Ein eigenes Zuhause ist für viele ein Lebensziel. Bei Baufinanzierung und Wohnen geht es aber um mehr als den Kredit. Es geht um die Frage, ob Kaufen überhaupt zu dir passt, in welcher Reihenfolge du vorgehst und wie du dein Zuhause absicherst, ob gemietet oder gekauft.
Viele starten mit dem schönsten Exposé. Die Bank fragt erst später nach Eigenkapital, Rücklagen und Absicherung.
Hier bekommst du das ganze Bild: mieten oder kaufen ehrlich gerechnet, die Schritte zum Eigentum und die Versicherungen rund ums Zuhause, mit Werten für 2026.
Betrifft dich, wenn du ein Zuhause kaufst ihr zusammenzieht du in Immobilien investierst du deine Finanzen im Blick behalten möchtest
Das Wichtigste in Kürze
- Mieten ist nicht Geld verschenken und Kaufen nicht automatisch Vermögen. Fair ist der Vergleich nur, wenn Mieterinnen und Mieter die Differenz zur Kaufrate wirklich sparen.
- Die Verbraucherzentrale rät: Die Kreditrate sollte höchstens 40 Prozent vom Netto betragen. Kaufnebenkosten von bis zu rund 10 Prozent zahlst du am besten aus eigenem Geld.
- Erst das Fundament, dann der Kauf: Notgroschen, Privathaftpflicht und Einkommensschutz kommen vor dem Notartermin.
- Förderung musst du vor dem Kaufvertrag oder Baubeginn beantragen. Danach ist sie meist weg.
- Ohne Elementarschutz zahlt die Wohngebäudeversicherung bei Starkregen und Hochwasser nicht. Laut GDV fehlt dieser Schutz bei rund der Hälfte der Gebäude.
Inhalt
- Was gehört zu Baufinanzierung und Wohnen?
- Wie Kredit, Förderung und Versicherungen zusammenhängen
- Mieten oder kaufen: der ehrliche Vergleich
- Alle Bausteine rund ums Zuhause im Vergleich
- Was zuerst? Die Reihenfolge der Schritte zum Eigentum
- Was Lisa in ihrer Mietwohnung absichern sollte
- Stell dir vor, Lisa kauft eine Wohnung: so rechnet sie
- Alle Themen rund um Baufinanzierung und Wohnen
- Was beim eigenen Zuhause jetzt zählt
- Häufig gestellte Fragen
Was gehört zu Baufinanzierung und Wohnen?
Die kurze Antwort: alles, was du brauchst, um ein Zuhause zu bezahlen und es gegen große Schäden zu schützen. Dazu zählen der Immobilienkredit, Förderung, Bausparen und die Versicherungen für Gebäude, Hausrat und Haftung.
Eine Baufinanzierung ist ein Kredit, mit dem du eine Immobilie kaufst, baust oder modernisierst. Die Bank lässt sich dafür eine Grundschuld ins Grundbuch eintragen. Das ist ihr Sicherungsrecht: Zahlst du nicht, darf sie die Immobilie verwerten lassen.
Wohnen betrifft aber auch alle, die mieten. Nur 41,9 Prozent der Haushalte in Deutschland wohnen im eigenen Zuhause, die Mehrheit mietet. Im Schnitt geben Mieterhaushalte 27,9 Prozent ihres Nettos für die Miete aus. So meldet es das Statistische Bundesamt nach dem Mikrozensus, Stand: Abruf Oktober 2026.
Unser HB-Kurs trennt zwei Dinge. Das selbst genutzte Eigenheim ist vor allem ein Zuhause, ein Konsumgut mit emotionalem Wert. Eine vermietete Wohnung ist eine Kapitalanlage mit eigener Rechnung.
Wie Kredit, Förderung und Versicherungen zusammenhängen
Die Teile greifen ineinander wie Stockwerke. Unten liegt dein Fundament: Notgroschen, Privathaftpflicht, Einkommensschutz. Darauf steht die Finanzierung, darüber die Versicherungen für Gebäude und Besitz.
Die Finanzierung hat drei Quellen. Erstens dein Eigenkapital, also eigenes Geld. Zweitens der Bankkredit, meist ein Annuitätendarlehen. Das heißt: Die Rate aus Zins und Tilgung bleibt während der Zinsbindung gleich. Mit jeder Rate sinkt die Restschuld, der Zinsanteil schrumpft und der Tilgungsanteil wächst.
