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Einkommenssicherung
Titelbild Einkommenssicherung: eine absteigende Treppe, unter der ein goldenes Netz eine Münze auffängt, daneben ein schützender Schirm.

Einkommenssicherung: alle Absicherungen im Überblick

Samira HarkatSamira HarkatStand: 7. Oktober 2026

Einkommenssicherung heißt: Dein Geld fließt weiter, auch wenn du nicht mehr so arbeiten kannst wie heute. Dein Einkommen trägt Miete, Alltag, Sparen und Pläne. Fällt es durch Krankheit oder Unfall weg, wackelt alles darauf.

Der Staat fängt diesen Bruch nur teilweise auf. Je länger er dauert, desto weniger kommt an. Dafür gibt es private Bausteine, und jeder zahlt bei einem anderen Auslöser.

Hier siehst du, wie die Teile zusammenhängen, was sie kosten und was zuerst kommt. Mit Zahlen, Stand: Oktober 2026.

Betrifft dich, wenn du ins Berufsleben startest du krank wirst du länger ausfällst du dich selbstständig machst

Das Wichtigste in Kürze

  • Einkommenssicherung schützt dein laufendes Einkommen bei Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall. Andere sagen dazu Arbeitskraftabsicherung.
  • Als Angestellte oder Angestellter bekommst du sechs Wochen dein Gehalt, danach Krankengeld, zusammen höchstens 78 Wochen. Danach bleibt nur die Erwerbsminderungsrente, 2025 im Schnitt rund 1.067 Euro.
  • Für kurze Ausfälle gibt es Krankentagegeld, für dauerhafte die Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie gilt als erste Wahl.
  • Klappt die BU nicht, helfen Erwerbsunfähigkeits-, Grundfähigkeits-, Schwere-Krankheiten-, Existenzschutz- oder Unfallversicherung. Sie zahlen enger.
  • Die richtige Höhe ergibt sich aus deinen echten Ausgaben. Ein alter Vertrag wird ohne Überprüfung zu klein.
Inhalt
  1. Was ist Einkommenssicherung?
  2. Was der Staat zahlt, wenn du nicht arbeiten kannst
  3. Welcher Schutz bei welchem Auslöser zahlt
  4. Alle Absicherungen im Vergleich
  5. Was zuerst? Die Reihenfolge bei der Einkommenssicherung
  6. Alle Seiten zur Einkommenssicherung
  7. Was bei der Einkommenssicherung jetzt zählt
  8. Häufig gestellte Fragen

Was ist Einkommenssicherung?

Die kurze Antwort: Einkommenssicherung ist alles, was dein Einkommen ersetzt, wenn deine Gesundheit nicht mehr mitmacht. Dazu zählen gesetzliche Leistungen und private Versicherungen.

Deine Arbeitskraft ist dein größter Wert. Wer mit 30 bis zur Rente jeden Monat 2.500 Euro netto verdient, bekommt in 37 Jahren über 1,1 Millionen Euro ausgezahlt. Dieses Geld ist nirgends gespeichert. Es entsteht nur, solange du arbeiten kannst.

Der Auslöser ist selten ein Unfall. Bei Berufsunfähigkeit liegen laut dem Analysehaus Morgen & Morgen psychische Erkrankungen mit 32,34 Prozent vorn. Es folgen Skelett und Bewegungsapparat mit 17,61 Prozent und Krebs mit 16,3 Prozent, Stand: Mai 2026.

Abzugrenzen ist die Einkommenssicherung von der Krankenversicherung. Die zahlt Arzt, Klinik und Medikamente. Das Gehalt ersetzt sie nur über das Krankengeld, und das nur auf Zeit.

Was der Staat zahlt, wenn du nicht arbeiten kannst

Der Staat zahlt in Stufen, und jede Stufe liegt tiefer. Am besten siehst du das an einem Beispiel. „Lisa Logisch ist unsere Beispielperson. Sie ist erfunden, ihr Verlauf ist alltagsecht.“

Lisa ist 31, Projektmanagerin in Vollzeit und gesetzlich krankenversichert. Sie verdient 3.850 Euro brutto und 2.500 Euro netto. Ihre Fixkosten liegen bei 1.600 Euro. Stell dir vor: Lisa hat einen schweren Bandscheibenvorfall.

