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Grundfähigkeit statt BU: Illustration zum Thema

Grundfähigkeit statt BU: wann sie hilft und wann nicht

Samira HarkatSamira HarkatStand: 15. Oktober 2026

Deine BU, die Berufsunfähigkeitsversicherung, wurde abgelehnt. Oder der Beitrag sprengt dein Budget. Dann fällt schnell ein anderes Wort: Grundfähigkeitsversicherung. Sie zahlt auch eine Rente und ist oft leichter zu bekommen.

Das stimmt. Nur zahlt sie in anderen Fällen als die BU. Hier liest du, was sie abdeckt, wo ihre größte Lücke liegt und in welcher Reihenfolge du deine Möglichkeiten prüfst, bevor du dich festlegst.

Betrifft dich, wenn du länger ausfällst du ins Berufsleben startest du für dein Kind vorsorgen willst

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Grundfähigkeitsversicherung zahlt eine Rente, wenn du eine versicherte Fähigkeit dauerhaft und erheblich verlierst, etwa Sehen, Gehen oder Heben. Ob du deinen Beruf noch ausüben kannst, zählt nicht.
  • Die Verbraucherzentrale nennt sie eine Notlösung. Erst kommt die BU, nach einer Ablehnung eine anonyme Risikovoranfrage.
  • Die größte Lücke sind psychische Erkrankungen. Sie sind die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit und in vielen Grundfähigkeitstarifen nicht oder nur unzureichend versichert.
  • Dafür ist die Gesundheitsprüfung teils weniger streng, und die Beiträge sind oft niedriger als bei einer BU.
  • Manche Tarife erlauben später den Wechsel in eine BU ohne neue Gesundheitsprüfung. Das ist vor allem für Kinder und junge Menschen interessant.

So gehst du vor

  • Prüf zuerst, ob du eine BU bekommst. Bei Vorerkrankungen über eine anonyme Risikovoranfrage.
  • Klappt das nicht, geh die Reihenfolge durch: Erwerbsunfähigkeitsversicherung mit vereinfachter Prüfung, dann Grundfähigkeitsversicherung, dann Schwere-Krankheiten-Versicherung.
  • Lies im Tarif die Liste der versicherten Fähigkeiten. Und such gezielt den Satz zur Psyche.
  • Frag nach einer Wechseloption in die BU, wenn du jung bist oder für dein Kind abschließt.
  • Lass den Tarif vor der Unterschrift prüfen, in der Beratung.
Inhalt
  1. Ist eine Grundfähigkeitsversicherung ein Ersatz für die BU?
  2. Was zahlt eine Grundfähigkeitsversicherung genau?
  3. Worin unterscheidet sie sich von der BU?
  4. Warum ist die Psyche der wunde Punkt?
  5. Beispiel: So sieht das bei Lisa aus
  6. Was bedeutet das in Euro?
  7. Wann ist die Grundfähigkeitsversicherung die richtige Wahl?
  8. Und was ist mit Unfall-, Dread-Disease- und Existenzschutzversicherung?
  9. Was tust du jetzt?
  10. Häufig gestellte Fragen

Ist eine Grundfähigkeitsversicherung ein Ersatz für die BU?

Die kurze Antwort: Kein vollwertiger. Sie zahlt, wenn du eine bestimmte Fähigkeit verlierst, nicht, wenn du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst. Für manche ist sie trotzdem der beste Schutz, den sie noch bekommen.

Vielleicht hast du eine BU beantragt, und sie wurde abgelehnt. Wegen einer Therapie vor ein paar Jahren, wegen des Rückens, wegen einer Diagnose, die längst vorbei ist. Oder der Beitrag passt nicht in dein Budget. Dann stehst du vor der Frage: Was jetzt?

Eine Antwort, die oft fällt, ist die Grundfähigkeitsversicherung. Sie zahlt eine monatliche Rente, wie die BU. Der Unterschied steckt in der Frage, wann sie zahlt.

Die BU fragt: Kannst du deinen Beruf noch ausüben? Die Grundfähigkeitsversicherung fragt: Kannst du noch sehen, gehen, heben? Das klingt ähnlich. Im Ernstfall liegen zwischen beiden Fragen viele Fälle, in denen nur eine von beiden zahlt.

