Eine BU-Rente, die zum Berufsstart gepasst hat, reicht ein paar Jahre später oft nicht mehr. Das Gehalt ist gestiegen, die Miete auch. Dann liegt die Frage nahe: einen zweiten Vertrag dazu? Mehrere BU-Verträge sind erlaubt. Ob sie die beste Lösung sind, ist eine andere Frage.
Hier steht, wie hoch deine BU-Rente insgesamt sein darf, wann eine Erhöhung im alten Vertrag besser ist als ein neuer und was Kombinationen mit Rürup-Rente oder Kapitalversicherung bedeuten. Mit den Regeln und Steuerwerten, Stand: Oktober 2026.
Betrifft dich, wenn dein Einkommen steigt ein Kind kommt ihr heiratet du ein Zuhause kaufst
Hier geht es nur um Höhe und Aufteilung
Diese Seite erklärt, wie du deine BU-Rente aufstockst, aufteilst oder mit anderen Verträgen kombinierst. Was eine Berufsunfähigkeitsversicherung grundsätzlich leistet und welche Klauseln zählen, steht auf der Seite Berufsunfähigkeitsversicherung.
Das Wichtigste in Kürze
- Du darfst mehrere BU-Verträge haben. Jeder neue Versicherer fragt aber nach bestehenden Verträgen und früheren Anträgen.
- Versicherbar ist meist nur eine Rente bis zu einem Anteil deines Einkommens, laut Bund der Versicherten zum Beispiel 60 Prozent vom Brutto. Diese Grenze gilt über alle Verträge zusammen.
- Prüf zuerst die Nachversicherungsgarantie im alten Vertrag. Sie erhöht die Rente ohne neue Gesundheitsfragen, oft binnen 12 Monaten nach einem Ereignis wie Geburt oder Heirat.
- Ein zweiter Vertrag braucht eine neue Gesundheitsprüfung. Er kann dafür bessere Bedingungen haben als der alte.
- Eine BU in der Rürup-Rente senkt heute die Steuer. Die Rente selbst ist später zu 84 Prozent steuerpflichtig, wenn sie 2026 beginnt. Bei einer selbstständigen BU ist es nur der Ertragsanteil.
So gehst du vor
- Rechne deinen Bedarf neu: Als Richtwert gelten 80 Prozent deines heutigen Nettos.
- Such in deinem Vertrag die Abschnitte zur Nachversicherung und zur Dynamik. Notiere Fristen und Altersgrenzen.
- Steht ein Ereignis an oder liegt es weniger als zwölf Monate zurück, melde die Erhöhung mit Nachweis an.
- Reicht das nicht, plane einen zweiten Vertrag wie einen Erstantrag, mit Unterlagen und anonymer Risikovoranfrage.
- Kündige den alten Vertrag nie, bevor der neue steht. Wir legen beide mit dir in der Beratung nebeneinander.
Inhalt
- Was heißt es, mehrere BU-Verträge zu haben?
- Wie hoch darf deine BU-Rente insgesamt sein?
- Was gilt, wenn dein einziger Vertrag nicht mehr reicht?
- Was kosten Kombinationen, und wie werden sie besteuert?
- Beispiel: So sieht das bei Lisa aus
- So läuft die Erhöhung oder der zweite BU-Vertrag ab
- Wenn du berufsunfähig wirst: Wie zahlen mehrere Verträge?
- Was bei mehreren BU-Verträgen jetzt zählt
- Häufig gestellte Fragen
Was heißt es, mehrere BU-Verträge zu haben?
Die kurze Antwort: Du sicherst dein Einkommen über mehr als einen Vertrag ab. Entweder aufgeteilt, also zwei eigenständige BU-Verträge nebeneinander. Oder kombiniert, also eine BU, die an einen anderen Vertrag gekoppelt ist.
Die selbstständige BU ist ein Vertrag nur für den Fall der Berufsunfähigkeit. Die BU-Zusatzversicherung hängt an einem Hauptvertrag, etwa einer Risikolebensversicherung oder einer Rentenversicherung. Endet der Hauptvertrag, endet sie meist mit.
Dazu kommen zwei Sonderformen. Eine BU kann über den Arbeitgeber laufen, als Teil einer Betriebsrente. Und eine BU kann in einer Rürup-Rente stecken, auch Basisrente genannt. Dann gelten die Regeln des Steuerrechts für diese Rente.
Warum Menschen mehrere Verträge haben
Meist ist es keine Strategie, sondern Geschichte. Ein Vertrag zum Berufsstart, ein zweiter über den Arbeitgeber, ein dritter, weil eine Rentenversicherung mit Baustein verkauft wurde. Jeder für sich ergibt Sinn. Zusammen hat sie selten jemand angesehen.