Drittens Förderung und Bausparen. Die KfW, die staatliche Förderbank, vergibt zinsgünstige Kredite für bestimmte Vorhaben. Ein Bausparvertrag sichert einen festen Kreditzins für später. Beides ergänzt den Bankkredit meist nur.
Die Verbraucherzentrale rät zu einfachen Modellen. Von Kombinationen mit Lebensversicherungen oder Fonds, bei denen erst am Ende getilgt wird, rät sie eher ab.
Bei den Versicherungen hängt alles davon ab, ob du mietest oder besitzt. Das Gebäude versichert immer die Eigentümerin oder der Eigentümer. Als Mieterin oder Mieter zahlst du diesen Schutz trotzdem mit: Nach § 2 Nr. 13 Betriebskostenverordnung darf die Vermieterseite die Kosten für Gebäude- und Haftpflichtversicherung auf die Nebenkosten umlegen. Deinen Hausrat und deine eigene Haftung versicherst du selbst.
Mieten oder kaufen: der ehrliche Vergleich
Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, was du mit dem Geld machst, das du beim Mieten nicht in die Immobilie steckst. Der Satz „Miete ist rausgeworfenes Geld“ stimmt so nicht. Auch beim Kaufen fließt viel Geld ab, das kein Vermögen wird: Zinsen, Kaufnebenkosten, Instandhaltung.
Fair wird der Vergleich erst so: Die Käuferin zahlt Rate, Rücklage und Nebenkosten. Die Mieterin zahlt Miete und legt die Differenz zur Kaufbelastung jeden Monat an. Erst wenn beide gleich viel für Wohnen und Sparen ausgeben, sieht man, wer nach 20 oder 30 Jahren mehr hat.
Kaufen schützt vor Mieterhöhung und Eigenbedarfskündigung. Die Tilgung wirkt wie ein Sparzwang, im Alter wohnst du ohne Rate. Die Verbraucherzentrale rät deshalb, den Kredit bis zum Rentenbeginn zu tilgen.
Kaufen hat auch echte Grenzen. Eine Immobilie ist illiquide, du kannst sie also nicht schnell oder in Teilen zu Geld machen. Ein Umzug für einen Job, eine Trennung oder ein Sabbatical im Ausland wird teurer. Und du trägst jede Reparatur selbst. Die Verbraucherzentrale rechnet für die Instandhaltung grob mit rund 2 Prozent des Gebäudewerts pro Jahr, Stand: November 2024.
Mieten heißt Flexibilität. Wer Elternzeit, Teilzeit oder eine Weiterbildung plant, passt die Wohnkosten leichter an. Der Preis: Du hängst von der Vermieterseite ab, und Mieten steigen meist.
Kauft ihr zu zweit, zählt eine Frage, die oft untergeht: Wer steht im Grundbuch? Nur wer eingetragen ist, ist Eigentümerin oder Eigentümer. Das gilt auch dann, wenn ihr beide dort wohnt und beide zahlt. Für Trennung, Tod und Absicherung macht das einen großen Unterschied. Klärt das vor dem Notartermin.
Alle Bausteine rund ums Zuhause im Vergleich
Die Tabelle zeigt jeden Baustein auf einen Blick. Beiträge hängen stark von Lage, Bauart und Wohnfläche ab, darum stehen dort nur belegte Kosten.