  • Woche 1 bis 6Ihr Arbeitgeber zahlt das volle Gehalt weiter, so regelt es das Entgeltfortzahlungsgesetz. Finanziell ändert sich nichts.
  • Ab Woche 7Die Krankenkasse zahlt Krankengeld: 70 Prozent vom Brutto, höchstens 90 Prozent vom Netto, abzüglich Sozialbeiträge. Lisa bekommt rund 1.980 Euro, ihr fehlen rund 520 Euro im Monat.
  • Nach 78 WochenFür dieselbe Krankheit endet das Krankengeld nach 78 Wochen in drei Jahren, die sechs Wochen Gehalt eingerechnet. Das heißt Aussteuerung. Oft folgt Arbeitslosengeld, bis die Rentenversicherung entschieden hat.
  • DanachErwerbsminderungsrente gibt es nur, wenn Lisa in keinem Job mehr sechs Stunden täglich schafft. Im schlechtesten Fall bleibt Grundsicherungsgeld.

Die Erwerbsminderungsrente fragt nicht nach deinem Beruf. Nach § 43 SGB VI bist du voll erwerbsgemindert, wenn du auf nicht absehbare Zeit weniger als drei Stunden täglich irgendeine Arbeit schaffst. Bei drei bis unter sechs Stunden gibt es die halbe Rente.

Dazu musst du fünf Jahre versichert sein und in den letzten fünf Jahren drei Jahre Pflichtbeiträge gezahlt haben. Kindererziehungszeiten zählen mit. Neue Erwerbsminderungsrenten lagen 2025 im Schnitt bei rund 1.067 Euro im Monat, so die Deutsche Rentenversicherung, Stand: 2026.

Eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente gibt es nur noch für alle, die vor dem 2. Januar 1961 geboren sind. Wer jünger ist, kann auf jede einfache Arbeit verwiesen werden, auch wenn sie viel schlechter bezahlt ist.

Für 2027 ist eine Änderung beschlossen. Endet dein Arbeitsverhältnis während der Krankschreibung, sinkt das Krankengeld ab dem 1. Januar 2027 auf 60 Prozent vom Netto, mit Kind auf 67 Prozent. So steht es im GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, Stand: Oktober 2026. Bis zum Start kann sich das noch ändern.

Welcher Schutz bei welchem Auslöser zahlt

Jede Absicherung prüft eine andere Frage. Das ist der Schlüssel zum großen Bild. Drei Dinge unterscheiden die Bausteine: wie lange der Ausfall dauert, woran der Versicherer ihn misst und wie er zahlt.

Für kurze Ausfälle gibt es Tagegeld. Krankengeld und privates Krankentagegeld zahlen für jeden Kalendertag, solange du krankgeschrieben bist. Wirst du wieder gesund, endet die Zahlung.

Für dauerhafte Ausfälle gibt es eine Monatsrente. Hier ist der Maßstab entscheidend. Die Berufsunfähigkeitsversicherung misst an deinem zuletzt ausgeübten Beruf. Sie zahlt nach § 172 VVG und den üblichen Bedingungen, wenn du ihn voraussichtlich sechs Monate zu mindestens 50 Prozent nicht schaffst.

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung misst wie der Staat an jeder Arbeit. Meist zahlt sie erst unter drei Stunden täglich. Die Grundfähigkeitsversicherung fragt nur, ob du eine Fähigkeit wie Sehen, Gehen oder den Gebrauch der Hände verloren hast. Psychische Erkrankungen sind dort meist nicht versichert.

Bei schweren Diagnosen zahlt die Schwere-Krankheiten-Versicherung einmal eine feste Summe, etwa bei Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Ob du weiterarbeitest, spielt keine Rolle. Die Unfallversicherung zahlt nur nach einem Unfall mit bleibendem Schaden.

Nicht alle starten an derselben Stelle. Beamtinnen und Beamte haben keine Erwerbsminderungsrente, sie brauchen eine Dienstunfähigkeitsklausel. Selbständige bekommen Krankengeld nur mit Wahlerklärung und oft keine Erwerbsminderungsrente, wenn Pflichtbeiträge fehlen.

Hausfrauen und Hausmänner haben kein Einkommen, das wegfällt, aber ihre Arbeit hat einen Wert. Viele Versicherer bieten ihnen eine BU mit eigenen Höchstgrenzen an. Studierende können eine BU oft schon im Studium abschließen, wenn sie noch gesund sind.