Bewusst aufgeteilt wird aus zwei Gründen. Der alte Vertrag hat einen guten Gesundheitsstand, der neue bringt mehr Rente. Oder ein Teil soll steuerlich anders laufen als der andere. Beides kann sinnvoll sein, wenn die Bedingungen zusammenpassen.
Wie hoch darf deine BU-Rente insgesamt sein?
Die kurze Antwort: So hoch, wie es die Annahmerichtlinien der Versicherer erlauben. Laut Bund der Versicherten liegt die Grenze zum Beispiel bei 60 Prozent des zuletzt regelmäßig erzielten Bruttogehalts. Sie gilt für alle Verträge zusammen, nicht für jeden einzeln.
Eine Grenze im Gesetz gibt es nicht. Jeder Versicherer legt sie selbst fest. Darum fragt er im Antrag nach deinem Einkommen und nach jeder bestehenden BU. Nach § 19 VVG musst du beantworten, was er in Textform fragt. Verschweigst du einen Vertrag, verletzt du deine Anzeigepflicht.
| Bruttogehalt im Monat | 60 Prozent davon | davon schon versichert | Raum für mehr |
|---|---|---|---|
| 3.000 € | 1.800 € | 1.000 € | 800 € |
| 3.850 € | 2.310 € | 1.500 € | 810 € |
| 5.000 € | 3.000 € | 2.000 € | 1.000 € |
Rechenbeispiel mit der Grenze von 60 Prozent, Stand: Infoblatt des Bundes der Versicherten, 25.03.2025. Einzelne Versicherer rechnen anders. Die Zahl zeigt nur, wie die Gesamtgrenze wirkt.
Wenn das Einkommen gerade klein ist
Wer in Teilzeit oder Elternzeit abschließt, bekommt oft nur eine kleine Rente. Denn sie richtet sich am aktuellen Einkommen aus. Später hilft die Nachversicherung beim Erhöhen. Was in der Elternzeit mit deinem Vertrag passiert, steht in Deine BU in der Elternzeit.
Für Schülerinnen und Schüler, Azubis und Studierende ist laut Bund der Versicherten oft eine pauschale Rente möglich, zum Beispiel 1.500 € im Monat. Sie darf über dem aktuellen Einkommen liegen. Nach Ausbildung oder Studium sollte eine Nachversicherung möglich sein.
Was gilt, wenn dein einziger Vertrag nicht mehr reicht?
Die kurze Antwort: Dann bleibt eine Lücke, die du selbst trägst. Die durchschnittliche private BU-Rente liegt laut Verbraucherzentrale bei etwa 400 € im Monat. Das reicht meist nicht für Miete, Alltag und die eigene Altersvorsorge.
Als grober Richtwert gelten 80 Prozent vom Netto. Rechne Krankenversicherung, Steuern und Altersvorsorge mit ein. Sie laufen weiter, wenn du berufsunfähig bist. Wie die Lücke im Ernstfall genau aussieht, zeigt die Seite Erwerbsminderungsrente.
Der erste Weg: die Nachversicherung
Mit der Nachversicherungsgarantie erhöhst du die Rente ohne neue Gesundheitsfragen. Typische Anlässe sind ein Gehaltssprung, Heirat, die Geburt eines Kindes oder ein Hauskauf. Das Ereignis musst du meist innerhalb von 12 Monaten melden und nachweisen.
Manche Verträge erlauben eine Erhöhung ohne Anlass bis zu einem Höchstalter, zum Beispiel 45. Alle Erhöhungen gelten nur in bestimmten Grenzen und nur, solange du noch nicht berufsunfähig bist. Mehr dazu in Die Nachversicherungsgarantie.
Der zweite Weg: die Dynamik
Mit einer Dynamik steigen Beitrag und Rente jedes Jahr ein Stück. Achte auf einen Satz in den Bedingungen: den Verzicht auf eine rückwirkende Angemessenheitsprüfung. Fehlt er, kann der Versicherer im Leistungsfall prüfen, ob die Erhöhungen zu deinem damaligen Einkommen passten.
Passten sie nicht, etwa weil du zwischendurch in Teilzeit warst, kann er die Leistung aus diesen Erhöhungen verweigern.
Der häufigste Denkfehler: „Ich schließe einfach eine neue BU ab und kündige die alte.“ Der alte Vertrag kennt deinen Gesundheitsstand von damals. Der neue fragt nach allem, was seitdem war. Oft ist der alte Vertrag mit Lücken besser als ein neuer mit neuen Gesundheitsfragen. Darum kommt die Erhöhung im alten Vertrag zuerst.