| Baustein | Wofür | Für wen | Grobe Kosten | Stärke | Grenze |
|---|---|---|---|---|---|
| Baufinanzierung | Kauf, Bau, Modernisierung | Wer kauft oder baut | Zinsen, dazu Kaufnebenkosten bis rund 10 Prozent des Preises | Feste Rate über die Zinsbindung | Bindet dich über Jahrzehnte |
| Anschlussfinanzierung | Restschuld nach Ende der Zinsbindung | Alle mit laufendem Kredit | Neuer Marktzins | Chance auf bessere Konditionen | Zinsrisiko beim Wechsel |
| Bausparvertrag | Zins für später sichern | Wer in einigen Jahren kaufen oder modernisieren will | Abschlussgebühr 1 bis 1,6 Prozent der Bausparsumme | Planbarer Kreditzins | Kaum Guthabenzins |
| KfW-Förderung | Günstige Kredite | Je nach Programm, oft Familien mit Kindern | Oft Energieberatung nötig | Senkt die Zinslast | Antrag vor Vorhabenbeginn, Einkommensgrenzen |
| Wohngebäudeversicherung | Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel am Haus | Eigentümerinnen und Eigentümer | Je nach Lage, Größe, Bauart | Schützt den größten Vermögenswert | Elementar nur mit Zusatz |
| Elementarschutz | Starkregen, Hochwasser, Rückstau, Erdrutsch | Alle mit Haus oder Hausrat | Aufschlag je nach Gefährdung | Laut GDV sind 99 Prozent der Häuser versicherbar | Selbstbeteiligung üblich |
| Photovoltaikversicherung | Schäden an der Anlage, Ertragsausfall | Wer eine Solaranlage betreibt | Eigener Vertrag oder Zusatz | Ersetzt entgangene Einspeisevergütung | Wartung muss belegt sein |
| Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht | Schäden durch das Grundstück an Dritten | Wer vermietet oder ein Mehrfamilienhaus besitzt | Je nach Objekt | Deckt die Verkehrssicherungspflicht | Eigenes Haus oft schon in der Privathaftpflicht |
| Hausratversicherung | Möbel, Kleidung, Technik | Alle mit eigenem Haushalt | Je nach Wohnfläche und Ort | Ersetzt den Neuwert | Unterversicherung, wenn die Summe zu klein ist |
Was zuerst? Die Reihenfolge der Schritte zum Eigentum
Zuerst kommt dein Fundament, dann die Rechnung, dann das Objekt. Wer mit der Suche beginnt, verliebt sich, bevor die Zahlen feststehen. Unser HB-Kurs nennt das bei Kapitalanlagen den typischen Fehler, beim Eigenheim gilt dasselbe.
1
Das Fundament steht, bevor du einen Kredit aufnimmst
Ein Notgroschen bleibt neben dem Eigenkapital stehen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt zwei bis drei Nettogehälter. Dazu eine Privathaftpflicht und ein Schutz für dein Einkommen. Denn die Rate läuft auch weiter, wenn du lange krank bist.
2
Du rechnest dein Budget, bevor du Exposés ansiehst
Die Verbraucherzentrale nennt 40 Prozent vom Netto als Obergrenze für die Rate und rät zu einem Puffer von 10 Prozent. Plane Teilzeit, Elternzeit oder ein Sabbatical gleich mit ein. Eine Rate, die nur mit zwei vollen Gehältern funktioniert, nimmt dir Freiheit.
3
Eigenkapital und Förderung klärst du vor dem Kaufvertrag
Die Verbraucherzentrale rät zu 20 bis 30 Prozent Eigenkapital. Mindestens die Kaufnebenkosten solltest du selbst zahlen können. Förderkredite der KfW musst du vor Vorhabenbeginn beantragen. Wer erst unterschreibt und dann fragt, geht oft leer aus.
4
Du vergleichst den Kredit nach Zinsbindung, Tilgung und Freiheiten
Nicht nur der Zins zählt. Eine Zinsbindung über zehn Jahre senkt das Risiko, sagt die Verbraucherzentrale. Verhandle Sondertilgungen von 5 bis 10 Prozent im Jahr und das Recht, den Tilgungssatz zu ändern. Bei nur 1 Prozent Tilgung und 3 Prozent Zins läuft ein Kredit rund 46 Jahre.
5
Die Absicherung steht am Tag der Schlüsselübergabe
Die Wohngebäudeversicherung muss ab dem Übergang von Nutzen und Lasten laufen. Banken verlangen meist einen Nachweis. Wer zu zweit finanziert, sichert die Restschuld oft mit einer Risikolebensversicherung ab. Beim Neubau kommen Bauherrenhaftpflicht und Bauleistungsversicherung dazu.
Nach dem Kauf geht es weiter. Schon einige Jahre vor Ende der Zinsbindung lohnt der Blick auf die Anschlussfinanzierung. Und baust du an oder setzt eine Solaranlage aufs Dach, braucht die Versicherung ein Update.
Was Lisa in ihrer Mietwohnung absichern sollte
„Lisa Logisch ist unsere Beispielperson. Sie ist erfunden, ihr Verlauf ist alltagsecht.“ Lisa ist 31, Projektmanagerin in Vollzeit und wohnt zur Miete. Sie verdient 2.500 Euro netto im Monat. Ihre Fixkosten liegen bei 1.600 Euro, die Miete eingerechnet.