Darum ist sie keine schlechte Wahl. Sie ist eine andere Wahl. Du sollst nur wissen, welche Lücke du dafür in Kauf nimmst.

Was zahlt eine Grundfähigkeitsversicherung genau?

Die kurze Antwort: Eine monatliche Rente, wenn du eine versicherte Fähigkeit dauerhaft und erheblich verlierst. Kleine Einschränkungen reichen nicht.

Versichert sind Grundfähigkeiten, also Dinge, die du im Alltag brauchst. Typisch sind Sehen, Hören, Sprechen, Gehen, Heben und Bücken. Dazu kommen oft Autofahren oder die Nutzung von Bus und Bahn und die Bedienung eines Smartphones.

Welche Fähigkeiten genau drinstehen, legt jeder Versicherer selbst fest. Eine einheitliche Liste gibt es nicht. Die Tarife unterscheiden sich stark in Leistung und Bedingungen und sind schwer zu vergleichen.

Gezahlt wird nur, wenn die Fähigkeit dauerhaft und erheblich verloren ist. Hilfsmittel zählen mit. Siehst du mit Brille gut genug, hast du die Fähigkeit Sehen nicht verloren.

Worin unterscheidet sie sich von der BU?

Die kurze Antwort: Die BU schaut auf deinen Beruf, die Grundfähigkeitsversicherung auf eine Liste von Fähigkeiten. Daraus folgt fast alles andere.

Berufsunfähig bist du, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne Krankheit aussah, voraussichtlich auf Dauer ganz oder teilweise nicht mehr ausüben kannst. So steht es in § 172 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG). Ursache können Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall sein.

Die Grundfähigkeitsversicherung kennt diese Frage nicht. Sie prüft nur, ob dir eine Fähigkeit aus ihrer Liste fehlt.

BUGrundfähigkeitsversicherung
Frage im ErnstfallKannst du deinen Beruf noch ausüben?Hast du eine versicherte Fähigkeit verloren?
Psychische Erkrankungenversichert, wenn du deshalb deinen Beruf nicht mehr ausüben kannstin vielen Tarifen nicht oder nur unzureichend versichert
Gesundheitsprüfungohne Gesundheitsfragen in der Regel nicht zu habenteils weniger streng
Beitraghöheroft niedriger
Vergleichbarkeitgesetzliche Definition als Grundlagekeine einheitlichen Standards

Ein Detail für Genaue: Leistet ein Vertrag bei dauerhafter Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit, gelten die BU-Regeln zu Anerkenntnis und Nachprüfung entsprechend (§ 177 VVG). Ob eine reine Grundfähigkeitsversicherung darunter fällt, sagt das Gesetz nicht ausdrücklich. Verlass dich also nicht darauf.

Warum ist die Psyche der wunde Punkt?

Die kurze Antwort: Weil psychische Erkrankungen die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit sind und genau sie in vielen Grundfähigkeitstarifen fehlen.

Stiftung Warentest nennt psychische Erkrankungen die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit, und zwar unabhängig vom Beruf. Danach folgen Krebs sowie Erkrankungen von Rücken und Skelett. Unfälle sind seltener.

Am häufigsten werden Versicherte zwischen 47 und 55 Jahren berufsunfähig. Also nicht am Anfang, sondern mitten im Berufsleben.

Eine Depression oder eine Erschöpfung nimmt dir selten das Sehen oder das Gehen. Sie nimmt dir die Kraft für deinen Beruf. Eine BU prüft genau das. Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt in vielen Tarifen in diesem Fall nicht.

Der häufigste Denkfehler: „Rente ist Rente. Ob BU oder Grundfähigkeit, Hauptsache, es zahlt jemand.“ Die Höhe kann gleich sein, der Auslöser ist es nicht. Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt nach einer festen Liste. Die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit steht auf vielen dieser Listen nicht.

Darum gilt: Lies bei jedem Tarif nach, ob und wie die Psyche vorkommt. Steht sie nicht klar drin, rechne im Ernstfall nicht mit Geld.

Beispiel: So sieht das bei Lisa aus

Lisa Logisch ist unsere Beispielperson. Sie ist erfunden, ihr Verlauf ist alltagsecht.

