag, Krankenversicherung und Altersvorsorge sind Annahmen im Beispiel.

PostenIm Monat
Fixkosten laut Budget1.600 €
Alltag: Essen, Mobilität, Kleines (Annahme)450 €
Kranken- und Pflegeversicherung allein (Annahme)250 €
Eigene Altersvorsorge weiter (Annahme)200 €
Bedarf2.500 €

Stand: eigene Rechnung, 11.10.2026. Lisas Bedarf entspricht ihrem vollen Netto. Die Faustregel mit 80 Prozent hätte 2.000 Euro ergeben. Ihre echte BU-Rente liegt bei 1.500 Euro, das sind 60 Prozent ihres Nettos.

Es fehlen ihr also 1.000 Euro im Monat. Selbst die 2.000 Euro der Faustregel würden ihre Lücke nur halbieren. Und nach oben gibt es eine Grenze: Mit 60 Prozent ihres Bruttos lägen höchstens 2.310 Euro drin, je nach Versicherer mehr oder weniger.

Dazu kommt die Steuer. Läuft Lisas Rente ab 31 bis 67, also 36 Jahre, sind 35 Prozent steuerpflichtig. Bei 2.000 Euro Rente wären das 8.400 Euro im Jahr. Ob darauf Steuer anfällt, hängt von ihren anderen Einkünften ab.

Lisas Weg: Ihr Vertrag hat eine Nachversicherungsgarantie. Stell dir vor, sie bekommt eine Gehaltserhöhung. Dann erhöht sie die Rente innerhalb der Frist auf das, was ihr Versicherer bei ihrem Einkommen zulässt, ohne neue Gesundheitsfragen. Den Rest der Lücke deckt eine Rücklage für die ersten Monate. Das ist das API-Prinzip aus unserem Kurs: absichern, was geht, und den Rest puffern.

Was macht die Inflation mit deiner BU-Rente?

Die kurze Antwort: Sie frisst die Kaufkraft. Bei 2 Prozent Inflation im Jahr sind 1.000 Euro nach 20 Jahren nur noch 672,97 Euro wert. Eine Dynamik gleicht das aus.

Die Rechnung der Verbraucherzentrale gilt auch für Lisa. Ihre 1.500 Euro hätten in 20 Jahren nur noch die Kaufkraft von heute rund 1.009 Euro. Und das gilt für zwei Phasen getrennt: die Zeit bis zum Leistungsfall und die Zeit, in der die Rente gezahlt wird.

Für die Zeit bis zum Leistungsfall gibt es die Beitragsdynamik. Beitrag und versicherte Rente steigen jedes Jahr ein wenig. Für die Zeit danach gibt es die Leistungsdynamik: Die laufende Rente steigt um einen festen Prozentsatz. Die Verbraucherzentrale rät, mindestens die Inflation einzurechnen.

Tipp

Schau in deinen Versicherungsschein, ob dort zwei Dynamiken stehen: eine für den Beitrag und eine für die Leistung, jeweils mit Prozentsatz. Fehlt die Leistungsdynamik, bleibt die Rente im Ernstfall über Jahrzehnte gleich.

Was gilt in Teilzeit, Elternzeit und beim Berufsstart?

Die kurze Antwort: Wer in Teilzeit oder Elternzeit abschließt, bekommt oft nur eine kleine Rente, weil Versicherer sie am aktuellen Einkommen begrenzen. Die Nachversicherungsgarantie hilft, sie später anzuheben.

Laut Bund der Versicherten muss die Erhöhung oft innerhalb von zwölf Monaten nach dem Anlass gemeldet werden. Typische Anlässe sind die Geburt eines Kindes, ein Immobilienkredit oder eine Gehaltserhöhung. Voraussetzung ist, dass noch kein Leistungsfall eingetreten ist. Manche Verträge erlauben Erhöhungen auch ohne Anlass bis zu einer Altersgrenze, zum Beispiel 45.

Für den Berufsstart heißt das: Eine pauschale Rente ist ein guter Anfang. Plane aber von Beginn an, sie mit dem ersten richtigen Gehalt anzuheben. Was in der Elternzeit mit deiner BU passiert, steht in Deine BU in der Elternzeit.

Was kostet eine höhere BU-Rente?

Die kurze Antwort: Mehr Rente kostet mehr Beitrag. Wie viel, hängt vor allem von deinem Beruf und deinem Alter beim Abschluss ab.