Eine Wohngebäudeversicherung braucht Lisa nicht, die zahlt sie über die Nebenkosten mit. Sie schützt ihre Sachen und ihre Haftung.
Für ihre Sachen gibt es die Hausratversicherung. Sie zahlt bei Feuer, Einbruch, Leitungswasser, Sturm und Hagel den Neuwert. Wichtig ist die richtige Versicherungssumme. Viele Versicherer verzichten auf eine Kürzung wegen Unterversicherung, wenn die Summe mindestens einem Richtwert pro Quadratmeter entspricht. Der GDV nennt dafür rund 650 Euro je Quadratmeter, Stand: Januar 2025.
Für ihre Haftung hat Lisa eine Privathaftpflicht. Unser HB-Kurs zeigt, worauf es in der Mietwohnung ankommt. Beschädigt Lisa aus Versehen den fest verlegten Boden, ist das ein Mietsachschaden. Ohne passende Klausel zahlt die Haftpflicht nicht. Verliert sie den Schlüssel einer zentralen Schließanlage, kann der Austausch schnell über 10.000 Euro kosten.
Dann der Wasserrohrbruch aus dem HB-Kurs: Handwerker, Schaden, eine Rechnung über 1.400 Euro. Was am Gebäude kaputt ist, regelt die Vermieterin mit ihrer Gebäudeversicherung. Durchnässte Möbel zahlt Lisas Hausrat. Und bis alles geklärt ist, hilft der Notgroschen auf dem Tagesgeld.
Ein Punkt fehlt in vielen Hausratverträgen: der Schutz gegen Elementarschäden. Läuft bei Starkregen Wasser in Lisas Kellerabteil oder in ihre Erdgeschosswohnung, zahlt die Hausrat ohne diesen Baustein nicht. Der GDV zählt Starkregen, Hochwasser, Schneedruck, Erdrutsch und Erdbeben dazu.

Samiras Blick
Samira Harkat
„Verträge werden nach dem Abschluss fast nie geprüft.“
Rund ums Wohnen wird das teuer. Die Wohnung wird größer, der Hausrat wertvoller. Die Versicherungssumme bleibt, wie sie beim Abschluss war.
Stell dir vor, Lisa kauft eine Wohnung: so rechnet sie
Stell dir vor: Lisa hat eine Zwei-Zimmer-Wohnung für 280.000 Euro gefunden. Bevor sie sich verliebt, rechnet sie. Die Zahlen sind ein Beispiel. Der Zins von 3 Prozent ist angenommen und kein Marktwert.
Zuerst die Kaufnebenkosten. Die Grunderwerbsteuer liegt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent, dazu kommen Notar, Grundbuch und eventuell Makler. Die Verbraucherzentrale rechnet mit bis zu rund 10 Prozent, Stand: November 2024. Bei Lisa sind das bis zu 28.000 Euro ohne Gegenwert.
Mit 20 Prozent Eigenkapital braucht Lisa 56.000 Euro, mit den Nebenkosten also bis zu 84.000 Euro eigenes Geld. Der Notgroschen kommt obendrauf.
Für 224.000 Euro Kredit zahlt Lisa bei 3 Prozent Zins und 2 Prozent Tilgung rund 933 Euro im Monat. Die Grenze von 40 Prozent ihres Nettos liegt bei 1.000 Euro. Das passt knapp. Dazu kommen Hausgeld an die Eigentümergemeinschaft und eine eigene Rücklage.
| Posten | Lisas Beispiel |
|---|---|
| Kaufpreis | 280.000 Euro |
| Kaufnebenkosten bis rund 10 Prozent | bis 28.000 Euro |
| Eigenkapital 20 Prozent | 56.000 Euro |
| Kredit | 224.000 Euro |
| Rate bei 3 Prozent Zins, 2 Prozent Tilgung | rund 933 Euro im Monat |
| Obergrenze 40 Prozent von 2.500 Euro netto | 1.000 Euro im Monat |
Und wenn Lisa ausfällt? Wird sie lange krank, bekommt sie rund 1.980 Euro Krankengeld netto. Ihr fehlen dann rund 520 Euro im Monat. Die Rate läuft weiter. Ihre BU zahlt seit 2019 eine Rente von 1.500 Euro. Mit Kredit prüft sie, ob das reicht.