Was kosten Kombinationen, und wie werden sie besteuert?
Die kurze Antwort: Jeder Vertrag hat seinen eigenen Beitrag, berechnet mit deinem Alter und deiner Gesundheit beim Abschluss. Steuerlich zählt vor allem, wie die Rente später versteuert wird. Das hängt an der Art des Vertrags.
Die Verbraucherzentrale warnt vor der BU in Kombination mit einer kapitalbildenden Lebensversicherung. Sie ist meist zu teuer und als Altersvorsorge selten sinnvoll. Am günstigsten ist die selbstständige BU.
Dazu kommt ein Risiko, das oft übersehen wird. Kannst du die Beiträge für den Sparteil nicht mehr zahlen, fällt der BU-Schutz laut Bund der Versicherten meist weg oder schrumpft stark. Ein neuer Vertrag braucht dann neue Gesundheitsfragen.
| Art der BU | Beiträge | Rente im Leistungsfall | Wenn du nicht mehr zahlen kannst |
|---|---|---|---|
| selbstständige BU | eigener Beitrag nur für den BU-Schutz | nur der Ertragsanteil ist steuerpflichtig, bei 36 Jahren Laufzeit 35 Prozent | nur dieser Vertrag ist betroffen |
| BU in der Rürup-Rente | als Altersvorsorge absetzbar bis zum Höchstbetrag, 2026: 30.826 € im Jahr, Beiträge zur gesetzlichen Rente zählen mit | Besteuerungsanteil nach Rentenbeginn, 2026: 84 Prozent, 2027: 84,5 Prozent | Schutz hängt am Rürup-Vertrag |
| BU-Zusatz an Kapitalversicherung | Beitrag für Sparteil und BU zusammen | je nach Vertrag | BU-Schutz fällt meist weg oder schrumpft |
Stand: § 10 und § 22 EStG, § 55 EStDV, Oktober 2026. Der Ertragsanteil hängt von der Laufzeit der Rente ab: bei 20 Jahren 21 Prozent, bei 30 Jahren 30 Prozent.
Für die Rürup-BU muss der Vertrag die Bedingungen des § 10 EStG erfüllen. Die Rente darf nur bei einer BU vor 67 beginnen und muss lebenslang oder bis zum Wegfall der BU laufen.
Der Höchstbetrag folgt dem Höchstbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung. 2026 sind das 24,7 Prozent von 124.800 €, aufgerundet 30.826 € im Jahr. Für Ehepaare, die gemeinsam veranlagt werden, gilt das Doppelte, also 61.652 €.
Als Angestellte zählen deine Beiträge zur gesetzlichen Rente mit, dein Anteil und der des Arbeitgebers. Bei Lisas 3.850 € brutto sind das 18,6 Prozent von 46.200 €, also 8.593 € im Jahr. Für eine Rürup-Rente bleiben ihr 2026 damit rund 22.233 €.
Ob die Rürup-BU sich lohnt, hängt an deinem Steuersatz heute und im Leistungsfall. Eine höhere Rente kann nötig sein, weil später mehr davon an die Steuer geht. Das lässt sich nur mit deinen Zahlen rechnen.
Beispiel: So sieht das bei Lisa aus
Lisa Logisch ist unsere Beispielperson. Sie ist erfunden, ihr Verlauf ist alltagsecht.
- Mit 24Lisa schließt zum Berufsstart eine BU über 1.500 € Monatsrente ab.
- Mit 27Sechs Termine Physiotherapie wegen Rückenschmerzen. Seitdem beschwerdefrei.
- Mit 31Sie verdient 3.850 € brutto und 2.500 € netto. Ihre Fixkosten liegen bei 1.600 €.
- Im Beispiel jetzt · 31Lisa will ihre Rente auf 2.000 € bringen und vergleicht drei Wege.
Ihr Ziel sind 80 Prozent vom Netto, also 2.000 €. Es fehlen 500 €. Mit einer Grenze von 60 Prozent vom Brutto darf ihre Gesamtrente bis 2.310 € gehen. Die 500 € passen also hinein, mit 310 € Luft.
Weg 1, Nachversicherung mit Anlass: Stell dir vor, Lisa heiratet in diesem Jahr. Annahme im Beispiel: Ihr Vertrag erlaubt dann eine Erhöhung ohne Gesundheitsfragen, wenn sie sie innerhalb von 12 Monaten meldet. Der Rücken spielt keine Rolle. Das ist der einfachste Weg.