  • Mit 24Lisa startet als Projektmanagerin. Zum Berufsstart schließt sie eine BU mit 1.500 Euro Monatsrente ab.
  • Stell dir vor · 24Ein Gedankenspiel: Die BU wird wegen einer früheren Therapie abgelehnt. Lisa schließt stattdessen eine Grundfähigkeitsversicherung über dieselben 1.500 Euro ab.
  • Mit 31Sie verdient 3.850 Euro brutto, 2.500 Euro netto. Ihre Fixkosten liegen bei 1.600 Euro. Ihr Erspartes liegt auf dem Tagesgeld.
  • Im Beispiel jetzt · 31Zwei Verläufe sind denkbar. Im ersten erkrankt Lisa an einer schweren Depression. Im zweiten hat sie einen Bandscheibenvorfall und kann dauerhaft nicht mehr lange am Schreibtisch sitzen.

Wir vergleichen beide Fälle: einmal mit ihrer echten BU, einmal mit der Grundfähigkeitsversicherung aus dem Gedankenspiel.

Im ersten Verlauf kann Lisa nicht mehr als Projektmanagerin arbeiten. Sehen, Gehen, Heben, Smartphone: Alles ist da. Die BU prüft, ob sie ihren Beruf zu dem vereinbarten Grad nicht mehr ausüben kann. Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt nur, wenn ihr Tarif die Psyche abdeckt.

Im zweiten Verlauf hängt alles an den Worten im Vertrag. Kann Lisa nicht mehr heben und bücken, und steht das so im Tarif, kann die Grundfähigkeitsversicherung zahlen. Ist ihr Problem nur das lange Sitzen, kommt es darauf an, ob ihr Tarif dafür überhaupt eine Fähigkeit kennt.

Was bedeutet das in Euro?

Die kurze Antwort: Zahlt die Versicherung nicht, fehlen Lisa 2.500 Euro im Monat, 30.000 Euro im Jahr. Zahlt sie 1.500 Euro, fehlen immer noch 1.000 Euro zum alten Netto.

VerlaufMit BU (wenn anerkannt)Mit GrundfähigkeitFehlt im Monat mit Grundfähigkeit
Depression, alle Fähigkeiten erhalten, Psyche nicht versichert1.500 €0 €2.500 €
Rücken, versicherte Fähigkeit verloren1.500 €1.500 €1.000 €
Rücken, nur langes Sitzen geht nicht, keine passende Fähigkeit im Tarif1.500 €0 €2.500 €

Ohne Leistung muss Lisa ihre Fixkosten von 1.600 Euro anders decken. Das sind 19.200 Euro im Jahr. Wie lange ihr Tagesgeld das trägt, hängt an seiner Höhe. Für Jahre reicht kaum eine Rücklage.

Wollte Lisa das Risiko ganz selbst tragen, bräuchte sie für jedes Jahr ohne Einkommen 30.000 Euro. Für zehn Jahre wären es 300.000 Euro. Puffern ist bei diesem Risiko deshalb kaum ein Weg.

Auch mit Leistung bleibt eine Lücke: 1.500 Euro Rente gegen 2.500 Euro Netto. Das gilt für die BU genauso. Die Rentenhöhe ist eine eigene Entscheidung, unabhängig vom Produkt.

Wann ist die Grundfähigkeitsversicherung die richtige Wahl?

Die kurze Antwort: Wenn du keine BU bekommst oder sie dir nicht leisten kannst, und nachdem du die Wege davor geprüft hast. Für Kinder und junge Menschen kann sie außerdem ein Einstieg sein.

Die Verbraucherzentrale ordnet klar: Die BU ist der beste Schutz, alles andere eine Notlösung. Wird die BU abgelehnt, ist der nächste Schritt eine anonyme Risikovoranfrage. Dabei wird deine Gesundheitsgeschichte bei Versicherern angefragt, ohne deinen Namen zu nennen.

Klappt es auch so nicht, empfiehlt sie diese Reihenfolge. Zuerst eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung mit vereinfachter Prüfung. Sie fragt nicht nach deinem Beruf, sondern ob du überhaupt noch arbeiten kannst. Dann die Grundfähigkeitsversicherung, dann die Dread-Disease-Versicherung.