Auch gewollte Pausen zählen mit. In Elternzeit, Teilzeit oder einem Sabbatical sinkt dein Krankengeld mit dem Gehalt. Eine BU prüft nach Elternzeit in der Regel den Beruf vor der Pause, eine Erwerbsminderungsrente bleibt durch Kindererziehungszeiten erreichbar.

Alle Absicherungen im Vergleich

Die Tabelle zeigt alle Bausteine der Rubrik nebeneinander. Die Kosten sind Beispiele aus Tests, keine Angebote. Dein Preis hängt von Alter, Beruf, Gesundheit und Rentenhöhe ab.

AbsicherungWofürFür wenGrobe KostenStärkeGrenze
KrankengeldKrankschreibung ab Woche 7gesetzlich Versicherte mit Anspruchim Kassenbeitrag enthaltenkommt automatischLücke zum Netto, höchstens 78 Wochen
KrankentagegeldLücke zum Krankengeld oder voller AusfallAngestellte, Selbständige, privat Versicherte7 bis 23 Euro im Monat für 20 Euro am Tag, Alter 35, Stand: September 2026schließt die Lücke sofortendet bei Berufsunfähigkeit
Berufsunfähigkeitsversicherungdein Beruf geht zu 50 Prozent nicht mehralle, die vom Einkommen leben50 bis über 100 Euro im Monat für 1.000 Euro Rente, Alter 30, Büro, Stand: Januar 2025misst am eigenen Beruf, Psyche versichertGesundheitsfragen, teuer in Risikoberufen
DienstunfähigkeitsversicherungDienstunfähigkeit laut DienstherrBeamtinnen und Beamte30 bis 70 Euro im Monat als Erfahrungswert, Stand: 2026folgt der Entscheidung des Dienstherrnnur mit echter Dienstunfähigkeitsklausel
Erwerbsunfähigkeitsversicherungunter drei Stunden in jeder ArbeitRisikoberufe, BU abgelehntab 600 Euro im Jahr für 1.500 Euro Rente, Stand: Juni 2025günstiger, Psyche versichertzahlt erst sehr spät
GrundfähigkeitsversicherungVerlust von Sehen, Gehen, Händen und Co.körperliche Berufeunter 1.000 Euro im Jahr für 1.500 Euro Rente, Alter 25, Stand: Juli 2025klare Auslöser, Beruf egalPsyche meist nicht versichert
Schwere-Krankheiten-VersicherungDiagnose wie Krebs oder HerzinfarktErgänzung, Selbständigeab 1.100 Euro im Jahr für 300.000 Euro, Alter 25, Stand: Juni 2025schnelles Geld nach DiagnoseEinmalzahlung, nur gelistete Krankheiten
ExistenzschutzversicherungGrundfähigkeit, Organe, Krebs, Unfall, Pflegewer keine BU bekommtrund 1.300 Euro im Jahr für 2.000 Euro Rente bei einer verwandten Funktionsinvaliditätsversicherung, Alter 40, Stand: Juni 2025mehrere Auslöser in einem Vertraghohe Hürden, Psyche meist nicht versichert
Unfallversicherungbleibender Schaden nach UnfallKinder, Aktive, Ergänzungguter Schutz ab rund 100 Euro im Jahr, Stand: Februar 2026günstig, rund um die Uhrkeine Leistung bei Krankheit

Quellen der Kostenbeispiele: Stiftung Warentest für Krankentagegeld, Erwerbsunfähigkeit, Grundfähigkeit, schwere Krankheiten, Funktionsinvalidität und Unfall.

Was zuerst? Die Reihenfolge bei der Einkommenssicherung

Zuerst kommt der dauerhafte Ausfall, denn er kostet am meisten. Stiftung Warentest und Verbraucherzentrale nennen die Berufsunfähigkeitsversicherung die erste Wahl für alle, die von ihrer Arbeit leben.

Klappt die BU wegen Vorerkrankungen oder eines riskanten Berufs nicht, folgt die Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Danach kommen Grundfähigkeit, Existenzschutz oder schwere Krankheiten. Die Unfallversicherung ist nur eine Ergänzung, weil Krankheiten den Großteil der Fälle auslösen.

An zweiter Stelle steht die Lücke beim Krankengeld. Bei mittlerem Gehalt ist sie klein genug für ein Polster auf dem Tagesgeldkonto. Bei hohem Gehalt oder als Selbständige oder Selbständiger kommt Krankentagegeld früher dran.