Der Bund der Versicherten hat Beiträge für eine Rente von 2.000 Euro im Monat ausgewertet, Beginn mit 30, Ende mit 67. Je nach Beruf lagen sie zwischen etwa 69 und 610 Euro im Monat, ohne Risikozuschläge (Stand: Marktdaten Dezember 2024). Der Beruf entscheidet also viel stärker als ein paar hundert Euro mehr oder weniger Rente.

Steuerlich bringt der Beitrag meist wenig. Beiträge zu einer selbstständigen BU zählen zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen. Für Angestellte gilt dafür meist ein Höchstbetrag von 1.900 Euro im Jahr, den Kranken- und Pflegeversicherung oft schon ausfüllen (§ 10 EStG).

Wenn das Budget knapp ist, spare nicht an der Höhe, sondern prüfe Bausteine, die du nicht brauchst. Eine kleine Rente mit allen Extras schützt schlechter als eine ausreichende Rente mit solidem Grundschutz. Die Verbraucherzentrale hält die selbstständige BU für die günstigste Form, Kombinationen mit einer Kapitalversicherung für meist zu teuer.

So legst du die Höhe deiner BU-Rente beim Abschluss fest

Die kurze Antwort: Rechne von deinen Ausgaben aus, nicht von deinem Netto. Dann prüfst du die Grenze des Versicherers und planst, wie die Rente mitwachsen soll.

1

Ausgaben aufschreiben

Fixkosten und Alltag, ehrlich und mit Puffer. Die Ausgaben, die bei Krankheit wegfallen, darfst du abziehen. Die, die dazukommen, rechnest du dazu.

2

Neue Kosten im Ernstfall einrechnen

Kranken- und Pflegeversicherung ohne Arbeitgeberanteil, die eigene Altersvorsorge und eine mögliche Steuer auf den Ertragsanteil.

3

Mit der Grenze des Versicherers abgleichen

Liegt dein Bedarf über dem, was der Versicherer zulässt, nimm die höchste mögliche Rente. Den Rest deckst du über eine Rücklage oder später über die Nachversicherung.

4

Dynamik und Nachversicherung vereinbaren

Achte auf eine Beitragsdynamik, eine Leistungsdynamik und eine Nachversicherungsgarantie mit vielen Anlässen und langen Fristen. Laufzeit möglichst bis 67, sonst endet der Schutz in den Jahren, in denen das Risiko am größten ist.

Wenn die BU-Rente gezahlt wird

Die kurze Antwort: Dann zahlt der Versicherer die vereinbarte Rente jeden Monat bis zum Vertragsende, solange die Berufsunfähigkeit besteht. Mehr als vereinbart gibt es nicht, auch wenn dein Leben teurer geworden ist.

Genau hier zeigt sich, ob die Zahl von damals passt. Eine Rente, die beim Abschluss mit 24 gereicht hat, passt selten zu einem Leben mit 40. Mit Leistungsdynamik steigt sie auch während der Zahlung weiter.

Bekommst du zusätzlich eine Erwerbsminderungsrente, ist das Geld vom Staat. Darauf hast du nur Anspruch, wenn du die Voraussetzungen erfüllst. Plane deine BU deshalb so, dass sie auch ohne die staatliche Rente trägt.

Samira Harkat, Versicherungsmaklerin

Samiras Blick

Samira Harkat

„Wenn ich BU-Verträge prüfe, ist die Rente fast immer zu niedrig. Selten aus Leichtsinn. Meist, weil sie beim Berufsstart abgeschlossen und dann vergessen wurde. Das Gehalt ist gestiegen, die Miete auch, die Rente ist stehen geblieben. Darum schaue ich nicht zuerst auf neue Verträge, sondern auf die Nachversicherung im alten. Dort liegt oft die einfachste Lösung.“

Was bei der Höhe der BU-Rente jetzt zählt

Die Höhe deiner BU-Rente ist die wichtigste Zahl in deinem Vertrag. Klauseln entscheiden, ob gezahlt wird. Die Höhe entscheidet, ob es reicht. 80 Prozent vom Netto sind ein Startpunkt. Dein echter Bedarf ergibt sich aus deinen Ausgaben plus Krankenversicherung, Altersvorsorge und Steuer.

Schau jetzt in deinen Versicherungsschein und vergleiche. Ist die Rente zu niedrig, ist das kein Grund für einen neuen Vertrag, sondern ein Grund, die Nachversicherung zu nutzen. Und plane die Rente so, dass sie mit deinem Leben mitwächst.

Reicht deine BU-Rente wirklich?