Bei der Grundfähigkeitsversicherung ist die Gesundheitsprüfung teils weniger streng. Menschen mit Vorerkrankungen bekommen dort eher Schutz. Und die Beiträge sind oft niedriger als bei einer BU.

Gibt es nicht eine BU ganz ohne Gesundheitsfragen?

In der Regel nicht, sagt Stiftung Warentest. Rechtlich musst du nur die Fragen beantworten, die der Versicherer dir in Textform stellt. Das ist deine Anzeigepflicht nach § 19 VVG. Mehr dazu in Gesundheitsfragen und Anzeigepflicht.

Für Kinder und junge Menschen

Manche Grundfähigkeitstarife erlauben später den Wechsel in eine BU, ohne neue Gesundheitsprüfung. Das kann für Kinder und junge Menschen interessant sein. Wer früh einsteigt, hält sich so den Weg in die BU offen, bevor eine Diagnose ihn versperrt.

Wie das in die Vorsorge für dein Kind passt, steht in Kindervorsorge: Erst absichern, dann für dein Kind sparen.

Tipp

Bevor du eine Grundfähigkeitsversicherung unterschreibst, schreib dir zwei Dinge aus dem Tarif heraus: die Liste der versicherten Fähigkeiten und den Satz zur Psyche. Fehlt einer davon oder ist er unklar, frag nach, bevor du unterschreibst.

Und was ist mit Unfall-, Dread-Disease- und Existenzschutzversicherung?

Die kurze Antwort: Sie zahlen alle nur bei bestimmten Ereignissen. Keine von ihnen ersetzt die BU.

Die Unfallversicherung zahlt bei bestimmten Schäden nach einem Unfall, etwa bei unfallbedingter Invalidität. Der Bund der Versicherten nennt sie keine Alternative zur BU, weil sie nicht beim Verlust der Arbeitskraft zahlt. Dasselbe sagt er über die Grundfähigkeitsversicherung.

Die Dread-Disease-Versicherung, auch Schwere-Krankheiten-Versicherung, zahlt nach einer festgelegten Diagnose einmal die vereinbarte Summe. Eine monatliche Rente gibt es nicht, danach endet der Vertrag. Die Verbraucherzentrale sieht darin keinen echten Ersatz für die BU.

„Existenzschutz“ ist kein gesetzlich oder einheitlich festgelegter Begriff. Stiftung Warentest beschreibt solche Kombi-Tarife als Funktionsinvaliditätsversicherung. Sie leistet bei schweren Erkrankungen, nach Unfällen oder wenn du Grundfähigkeiten verlierst. Oft ist Pflegebedürftigkeit mitversichert.

Auch diese Kombi-Tarife zahlen nur bei bestimmten Ereignissen. Sie bündeln mehrere Notlösungen, machen daraus aber keine BU.

Samira Harkat, Versicherungsmaklerin

Samiras Blick

Samira Harkat

„Wenn eine BU abgelehnt wird, höre ich oft: Dann eben gar nichts. Das verstehe ich. Eine Ablehnung fühlt sich an wie ein Urteil über dich. Sie ist aber nur ein Urteil über ein Produkt. Die Grundfähigkeitsversicherung ist nicht die BU, sie deckt einen Teil davon ab. Ein Teil ist mehr als nichts, solange du genau weißt, welcher Teil fehlt.“

Was tust du jetzt?

Die kurze Antwort: Das hängt davon ab, wo du gerade stehst. Für das Risiko gibt es drei Wege: absichern, mit einer Rücklage puffern oder bewusst in Kauf nehmen.

1

Das kannst du so lassen

Du hast eine BU, deren Rente zu deinem Netto passt. Dann brauchst du keine Grundfähigkeitsversicherung als Ersatz. Prüfe nur ab und zu, ob die Rentenhöhe noch passt.

2

Wenn deine BU abgelehnt wurde

Stell eine anonyme Risikovoranfrage, bevor du aufgibst. Erst wenn auch die nicht klappt, geh die Reihenfolge durch: Erwerbsunfähigkeit, Grundfähigkeit, Dread Disease.