Bei Lisa sieht das so aus. Sie hat seit 2019 eine BU über 1.500 Euro Monatsrente, abgeschlossen mit 24 zum Berufsstart. Das war klug, denn damals war sie gesund und jung. Heute deckt die Rente nicht einmal ihre Fixkosten von 1.600 Euro.

Ihr erster Schritt ist darum keine neue Versicherung. Sie prüft, ob ihr Vertrag eine Nachversicherungsgarantie hat. Damit kann sie die Rente bei Anlässen wie Gehaltssprung, Heirat oder Kind ohne neue Gesundheitsfragen erhöhen.

Die Lücke beim Krankengeld liegt bei rund 520 Euro im Monat, rund 17 Euro am Tag. Lisa kann sie mit Krankentagegeld schließen oder aus ihrem Tagesgeld puffern. Beides ist vertretbar, solange sie es bewusst entscheidet.

Samira Harkat, Versicherungsmaklerin

Samiras Blick

Samira Harkat

„In fast jeder BU, die wir prüfen, ist die Rente zu niedrig. Je früher, desto besser stimmt beim Preis. Aber ein früher Vertrag wird ohne Überprüfung zu klein.“

Die Verbraucherzentrale nennt 80 Prozent vom Netto als Richtwert für die BU-Rente, Stand: Januar 2025. Bei Lisa wären das 2.000 Euro. Das ist nur ein grober Wert. Besser sind ihre echten Ausgaben plus Krankenversicherung, Steuer und Altersvorsorge, die im Leistungsfall weiterlaufen.

Alle Seiten zur Einkommenssicherung

Zu jedem Baustein gibt es eine eigene Seite mit Klauseln, Kosten und Leistungsfall.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist das Herzstück. Dort steht, welche Klauseln zählen, warum der Verzicht auf abstrakte Verweisung wichtig ist und wie der Leistungsfall abläuft.

Die Dienstunfähigkeitsversicherung erklärt, was der Dienstherr Beamtinnen und Beamten auf Widerruf, auf Probe und auf Lebenszeit zahlt und wo die Lücke liegt.

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung zeigt, wann die günstigere Alternative zur BU passt und warum sie so spät zahlt.

Die Grundfähigkeitsversicherung erklärt, welche Fähigkeiten versichert sind und wie eng die Definitionen sein können.

Die Schwere-Krankheiten-Versicherung zahlt eine Summe nach Diagnose. Dort steht, welche Krankheiten gelistet sind und warum Frühstadien oft fehlen.

Beim Krankentagegeld rechnest du deinen Tagessatz selbst aus. Beim Krankengeld geht es um Höhe, Dauer, Fristen und die Regeln ab 2027.

Die Unfallversicherung erklärt Gliedertaxe, Progression und Fristen. Die Existenzschutzversicherung bündelt Grundfähigkeit, Organschäden, Krebs, Unfall und Pflege in einem Vertrag.

Vor jedem Abschluss stehen zwei Seiten. Die anonyme Risikovoranfrage zeigt, wie du Angebote holst, ohne in Datenbanken aufzutauchen. Die Seite zu Gesundheitsfragen erklärt, warum ehrliche Antworten über deinen Schutz entscheiden.

Nach § 19 VVG musst du nur angeben, wonach der Versicherer in Textform fragt. Fehlt etwas, kann er sich nach § 21 VVG bis zu fünf Jahre nach Abschluss lösen, bei Arglist bis zu zehn Jahre. Im Leistungsfall heißt das schlimmstenfalls 0 Euro.

Was bei der Einkommenssicherung jetzt zählt

Einkommenssicherung ist kein einzelnes Produkt, sondern eine Rechnung. Was zahlt der Staat, was brauchst du wirklich, und welcher Baustein füllt die Lücke dazwischen. Die meisten Menschen haben einen Teil davon schon, aber selten passend.

Verträge werden nach dem Abschluss fast nie geprüft. Dein Leben ändert sich aber: neuer Job, mehr Gehalt, Kind, Teilzeit, Selbständigkeit. Jeder dieser Schritte ist ein guter Moment, die Rechnung neu aufzumachen. Die wichtigsten BU-Klauseln helfen dir dabei.

Lass uns deine Einkommenssicherung einmal durchrechnen.

Die Prüfung ist unabhängig davon, ob am Ende ein neuer Vertrag steht. Oft ist der alte Vertrag mit Lücken besser als ein neuer mit neuen Gesundheitsfragen.