Wir rechnen mit dir deinen echten Bedarf und prüfen, wie weit sich deine bestehende BU erhöhen lässt. Die Prüfung ist unabhängig davon, ob am Ende ein neuer Vertrag steht.

BU-Vertrag prüfen lassen

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Beratung durch die FemininFinance GmbH & Co. KG, Versicherungsmaklerin nach § 34d Abs. 1 GewO, Register-Nr. D-TAJS-4I8JO-48, und ihre Kooperationspartner:innen mit eigener Erlaubnis und eigener Registrierung bei der IHK.

Häufig gestellte Fragen

Ich verdiene 2.500 Euro netto. Reichen 1.500 Euro BU-Rente?

Wahrscheinlich nicht. Als grober Richtwert gelten 80 Prozent vom Netto, bei dir 2.000 Euro. Rechnest du Krankenversicherung, Altersvorsorge und Steuer im Ernstfall dazu, liegt dein Bedarf oft beim vollen Netto. Prüfe, ob du die Rente über die Nachversicherungsgarantie erhöhen kannst.

Ich habe meine BU als Studentin abgeschlossen. Muss ich die Rente jetzt anpassen?

Sehr wahrscheinlich. Studierende bekommen oft eine pauschale Rente, etwa 1.500 Euro. Mit dem ersten Gehalt liegt dein Bedarf meist höher. Viele Verträge erlauben eine Erhöhung ohne neue Gesundheitsfragen nach dem Ende des Studiums oder bei einer Gehaltserhöhung, meist innerhalb von zwölf Monaten.

Ich bin in Teilzeit. Bekomme ich trotzdem eine ausreichende BU-Rente?

Oft nur eine kleinere, weil Versicherer die Rente am aktuellen Einkommen begrenzen. Achte auf eine Nachversicherungsgarantie, damit du später erhöhen kannst, wenn du wieder mehr arbeitest. Wie die Teilzeit in der BU wirkt, steht in Die Teilzeitklausel in der BU.

Muss ich meine BU-Rente versteuern?

Ja, aber nur den Ertragsanteil. Er hängt davon ab, wie lange die Rente laufen kann. Bei 20 Jahren sind es 21 Prozent, bei 36 Jahren 35 Prozent (§ 55 EStDV). Ob tatsächlich Steuer anfällt, hängt von deinen übrigen Einkünften ab.

Wird die Erwerbsminderungsrente auf meine BU-Rente angerechnet?

Die BU-Rente ist eine private Leistung. Was du aus deinem Vertrag bekommst, steht in deinen Bedingungen. Die Erwerbsminderungsrente zahlt der Staat nur, wenn du kaum noch arbeiten kannst. Plane deine BU-Rente so, dass sie auch ohne die Erwerbsminderungsrente reicht.

Quellen: § 43 SGB VI, § 55 EStDV, lxgesetze.de, § 10 EStG, lxgesetze.de, und § 240 SGB V, dejure.org, geprüft am 12.10.2026 · Antwort der Bundesregierung „Aktuelle Entwicklungen bei der Erwerbsminderungsrente“, Drucksache 21/1792, Deutscher Bundestag, 23.09.2025, geprüft am 11.10.2026 · Berufsunfähigkeit: Wie Sie sich gegen Verlust des Einkommens absichern, Verbraucherzentrale, Stand 02.01.2025, geprüft am 11.10.2026 · Infoblatt Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsversicherung, Bund der Versicherten, Stand 25.03.2025, geprüft am 12.10.2026 · Erwerbsminderungsrente, Stiftung Warentest, geprüft am 11.10.2026

Haftungsausschluss: Dieser Artikel ist allgemeine Information und ersetzt keine persönliche Beratung. Welche Lösung zu dir passt, hängt von deiner Situation ab. Darüber sprechen wir am besten direkt. Alles Weitere steht im Haftungsausschluss.

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Tipps unter Fachkolleg:innen: Höhe der BU-Rente

Für Versicherungsvermittlerinnen und -vermittler, Finanzberaterinnen und -berater mit IHK-Registrierung

  • Viele Verträge stammen aus dem Berufsstart. Im Jahresgespräch lohnt der Blick, ob Gehalt und BU-Rente noch zusammenpassen.
  • Gehaltssprung, Kind oder Immobilienkredit sind gute Momente, die Nachversicherung anzusprechen, bevor die Frist abläuft.
  • Krankenversicherung, Altersvorsorge und Ertragsanteil in die Bedarfsrechnung aufzunehmen, macht die Zahl für Kundinnen greifbar.

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