Weg 2, Erhöhung ohne Anlass: Erlaubt ihr Vertrag das bis 45, kann sie auch ohne Ereignis aufstocken. Auch hier fragt der Versicherer nicht neu nach ihrer Gesundheit.
Weg 3, zweiter Vertrag: Lisa stellt einen neuen Antrag über 500 €. Sie gibt ihre bestehende BU an und den Rücken mit allen Details. Annahme im Beispiel: Ein Versicherer bietet den Vertrag mit Ausschluss für die Wirbelsäule an. Dann sind ihre 500 € gerade bei Rückenproblemen nicht geschützt.
Und die Steuer? Annahme im Beispiel: Lisa wird 2026 berufsunfähig, die Rente läuft bis 67, also 36 Jahre. Als selbstständige BU sind von 500 € dann 35 Prozent steuerpflichtig, also 175 €. In einer Rürup-BU wären es 84 Prozent, also 420 €. Dafür hätte sie bis dahin ihre Beiträge absetzen können.
Lisa nimmt Weg 1. Er kostet sie eine Meldung und einen Nachweis. Den zweiten Vertrag hebt sie sich auf für den Fall, dass ihr Einkommen weiter steigt und die Nachversicherung ausgeschöpft ist.
So läuft die Erhöhung oder der zweite BU-Vertrag ab
Die kurze Antwort: Zuerst der alte Vertrag, dann ein neuer. Und erst kündigen, wenn der neue angenommen ist und die Widerrufsfrist vorbei ist.
1
Bedarf neu rechnen
Nimm dein heutiges Netto und deine Fixkosten. Prüf, wie viel deine bestehende Rente davon deckt. Die Differenz ist dein Ziel.
2
Alten Vertrag lesen
Such die Abschnitte zu Nachversicherung, Dynamik und Angemessenheitsprüfung. Notiere: Welche Ereignisse zählen, welche Frist gilt, bis zu welchem Alter, bis zu welcher Rente.
3
Erhöhung anmelden
Liegt ein Ereignis vor, melde es schriftlich mit Nachweis an, etwa Heiratsurkunde, Geburtsurkunde oder Gehaltsnachweis. Halte die Frist ein. Danach ist die Tür für dieses Ereignis meist zu.
4
Zweiten Vertrag vorbereiten
Reicht das nicht, behandle den neuen Antrag wie einen ersten. Sammle Unterlagen und lass bei Vorerkrankungen erst eine anonyme Risikovoranfrage stellen. Gib jede bestehende BU an.
5
Bedingungen vergleichen
Leg beide Verträge nebeneinander: Endalter, Verweisung, Dynamik, Nachversicherung, Ausschlüsse. Ein neuer Vertrag mit Ausschluss kann für genau das Risiko nicht zahlen, das dir am wichtigsten ist.
Tipp
Schreib dir die Ereignisse aus deinem Vertrag in den Kalender, die eine Nachversicherung erlauben: Heirat, Geburt, Hauskauf, Gehaltssprung. Daneben die Frist, oft zwölf Monate. Die Frist läuft auch dann, wenn das Baby gerade wichtiger ist.
Wenn du berufsunfähig wirst: Wie zahlen mehrere Verträge?
Die kurze Antwort: Jeder Vertrag prüft für sich, nach seinen eigenen Bedingungen. Du stellst bei jedem Versicherer einen eigenen Leistungsantrag.
Das kann ein Vorteil sein, wenn beide Verträge gute Bedingungen haben. Es kann aber auch heißen: Ein Vertrag zahlt, der andere nicht. Etwa weil der eine einen Ausschluss enthält oder dich auf einen anderen Beruf verweisen darf. Diese abstrakte Verweisung heißt, dass er prüfen darf, ob du noch irgendeinen anderen Beruf ausüben könntest.
Melde den Leistungsfall früh bei allen Versicherern. Gute Bedingungen zahlen rückwirkend ab Beginn der BU. Die Verbraucherzentrale empfiehlt Verträge, die bei verspäteter Meldung mindestens drei Jahre rückwirkend zahlen.

Samiras Blick
Samira Harkat
„Wenn Frauen mit zwei oder drei BU-Verträgen zu mir kommen, ist die erste Frage nie, welcher besser ist. Sondern: Passen sie zusammen? Ich sehe oft eine gute alte BU und daneben einen Baustein, der an einer Rentenversicherung hängt, die längst nicht mehr bedient wird. Mehr Verträge heißt nicht mehr Schutz. Mehr Schutz entsteht, wenn jeder Vertrag eine Aufgabe hat und du weißt, welche.“
Was bei mehreren BU-Verträgen jetzt zählt
Mehrere BU-Verträge sind kein Fehler. Ein Fehler ist nur, sie nie zusammen anzusehen. Die Gesamtgrenze gilt über alle, die Bedingungen gelten für jeden einzeln. Erst wer beides kennt, weiß, was im Ernstfall wirklich ankommt.