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Beratung durch die FemininFinance GmbH & Co. KG, Versicherungsmaklerin nach § 34d Abs. 1 GewO, Register-Nr. D-TAJS-4I8JO-48, und ihre Kooperationspartner:innen mit eigener Erlaubnis und eigener Registrierung bei der IHK.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Einkommenssicherung und Arbeitskraftabsicherung?

Keiner. Beide Wörter meinen Versicherungen, die dein Einkommen ersetzen, wenn du wegen Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall nicht mehr arbeiten kannst.

Ich habe ein Burn-out und bin seit vier Monaten krankgeschrieben. Was zahlt mir jetzt wer?

Nach sechs Wochen Gehalt zahlt die Krankenkasse Krankengeld, höchstens 78 Wochen in drei Jahren. Hast du Krankentagegeld, zahlt es dazu. Eine BU zahlt, wenn ärztlich feststeht, dass du deinen Beruf voraussichtlich sechs Monate zu mindestens 50 Prozent nicht schaffst. Manche Verträge zahlen schon nach sechs Monaten Krankschreibung.

Ich bin beim Joggen umgeknickt und brauche eine Knie-OP. Zahlt meine Unfallversicherung mein Gehalt?

Nein. Die private Unfallversicherung zahlt nur, wenn ein bleibender Schaden zurückbleibt, meist als Einmalsumme. Für die Zeit der Krankschreibung bekommst du Gehalt und danach Krankengeld. Ein Unfalltagegeld zahlt nur, wenn du es vereinbart hast.

Ich hatte im Studium eine Psychotherapie. Bekomme ich überhaupt eine BU?

Oft ja, manchmal mit Ausschluss oder Zuschlag. Wichtig ist eine anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Versicherern, bevor du einen Antrag stellst. Klappt die BU nicht, kommen eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder eine Grundfähigkeitsversicherung infrage.

Ich bin in Elternzeit. Gilt meine BU noch und welcher Beruf zählt?

Ja, solange du die Beiträge zahlst oder eine Stundung vereinbart hast. Geprüft wird in der Regel der Beruf, den du vor der Elternzeit ausgeübt hast. Das gilt auch bei einer längeren Pause wegen eines zweiten Kindes.

Ich mache mich selbständig. Was fällt beim Einkommensschutz weg?

Es gibt keine Lohnfortzahlung. Krankengeld bekommst du in der gesetzlichen Kasse nur mit Wahlerklärung ab der siebten Woche. Ohne Pflichtbeiträge verlierst du nach einiger Zeit auch die Erwerbsminderungsrente. Krankentagegeld und eine BU werden dadurch wichtiger.

Quellen: Deutsche Rentenversicherung: Jahresbericht 2025 in Zahlen, Stand 2026, geprüft am 07.10.2026 · Gesetze: § 43 SGB VI, §§ 44, 47, 48 SGB V, §§ 19, 21, 172 VVG, geltende Fassung, geprüft am 07.10.2026 · Bundesgesundheitsministerium: GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, Stand 29.07.2026, geprüft am 07.10.2026 · Stiftung Warentest: Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung, Stand 17.06.2025, Krankentagegeld, Stand 03.09.2026, Grundfähigkeitsversicherung, Stand 28.07.2025, und Private Unfallversicherung, Stand 18.02.2026, geprüft am 07.10.2026 · Verbraucherzentrale: Berufsunfähigkeit: Wie Sie sich gegen Verlust des Einkommens absichern, Stand 02.01.2025, geprüft am 07.10.2026 · Verbraucherzentrale Niedersachsen: Dread-Disease-Versicherung als letzter Ausweg?, Stand 23.03.2023, geprüft am 07.10.2026 · Morgen & Morgen: Marktblick Berufsunfähigkeit 2026, Stand 05.05.2026, geprüft am 07.10.2026

Was sich geändert hat: 07.10.2026 – erste Fassung.

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Tipps unter Fachkolleg:innen: Einkommenssicherung

Für Versicherungsvermittlerinnen und -vermittler, Finanzberaterinnen und -berater mit IHK-Registrierung

  • BU-Verträge aus den ersten Berufsjahren sind ein guter Anlass für ein Gespräch: Rente gegen heutige Ausgaben legen und Nachversicherungsanlässe prüfen.
  • Die neue Krankengeld-Regel ab 2027 bei Ende des Arbeitsverhältnisses ist ein konkreter Grund, das Krankentagegeld gemeinsam neu zu rechnen.

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