Und sie fragt nach einer staatlichen Förderung. Das KfW-Programm „Wohneigentum für Familien“ setzt Kinder voraus. Lisa passt als Single ohne Kind also nicht hinein. Die Wohnungsbauprämie beim Bausparen gibt es nur bis 35.000 Euro zu versteuerndem Einkommen. Ob Lisa darunter liegt, hängt von ihrem zu versteuernden Einkommen ab, das deutlich unter ihren 3.850 Euro brutto im Monat liegt. Selbst dann beträgt die Prämie für Alleinstehende höchstens 70 Euro im Jahr, Stand: November 2025.
Alle Themen rund um Baufinanzierung und Wohnen
Auf der Seite Baufinanzierung geht es um den Kredit selbst: Annuitätendarlehen, Zinsbindung, Tilgung, Sondertilgung, Grundschuld und die Unterlagen, die die Bank sehen will.
Die Anschlussfinanzierung wird fällig, wenn die Zinsbindung endet. Nach § 489 BGB darfst du einen Kredit mit festem Zins nach zehn Jahren ab Auszahlung mit sechs Monaten Frist kündigen, ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Mit einem Forward-Darlehen sicherst du dir den Zins schon vorher.
Beim Bausparvertrag sparst du an und bekommst dann einen Kredit mit festem Zins. Laut Verbraucherzentrale lohnt er sich vor allem mit Wohnungsbauprämie oder Arbeitnehmersparzulage, Stand: November 2025.
Die KfW-Förderung bietet zinsgünstige Kredite für Neubau, Kauf und Sanierung. Im Programm für Familien gibt es laut KfW bis zu 170.000 Euro, mit Nachhaltigkeitssiegel bis zu 220.000 Euro bei ein oder zwei Kindern. Die Einkommensgrenze liegt bei 90.000 Euro mit einem Kind plus 10.000 Euro je weiterem Kind, Stand: Oktober 2026. Den Antrag stellst du vor Vorhabenbeginn.
Die Wohngebäudeversicherung schützt das Haus gegen Feuer, Blitz, Leitungswasser, Sturm ab Windstärke 8 und Hagel. Wichtig ist der gleitende Neuwert. Er passt die Summe jedes Jahr an die Baupreise an und verhindert so Unterversicherung.
Der Schutz gegen Elementarschäden ergänzt Wohngebäude- und Hausratversicherung um Naturgefahren. Ohne ihn zahlt die Gebäudeversicherung nicht, wenn Starkregen den Keller flutet oder Wasser aus dem Kanal zurückdrückt.
Die Photovoltaikversicherung deckt Module, Wechselrichter und Speicher, die viele Gebäudeverträge laut GDV nicht einschließen. Dazu ersetzt sie bei Stillstand die entgangene Einspeisevergütung.
Die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht zahlt, wenn durch dein Grundstück jemand zu Schaden kommt, etwa auf dem nicht geräumten Gehweg. Das selbst genutzte Einfamilienhaus steckt oft schon in der Privathaftpflicht. Wer vermietet, braucht sie meist extra.
Die Hausratversicherung schützt alles, was du beim Umzug mitnehmen würdest, ob du mietest oder besitzt.
Was beim eigenen Zuhause jetzt zählt
Ein Zuhause ist eine Lebensentscheidung. Tragen wird es nur, wenn die Rate auch Teilzeit, Elternzeit oder eine längere Krankheit aushält und der Notgroschen neben dem Eigenkapital stehen bleibt.
Ob du mietest oder kaufst: Die Absicherung rund ums Zuhause altert leise. Summen passen nicht mehr, Naturgefahren fehlen, neue Technik auf dem Dach ist nicht versichert. Ein Blick in die Verträge alle paar Jahre schützt mehr als jeder neue Tarif.
Lass uns deinen Weg ins eigene Zuhause einmal durchrechnen.
Die Prüfung ist unabhängig davon, ob am Ende ein neuer Vertrag steht. Oft ist der alte Vertrag mit Lücken besser als ein neuer mit neuen Gesundheitsfragen.
Beratung durch die FemininFinance GmbH & Co. KG, Versicherungsmaklerin nach § 34d Abs. 1 GewO, Register-Nr. D-TAJS-4I8JO-48, und ihre Kooperationspartner:innen mit eigener Erlaubnis und eigener Registrierung bei der IHK.