Darum zählt zuerst der alte Vertrag. Seine Nachversicherung ist der einfachste Weg zu mehr Rente, weil sie keine neuen Gesundheitsfragen stellt. Ein zweiter Vertrag lohnt, wenn dieser Weg ausgeschöpft ist oder die neuen Bedingungen deutlich besser sind. Deine Entscheidung bleibt deine. Du sollst nur wissen, was sie kostet.
Passt deine BU-Rente noch zu deinem Leben?
Wir legen deine BU-Verträge nebeneinander, rechnen deine Lücke und prüfen, ob Nachversicherung oder zweiter Vertrag besser passt. Die Prüfung ist unabhängig davon, ob am Ende ein neuer Vertrag steht. Oft ist der alte Vertrag mit Lücken besser als ein neuer mit neuen Gesundheitsfragen.
Beratung durch die FemininFinance GmbH & Co. KG, Versicherungsmaklerin nach § 34d Abs. 1 GewO, Register-Nr. D-TAJS-4I8JO-48, und ihre Kooperationspartner:innen mit eigener Erlaubnis und eigener Registrierung bei der IHK.
Häufig gestellte Fragen
Ja, mehrere BU-Verträge sind erlaubt. Der neue Versicherer fragt aber nach der bestehenden BU und zählt sie bei der Höchstgrenze mit. Gib sie vollständig an. Prüf auch, was mit der BU über den Arbeitgeber passiert, wenn du den Job wechselst.
Ja, wenn der Versicherer danach fragt, und das tun BU-Anträge in der Regel. Nach § 19 VVG musst du alles beantworten, was er in Textform fragt. Verschweigst du einen Vertrag, verletzt du deine Anzeigepflicht und riskierst den neuen Vertrag.
Jede prüft für sich nach ihren eigenen Bedingungen. Sind die Voraussetzungen in beiden Verträgen erfüllt, zahlen beide. Unterscheiden sich die Bedingungen, etwa durch einen Ausschluss, kann einer zahlen und der andere nicht.
Über die Nachversicherung oft ja. Die Geburt eines Kindes ist ein typischer Anlass, meist mit einer Frist von 12 Monaten. Ein neuer Vertrag in der Elternzeit ist schwieriger, weil sich die Rente am aktuellen, oft kleinen Einkommen ausrichtet.
Für Studierende ist laut Bund der Versicherten oft eine pauschale Rente möglich, zum Beispiel 1.500 € im Monat, auch ohne eigenes Einkommen. Achte darauf, dass du nach dem Abschluss nachversichern kannst. Dann wächst die Rente mit deinem ersten Gehalt.
Quellen: Infoblatt Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsversicherung, Bund der Versicherten, Stand 25.03.2025, geprüft am 12.10.2026 · Berufsunfähigkeit: Wie Sie sich gegen Verlust des Einkommens absichern, Verbraucherzentrale, Stand 02.01.2025, geprüft am 12.10.2026 · § 19 VVG, Anzeigepflicht, lxgesetze.de, Stand 2026, geprüft am 12.10.2026 · § 10 EStG, Sonderausgaben und Basisrente, lxgesetze.de, Stand 29.06.2026, geprüft am 12.10.2026 · § 22 EStG und § 55 EStDV, Besteuerungs- und Ertragsanteil, lxgesetze.de, Stand 2026, geprüft am 12.10.2026 · Die Sozialversicherungsrechengrößen 2026, Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, Stand 02.01.2026, geprüft am 12.10.2026
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Tipps unter Fachkolleg:innen: Mehrere BU-Verträge
Für Versicherungsvermittlerinnen und -vermittler, Finanzberaterinnen und -berater mit IHK-Registrierung
- Bei Kundinnen mit mehreren BU-Verträgen lohnt ein gemeinsamer Blick auf die Summe. Die Gesamtgrenze fällt oft erst beim nächsten Antrag auf.
- Hochzeit, Geburt oder Gehaltssprung sind gute Momente, die Nachversicherung von sich aus anzusprechen. Die Frist läuft, auch wenn niemand daran denkt.
- Bei BU-Bausteinen an Kapitalverträgen hilft die Frage, was bei einer Beitragspause mit dem Schutz passiert.