3

Wenn die BU zu teuer ist

Rechne zuerst mit einer niedrigeren BU-Rente. Auch eine kleinere BU schaut auf deinen Beruf und zahlt damit in mehr Fällen, etwa bei psychischen Erkrankungen. Reicht auch das nicht, ist die Grundfähigkeitsversicherung der nächste Schritt.

4

Wenn du eine Grundfähigkeitsversicherung abschließt

Lies die Liste der Fähigkeiten und den Satz zur Psyche. Leg für die Lücke eine Rücklage an, oder entscheide bewusst, dass du sie trägst.

5

Wenn du sehr jung bist oder für dein Kind abschließt

Frag nach der Wechseloption in die BU ohne neue Gesundheitsprüfung. Und notier dir, wann du sie nutzen kannst.

Welcher Schutz passt, wenn die BU nicht klappt?

Wir prüfen mit dir, ob eine BU über eine anonyme Risikovoranfrage doch möglich ist, und vergleichen sonst die Tarife danach, mit Blick auf die Psyche. Die Prüfung ist unabhängig davon, ob am Ende ein neuer Vertrag steht. Oft ist der alte Vertrag mit Lücken besser als ein neuer mit neuen Gesundheitsfragen.

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Beratung durch die FemininFinance GmbH & Co. KG, Versicherungsmaklerin nach § 34d Abs. 1 GewO, Register-Nr. D-TAJS-4I8JO-48, und ihre Kooperationspartner:innen mit eigener Erlaubnis und eigener Registrierung bei der IHK.

Häufig gestellte Fragen

Meine BU wurde wegen einer früheren Therapie abgelehnt. Bekomme ich eine Grundfähigkeitsversicherung?

Gut möglich. Die Gesundheitsprüfung ist dort teils weniger streng, und Menschen mit Vorerkrankungen bekommen eher Schutz. Prüfe vorher eine anonyme Risikovoranfrage für die BU. Und lies im Tarif nach, ob psychische Erkrankungen versichert sind.

Zahlt die Grundfähigkeitsversicherung bei Burnout oder Depression?

In vielen Tarifen nicht oder nur unzureichend. Psychische Erkrankungen sind die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit, gerade sie sind aber oft nicht abgesichert. Entscheidend ist der Wortlaut deines Tarifs.

Ich trage eine Brille. Habe ich dann die Fähigkeit Sehen verloren?

Nein. Hilfsmittel wie Brillen werden berücksichtigt. Gezahlt wird nur, wenn du eine versicherte Fähigkeit dauerhaft und erheblich verlierst.

Kann ich später von der Grundfähigkeitsversicherung in eine BU wechseln?

Manche Tarife erlauben das, ohne neue Gesundheitsprüfung. Das ist vor allem für Kinder und junge Menschen interessant. Ob dein Tarif diese Option hat, steht in den Bedingungen.

Ist eine Unfallversicherung nicht genauso gut?

Nein. Sie zahlt nur bei bestimmten Schäden nach einem Unfall, etwa bei unfallbedingter Invalidität. Der Bund der Versicherten nennt sie keine Alternative zur BU, weil sie nicht beim Verlust der Arbeitskraft zahlt.

Quellen: § 172 VVG, Leistung des Versicherers (Berufsunfähigkeit), lxgesetze.de, Stand 2026, geprüft am 11.10.2026 · Grundfähigkeitsversicherung: Alternative zur BU?, Verbraucherzentrale, Stand 08.05.2025, geprüft am 11.10.2026 · Dread-Disease-Versicherung: eine Alternative gegen Berufsunfähigkeit?, Verbraucherzentrale, Stand 18.03.2026, geprüft am 11.10.2026 · Infoblatt Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsversicherung, Bund der Versicherten, Stand 25.03.2025, geprüft am 11.10.2026 · Berufsunfähigkeitsversicherung im Test, Stiftung Warentest, Stand 19.05.2026, aktualisiert 15.09.2026, geprüft am 11.10.2026 · Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung, Stiftung Warentest, Stand 17.06.2025, geprüft am 11.10.2026

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Tipps unter Fachkolleg:innen: Grundfähigkeit statt BU

Für Versicherungsvermittlerinnen und -vermittler, Finanzberaterinnen und -berater mit IHK-Registrierung

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