Häufig gestellte Fragen
Der fest verlegte Boden gehört zum Gebäude. Den Schaden meldest du deiner Vermieterin oder deinem Vermieter, die Wohngebäudeversicherung prüft ihn als Leitungswasserschaden. Deine durchnässten Möbel zahlt deine Hausratversicherung. Bist du für den Schaden verantwortlich, kann deine Privathaftpflicht einspringen, wenn Mietsachschäden mitversichert sind.
Nur, wenn ihr den Elementarschutz mitversichert habt. Die normale Wohngebäudeversicherung deckt Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel, aber kein Oberflächenwasser und keinen Rückstau aus dem Kanal. Fehlt der Baustein, zahlt ihr den Schaden selbst. Für Möbel und Geräte im Keller gilt dasselbe bei der Hausratversicherung.
Ihr haftet, wenn ihr eure Pflicht als Grundstücksbesitzende verletzt habt, etwa bei einem sichtbar morschen Baum. Dann zahlt beim selbst genutzten Haus oft die Privathaftpflicht, bei vermieteten Objekten die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht. War der Baum gesund und ein Sturm schuld, zahlt meist die Kasko des Autos.
Die Verbraucherzentrale rät zu 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises. Mindestens die Kaufnebenkosten von bis zu rund 10 Prozent solltest du selbst zahlen. Finanzierungen ganz ohne Eigenkapital sind möglich, kosten aber mehr Zins und bergen ein höheres Risiko, wenn der Wert der Immobilie sinkt.
Nein. Zur Rate kommen Instandhaltung, laut Verbraucherzentrale grob rund 2 Prozent des Gebäudewerts im Jahr, und die Kaufnebenkosten. Fair ist der Vergleich erst, wenn du beim Mieten die Differenz zur Kaufbelastung anlegst.
Es kann eins werden. Eigentum hat nur, wer im Grundbuch steht, auch wenn beide zahlen. Bei Trennung oder Tod steht die andere Person dann womöglich ohne Anspruch da. Regelt das vor dem Notartermin schriftlich.
Quellen: Verbraucherzentrale: Immobilienfinanzierung: So berechnen Sie, was Sie sich leisten können, Stand 06.11.2024, geprüft am 07.10.2026 · Verbraucherzentrale: Häufige Fragen rund um Hauskauf und Hauskredit, geprüft am 07.10.2026 · Verbraucherzentrale: Lohnt sich ein Bausparvertrag? und Wohnungsbauprämie, Stand 10.11.2025, geprüft am 07.10.2026 · KfW: Wohneigentum für Familien, Stand Oktober 2026, geprüft am 07.10.2026 · GDV: Elementarversicherung und Wohngebäudeversicherung, Stand 31.01.2025, geprüft am 07.10.2026 · Statistisches Bundesamt: Wohnen, Mikrozensus, geprüft am 07.10.2026 · dejure.org: § 489 BGB und § 2 BetrKV, geprüft am 07.10.2026
Was sich geändert hat: 07.10.2026 – erste Fassung.
Haftungsausschluss: Dieser Artikel ist allgemeine Information und ersetzt keine persönliche Beratung. Welche Lösung zu dir passt, hängt von deiner Situation ab. Darüber sprechen wir am besten direkt. Alles Weitere steht im Haftungsausschluss.
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Unsere Beratung: Wir sind Versicherungsmaklerin. Vermitteln wir dir einen Vertrag, bekommen wir vom Versicherer eine Vergütung, die Courtage. Sie steckt im Beitrag. Vermittelt eine unserer Kooperationspartner:innen, bekommt sie die Courtage. Ob wir davon einen Anteil bekommen, ist unterschiedlich. Die Prüfung deines Vertrags ist unabhängig davon, ob am Ende ein neuer Vertrag steht. Mehr dazu: So verdienen wir Geld.
Tipps unter Fachkolleg:innen: Baufinanzierung und Wohnen
Für Versicherungsvermittlerinnen und -vermittler, Finanzberaterinnen und -berater mit IHK-Registrierung
- Ein Kaufwunsch ist ein guter Anlass, BU-Rente und Risikoschutz gemeinsam mit der Kundin oder dem Kunden an die neue Rate anzupassen.
- Bei Bestandskundinnen und -kunden mit Eigentum lohnt eine Rückfrage zu Elementarschutz, Solaranlage und Anbauten.
